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Glienicker Brücke

Allgemeine Informationen

Fertigstellung: 1907
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Fachwerkbrücke
Funktion / Nutzung: Straßenbrücke
Baustoff: Stahlbrücke

Lage / Ort

Lage: , ,
, , ,
Adresse: Berliner Straße / Königstraße
Überquert:
  • Havel
Trägt den/die:
  • Bundesstrasse B 1
Koordinaten: 52° 24' 48.00" N    13° 5' 25.00" E

Technische Daten

Abmessungen

Feldweiten 37 m - 74 m - 37 m

Baustoffe

Fachwerkträger Stahl

Chronologie

1907

Eröffnung der neuen Brücke.

1934

Umfangreiche Ausbesserungsarbeiten: Entfernung der Straßenbahngleise, das Pflaster wird durch Asphaltbelag ersetzt. Im Zuge der Reichsstraße 1 (jetzt Bundesstraße 1) gehört die Glienicker zu den meistbefahrenen Brücken Deutschlands.

April 1945

In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 kommt es während der Kämpfe zwischen Deutscher Wehrmacht und der Roten Armee im Bereich der Berliner Vorstadt Potsdams zur Zerstörung der Glienicker Brücke. Entgegen anderslautenden Veröffentlichungen wird sie weder durch die Wehrmacht noch durch die Rote Armee vorsätzlich gesprengt. Die Brücke war vorsorglich an allen Pfeilern mit Sprengladungen versehen worden. Der zur Sprengung eingesetzte Pionier hatte seinen Standort in einem der letzten Häuser der Potsdamer Seite eingenommen. Eine beabsichtigte Sprengung hätte die Brücke völlig zerstört. Der erwartete Angriff der Roten Armee sollte von der Berliner Seite aus kommen. Allerdings nähern sich jedoch Truppenteile der Roten Armee aus der Potsdamer Innenstadt, dem Neuen Garten und dem Park Babelsberg der Brücke. Offensichtlich wird von ihnen aus dem Babelsberger Park Schüsse von Panzern oder Geschützen in Richtung der Brücke abgegeben, auf der sich ein deutsches Flakgeschütz (8,8 cm) sowie mehrere Panzer mit Schusslinie in Richtung der Potsdamer Innenstadt befinden. Beim Schusswechsel werden vermutlich Teile der an der Brücke montierten Sprengladungen getroffen, welche die Brücke an zwei Sprengschnitten zerstören. Alle anderen Sprengkapseln bleiben unversehrt. Der Pionier flieht. Die Reste der Deutschen Wehrmacht ziehen sich über die zerstörte Brücke nach Berlin-Wannsee zurück.

3. November 1947

Der Wiederaufbau der zerstörten Brücke beginnt.

19. Dezember 1949

DDR-Minister Hans Reingruber eröffnet die wieder aufgebaute Brücke feierlich. Er gibt ihr den Namen "Brücke der Einheit". In der Mitte befindet sich ein weißer Grenzstrich zwischen der DDR und West-Berlin.

1952

Die Brücke wirde für den Kfz-Verkehr von Zivilpersonen gesperrt. Diese dürfen nur noch mit Sondergenehmigung zu Fuß die Brücke passieren. Entsprechende Kontrollstellen werden eingerichtet. Die ungehinderte Passage bleibt nur noch Angehörigen der Militärverbindungsmission gestattet.

3. Juli 1953

Die Brücke wirde als einer der letzten Verbindungswege von Berlin ins Umland für den zivilen Personenverkehr gesperrt.

1962

1. Agentenaustausch.

1985

2. Agententausch.

11. Februar 1986

Letzter Agentenaustausch.

10. November 1989

Die "Brücke der Einheit" ist wieder offen und rechtfertigt ihren Namen. Tausende Bürger passieren unkontrolliert in beide Richtungen.

3. Oktober 1990

Mit Wirkung des Deutschen Einigungsvertrags werden alle Sperr- und Kontrollmaßnahmen offiziell aufgehoben.

Beteiligte

Derzeit sind keine Informationen zu beteiligten Firmen oder Personen verfügbar.

Relevante Webseiten

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20025657
  • Erstellt am
    13.12.2006
  • Geändert am
    05.02.2016