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Eisenbahnbrücke Bussy-le-Château

Allgemeine Informationen

Andere Namen: PRA 245
Baubeginn: Juni 2002
Fertigstellung: März 2004

Bauweise / Bautyp

Lage / Ort

Lage: , , ,
, , ,
Überquert:
  • Autoroute A4 [Frankreich]
Teil von:
Siehe auch: Eisenbahnbrücke Billy-le-Grand (2004)
Koordinaten: 49° 1' 54.77" N    4° 33' 17.77" E

Technische Daten

Abmessungen

Länge 99.20 m
Feldweiten 2 x 49.10 m
Brückenfläche 1 220 m²
Höhe über Talgrund oder Wasser 5 - 7 m
Längsneigung 1.06%
Kreuzungswinkel 21°
Fahrbahnträger Überbaubreite 12.300 m
Abstand der Längsbalken 13.100 m
Trägerhöhe 4.40 m
Pfeiler Dicke 1.50 m

Massen

Überbau Baustahl 1 000 t
Betonvolumen 1 000 m³
Betonstahl 75 t
Bewehrungsverhältnis 75 kg/m³
Unterbauten Betonvolumen 3 370 m³
Betonstahl 372 t
Bewehrungsverhältnis 110 kg/m³

Lastannahmen

Entwurfsgeschwindigkeit 350 km/h
Verkehrslast UIC 71 / BAEL / Fascicule 61 Titre V

Baustoffe

Pfeiler Stahlbeton
Fahrbahnplatte Stahlbeton
Widerlager Stahlbeton
Querriegel Stahl
Balken Stahl

Eisenbahnüberführungen Billy-le-Grand und Bussy-le-Château

Im Baulos C der TGV-Neubaustrecke Paris-Straßburg überquert die Trasse gleich zweimal im Departement Marne mit sehr schiefen Winkeln die viel befahrene Autobahn A 4, einmal bei Billy-le-Grand und dann bei Bussy-le-Château. Da für beide Bauwerke ähnliche Randbedingungen galten, wurde entschieden diese ähnlich auszuführen und dabei die gleichen Querschnitte, Pfeilerformen und Bauverfahren zu verwenden. Es galt vor allem auch, den Verkehr auf der Autobahn mit jeweils zwei Richtungsfahrbahnen möglichst wenig zu unterbrechen. Inzwischen verkehren die TGV-Züge auf der Strecke mit einer maximalen Geschwindigkeit von 350 km/h.

Beschreibung der Bauwerke

Beide Überführungen bestehen aus zwei gleich langen Feldern mit Pfeilern im Mittelstreifen der Autobahn. Die Widerlagerwände sind jeweils parallel zur Autobahn angelegt während die gerade Streckengleise schiefwinklig kreuzen. Im Vergleich zu anderen Lösungen mit mehreren Trägern erwies sich der Stahltrogquerschnitt als wirtschaftlicher zumal dadurch der Bahndamm auf eine Minimalhöhe reduziert werden konnte und sich insgesamt besser in die Landschaft einfügt.

Die beiden Hauptträger aus Stahl haben einen konstanten Achsabstand von 13,1 m bei einer konstanten Bauhöhe von 4,0 bzw. 4,4 m. Jeder Träger wird von einem 1,5 m breiten Pfeilerbock unterstützt, der in den Autobahnmittelstreifen integriert ist. Die Trägerflansche sind 0,80 m breit und werden nur an den Mittelpfeilern auf 1,4 m verbreitert, um genügend Fläche für die Lager zu bieten. Die Flanschdicke liegt bei 60 bis 120 mm, die der Stege bei 20, 25 oder 30 mm. Die Stege werden außerdem im Feld alle 2,25 m vertikal versteift; am Mittelauflager sind sieben Versteifungen in sehr kurzen Abständen vorhanden. Die Bodenplatte besteht aus Stahlquerträgern, die in einer mindesten 0,70 m dicken Betonplatte eingebettet sind.

Bemessungsaspekte

Aufgrund der Schiefwinkligkeit war ein dreidimensionales Bemessungsmodell notwendig und besondere Aufmerksamkeit wurde auch den Verformungen der Stahlträger während der Betonnage gewidmet. Für die Verkehrslasten wurden 9 verschiedene Zugkonfigurationen wie z.B. TGV, Thalys und ICE angesetzt, die mit der Maximalgeschwindigkeit von 350 km/h über die Brücke verkehren.

Ausführung

Die Stahlteile wurden im Werk vormontiert und in Stößen mit einem Maximalgewicht von 70 t zur Baustelle transportiert und hinter einem Widerlager montiert. Da es vor allem galt, den Verkehr auf der Autobahn A4 möglichst ohne Unterbrechungen aufrecht zu erhalten, wurden beide längs eingeschoben. Wegen des Versatzes der Längsträger war dabei jeweils ein einseitiger Vorbauschnabel notwendig. Die Platte wurde anschließend in Endposition in drei Phasen betoniert: eine 20 cm dicke Grundplatte im ersten Feld, dann im zweiten Feld gefolgt von den restlichen 55 cm über die ganze Länge. Dabei wurde der Verkehr unter der Brücke aus Sicherheitsgründen auf die jeweils andere Richtungsfahrbahn umgeleitet.

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Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20009755
  • Erstellt am
    01.08.2003
  • Geändert am
    05.02.2016