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Überwerfungsbauwerk Málaga-Los Prados

Allgemeine Informationen

Fertigstellung: 2005
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Lage / Ort

Lage: , , ,
Koordinaten: 36° 41' 47.41" N    4° 28' 25.33" W

Technische Daten

Abmessungen

Gesamtlänge 104 m
Spannweite 7.7 m
Horizontaler Krümmungsradius 300 m
Brückenfläche 681 m²
Längsneigung 0.002 ‰
Fahrbahnträger Breite 8 m
Gleisanzahl 2
Trägerhöhe 0.8 m

Massen

Fahrbahnplatte Betonvolumen 634 m³
Betonstahl 38 t
Bewehrungsverhältnis 60 kg/m³
Unterbauten Betonvolumen 2 108 m³
Betonstahl 228 t
Bewehrungsverhältnis 108 kg/m³

Lastannahmen

Entwurfsgeschwindigkeit 100 km/h
Verkehrslast UIC 71 / IPF-75

Kosten

Baukosten Euro 584 282

Baustoffe

Fahrbahnträger Stahlbeton
Fundamente Stahlbeton
Wände Stahlbeton

Beschreibung des Überwerfungsbauwerks Málaga-Los Prados

Die Neubaustrecke Córdoba-Málaga ist seit 2007 mit einer Gesamtlänge von 155 km in Betrieb und erlaubt es AVE-Zügen mit bis zu 300 km/h zwischen den beiden Städten zu verkehren. Östlich des Bahnhofes Málaga-Los Prados kreuzt die zweigleisige Neubaustrecke eine eingleisige Zufahrtsstrecke zum Betriebswerk des Betreibers RENFE. Das ansonsten parallel verlaufende Zufahrtsgleis wird dabei unter den neuen Gleisen mit einer leichten S-förmigen Trassenführung verschwenkt, sodass es im Bahnhofsbereich südlich, am Betriebswerk nördlich der höher gelegenen Gleise der Neubaustrecke liegt.

Für diese häufig auftretende Situation bei Überwerfungsbauwerken wurde in Malaga-Los Prados eine elegante Lösung gefunden, bei der die Massivität des Überbaus gegenüber üblicheren Lösungen reduziert wurde. Im Bereich der eigentlichen Gleiskreuzung handelt es sich um ein reguläres Rahmenbauwerk mit 7,40 m hohen Wänden und einer 0,80 m dicken Platte aus Stahlbeton. Da die Spannweite mit 7,7 m sehr gering ist, konnte auf jegliche Vorspannung verzichtet werden.

Außerhalb des Gleisbereichs, wo aus statischer wie nutzungstechnischer Sicht keine durchgehende Platte mehr notwendig ist, wird die Fahrbahnplatte aufgelöst, sodass hier der Überbau aus dreiecksförmig angeordneten Balken besteht. Jeder Balken ist konstant 0,70 m breit und 0,80 m hoch, die Längen und Winkel variieren aufgrund der geschwungenen Trassenführung. Die vorhandene Topografie ermöglichte es auf der Südseite die Wand des Überwerfungsbauwerks teilweise aufzulösen. Hier werden vier runde Einzelstützen mit 0,70 m Durchmesser an den Knotenpunkten der Balken angesetzt anstatt die Wand durchlaufen zu lassen. Die Stützenköpfe werden zusätzlich durch einen Längsbalken verbunden. Die Gegebenheiten der Nordwand ermöglichten die Auflösung in Einzelstützen jedoch nicht.

Unter den beiden Gleisen der Hochgeschwindigkeitsstrecke wurde die obere Platte des Rahmens mit einer Dicke von 0,40 m zu beiden Seiten so weitergeführt, dass deren Abschluss jeweils rechtwinklig zum Gleisverlauf endet. Damit wird die Last beim Übergang zum Erdbauwerk gleichmäßiger abgetragen, indem die Räder einer Achse entweder über der Platter oder der Aufschüttung liegen. Die Fundamentplatte des Rahmens ist 0,80 m dick und 9,40 m breit. Die Ausführung des Rahmens erfolgte vollständig in Ortbeton auf Lehrgerüst.

Bei der Berechnung des Bauwerkes wurde wegen der variablen Geometrien ein dreidimensionales Finite-Elemente-Modell benutzt. Aufgrund der Kürze der Spannweite war der Stoßzuschlag besonders ausgeprägt.

Beteiligte

Relevante Webseiten

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Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20065845
  • Erstellt am
    07.01.2014
  • Geändert am
    05.02.2016