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East Huntington Bridge

Allgemeine Informationen

Andere Namen: 31st Street Bridge
Fertigstellung: 1985
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Lage / Ort

Lage: , , ,
, , ,
Überquert:
  • Ohio
Koordinaten: 38° 26' 5.00" N    82° 23' 22.00" W

Technische Daten

Abmessungen

Hauptspannweite 274.32 m
Gesamtlänge der Seitenöffnungen 91.44 m - 185.32 m
Fahrbahnträger Überbauhöhe 1.52 m
Überbaubreite 12.20 m

Baustoffe

Seile Stahl
Pylon Stahlbeton
Fahrbahnträger Stahlverbund

Entwicklung des Entwurfs

Die Brücke überquert den Ohio River zwischen Ohio und West Virginia mit einer Hauptspannweite von 274 m. Das einhüftige System entspricht einer symmetrischen Schrägkabelbrücke (bei gleichen Freivorbaulängen) von rund 466 m Hauptspannweite. Der Entwurfsauftrag für diese Betonalternative wurde erst erteilt, nachdem der Entwurf für die Stahlalternative bereits abgeschlossen war und die Gründungen dafür bereits gebaut waren. Das Problem, die von Haus aus schwerere Betonbrücke leicht genug für diese Gründungen zu machen, wurde u.a. durch die Verwendung von Stahlquerträgern und hochfestem Beton B56 für die Balkenfertigteile und B42 für den Pylon gelöst. Diese Betonalternative wurde im Jahr 1981 um 29% billiger angeboten als die Stahlalternative mit orthotroper Fahrbahntafel.

Bauausführung

Vorlandbrücke

Die Vorlandbrücke auf der West Virginia Seite wurde als gevouteter Kragträger im Freivorbau hergestellt, um einen Teil der Lasten in der Hauptöffnung dort direkt über Biegung abzutragen.

Pylon Für die Kabelverankerung im Betonpylonkopf wurde eine Übergreifung gewählt. Dabei schließen sich die Kabelkräfte direkt über Druck kurz. Die Geometrie der Kabelverankerung, Inspektionsleiter und -zwischenpodeste wurde während des Entwurfs an einem Modell überprüft. Die Bewehrung für den Pylonkopf wurde in einzelnen Schüssen vorgefertigt. Um eine genaue Lage der Stahlrohre für die Kabelverankerung zu erreichen, wurden diese im Bewehrungskorb fixiert. (Später wurden Gerüste aus Stahlprofilen für die Befestigung der Stahlrohre benutzt, z.B. Helgeland Brücke. Heute benutzt man häufig einen inneren, geschlossenen Stahlkasten, z.B. Normandie Brücke und Rion-Antirion Brücke.) Zum Einbau wurden die Körbe am bereits betonierten Teil befestigt und geschalt.

Balken

Für den Freivorbau mit Fertigteilen wurde der Pylon wieder nach vorn und hinten abgespannt. Während der Montage fuhr allerdings ein Schiff in die Vorwärtsabspannung, was jedoch zum Glück keine schlimmen Konsequenzen hatte. (Aus diesem Grunde wurde bei späteren Brücken die Vorwärtsabspannung vermieden, z.B. Brücke Posadas-Encarnación.) Der Querschnitt wurde gegenüber der Pasco-Kennewick Brücke mit folgenden Maßnahmen vereinfacht und leichter gemacht:

  • Statt der dreieckigen seitlichen Hohlkästen wurden massive Balken benutzt.
  • Statt der Betonquerträger wurden Stahlquerträger benutzt.
  • Statt des üblichen Betons B35 wurde ein für die USA äußerst ungewöhnlicher „hochfester“ Beton B 56 benutzt.
  • Statt der Stahldollen wurden Profilierungen in den Stirnflächen zur Schubübertragung benutzt.
  • Die Fertigteile wurden nicht einzeln gegeneinander betoniert sondern in einer Reihe. Die Fertigteile wurden in diesem Fall nicht vom Balken hochgehoben, sondern mit einem Schwimmkran eingebaut.

Kabelmontage

Zu Beginn der Kabelmontage wurde eine Zugstange in das Innengewinde des Kopfes an der Spannseite am Balken eingedreht. Dann wurde das Kabel direkt mit dem Kran am Pylon hochgezogen und mit Greifzügen in die Pylonverankerung eingeführt. Zum Spannen am Balken wurde die Zugstange anfänglich mit zwei Litzen in das Stahlrohr hineingezogen. Sobald die Zugstange von der Presse am Ende des Pressenstuhls unterhalb des Balkens gefasst werden konnte, wurde der Kopf in seine endgültige Lage gezogen und die Halbscheiben eingebaut. Die Länge des werkgefertigten Kabels ergab sich aus der vorher berechneten Dicke der Unterlegscheiben.

Fertige Brücke

Der A-Pylon spannt aus der Sicht des Benutzers einen zeltähnlichen Raum auf, was ein gewisses Gefühl der Geborgenheit vermittelt. In der schrägen Seitenansicht zeigt sich der Vorteil eines A-Pylonen, dass die Kabel sich trotz modifizierter Fächeranordnung kaum optisch überschneiden.

Auszug aus: Svensson, Holger; Schrägkabelbrücken (1. Ausgabe),Wilhelm Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften GmbH, Berlin (Deutschland), ISBN 3433029776, 2011; S. 348-353

Beteiligte

Relevante Webseiten

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20000650
  • Erstellt am
    01.04.2000
  • Geändert am
    05.02.2016