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Eisenbahnüberführung Florabrücke

Allgemeine Informationen

Baubeginn: Sommer 2008
Fertigstellung: Frühling 2010
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Netzwerkbogenbrücke
Funktion / Nutzung: Eisenbahnbrücke
Baustoff: Stahlbrücke

Lage / Ort

Lage: , , ,
Überquert:
  • Mittellandkanal
Überquert: Ems-Weser-Kanal; Weser-Elbe-Kanal; Ems-Weser-Elbe-Kanal (1938)
Lagebeschreibung:

Die Brücke überführt die Eisenbahnstrecke Oebisfelde–Abzweig Glindenberg (Streckennummer 6409) über den Mittellandkanal in der Nähe von Haldensleben im Landkreis Börde.

Koordinaten: 52° 17' 43.23" N    11° 22' 48.31" E

Technische Daten

Abmessungen

Gesamtlänge 134.6 m
Spannweite 132.60 m
Überbaubreite 6.95 m
Horizontaler Krümmungsradius
Brückenfläche 1 280 m²
Längsneigung 0 %
Kreuzungswinkel 41.77 gon
Fahrbahnträger Trägerhöhe 1.70 m
Hängeseile Anzahl 2 × 34

Massen

Bewehrungsverhältnis 190 kg/m³
Überbau Baustahl 845 t
Unterbauten Betonvolumen 1 450 m³
Betonstahl 280 t

Lastannahmen

Entwurfsgeschwindigkeit 120 km/h
Verkehrslast LM 71; SW/2
Bemessungsnorm DIN Fachbericht

Baustoffe

Fahrbahnträger Stahl
Bögen Stahl
Widerlager Stahlbeton

Ersatzneubau der Florabrücke bei Haldensleben

Im Zuge des Ausbaus des Mittellandkanals wurde ein Ersatzneubau des bestehenden Bauwerkes notwendig. Die Ausschreibung beinhaltete den Entwurf einer Stabbogenbrücke. Die Bieter wurden aufgefordert, neben dem Amtsentwurf einen Sondervorschlag zur Ausführung eines Netzwerkbogens anzubieten.

Der neue Überbau wurde als einfeldrige eingleisige Netzwerkbogenbrücke mit einer Stützweite von 132,60 m errichtet. Seine Bögen besitzen einen dichtgeschweißten Kastenquerschnitt mit einer veränderlichen Höhe von Bogenfußpunkt bis zum Portal 2, zwischen den inneren Portalen ist die Höhe konstant 700 mm. Die kreisförmigen Bögen sind nach Art eines Korbhenkelbogens nach innen geneigt (80° Neigung) und sind im Scheitelbereich miteinander verbunden. Der Bogenstich beträgt 19,00 m. Die 1700 mm hohen Versteifungsträger sind als I-förmige Schweißträger mit nach innen geneigten Stegblechen ausgebildet.

Der wesentliche Unterschied gegenüber dem klassischen Stabbogen besteht in der geänderten Hängergeometrie. Bei dem Netzwerkbogen werden Bogen und Zugband durch geneigte Hänger verbunden. Diese Hänger sind derart entgegengesetzt geneigt, dass sie sich untereinander mindestens zweimal kreuzen. Ihre Neigung in Bogenebene variiert zwischen 26° und 90°. Die Hängeranzahl ist mit 30 Hängern je Bogenebene verhältnismäßig hoch, sodass die Abstände zwischen den Hängeranschlüssen am Bogen und am Versteifungsträger wesentlich kleiner sind als bei der klassischen Stabbogenbrücke. Diese Netzgeometrie führt zu einer signifikanten Verringerung der Biegemomente in Bogen und Versteifungsträger und ermöglicht eine materialsparende Ausbildung dieser Bauteile. Damit sich die Hänger an den Kreuzungspunkten nicht berühren, erfolgt ihre Befestigung am Bogen in Querrichtung versetzt.

Zwischen den Versteifungsträgern befindet sich die orthotrope Fahrbahnplatte aus Fahrbahnblech, Längssteifen und Querträgern. Für die Querträger wurde ein konstanter Abstand gewählt. Das Fahrbahnblech wurde mit 6 Trapezblechsteifen versteift.

Die Errichtung erfolgte aus bautechnologischen Gründen ca. 18m neben dem Bestandsbauwerk, wobei eine Anpassung der Bahntrasse einschließlich der Neuerrichtung einer EÜ über die Landesstraße L24 notwendig wurde. Der Stahlüberbau wurde auf einer an der westlichen Seite des Mittellandkanals aufgeschütteten Montagefläche vormontiert. Der Längsverschub in die Endlage erfolgte mit Hilfe eines Pontons. Nach Inbetriebnahme des Ersatzbauwerks wurde die bestehende Eisenbahnbrücke zurückgebaut.

Beteiligte

Bauherr
Auftraggeber
Entwurf
Sondervorschlag
Tragwerksplanung
Statische Prüfung
Bauausführung in ARGE
Bauüberwachung
Verschub

Relevante Webseiten

Es sind derzeit keine relevanten Webseiten eingetragen.

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20059159
  • Erstellt am
    10.12.2010
  • Geändert am
    16.07.2017