• DE
  • EN
  • FR
  • Internationale Datenbank und Galerie für Ingenieurbauwerke

Anzeige

Teilen

Folgen

Eisenbahnüberführung Lehrter Bahnhof (II-IV)

Allgemeine Informationen

Andere Namen: Hochbahnviadukt Clara-Jaschke-Straße
Baubeginn: 1998
Fertigstellung: 1999
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Balkenbrücke
Funktion / Nutzung: Eisenbahnbrücke
Baustoff: Stahlbetonbrücke

Lage / Ort

Lage: , , ,
Adresse: Clara-Jaschke-Straße
Verbunden mit: Berlin Hauptbahnhof (2006)
Eisenbahnüberführung Emma-Herwegh-Straße
Eisenbahnüberführung Lehrter Bahnhof (I) (1999)
Lehrter Bahnhof (2006)
Lagebeschreibung:

Die Teilbereiche II bis IV der Eisenbahnüberführung befinden sich westlich des Berliner Hauptbahnhofes und tragen die Gleise der Berliner Stadtbahn (Streckennummern 6024 und 6109), die sowohl für die S-Bahn als auch den Regional- und Fernverkehr genutzt wird.

Koordinaten: 52° 31' 26.31" N    13° 21' 56.15" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Breite ca. 32 - 68 m
Höhe über Talgrund oder Wasser 10 - 15 m
Trägerhöhe 1.90 m
Längsneigung 0 %
Abschnitt II Gesamtlänge 123 m
Abschnitt III Gesamtlänge 93 m
Abschnitt IV Gesamtlänge 80 m
Pfeiler Durchmesser 660 mm

Lastannahmen

Verkehrslast UIC 71

Baustoffe

Fahrbahntafel Stahlbeton
Pfeiler Stahl

Produkte, Services & Berichte

Der Berliner Hauptbahnhof-Lehrter Bahnhof zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Architektur aus. Die offene Innenkonstruktion aus Stahl und G ...

[mehr]

Teilbereiche II bis IV der Eisenbahnüberführung Lehrter Bahnhof

Im Herzen Berlins wurden am neuen Hauptbahnhof im Jahre 1999 ca. 680 m Bahnbrücken in Hochlage neu erstellt. Die Eisenbahnüberführung Lehrter Bahnhof bildet dabei den längsten Abschnitt. Die westlichen Teilbereiche II bis IV liegen dabei westlich des Bahnhofsgebäudes, Teilbereich I verläuft durch das Gebäude. Auf der Ostseite schließen die Humboldhafenbrücke und die EÜ Alexanderufer an.

Ziel des stets in enger Zusammenarbeit mit von Gerkan ausgearbeiteten Entwurfs war es, auf die besondere Situation angemessen zu reagieren, indem für den gesamten Brückenzug einheitlich gestaltete Tragwerke mit möglichst geringer Bauhöhe und weitestgehend freier Durchsicht geschaffen wurden. Die geringe Höhe von nur 10 m über Gelände legte es nahe, enge Stützenabstände um 20 bis 25 m zu wählen, die für den durchlaufenden Überbau eine Bauhöhe von nur ca. 1,70 m erlaubten. Schlanke Stahlrohrstützen mit nur 660 mm Durchmesser sind mit dem Überbau fest verbunden und ermöglichen durch Verformbarkeit eine weitgehend lagerfreie Konstruktion. In den Brückenabschnittsmitten angeordnete aufgelöste Bremsböcke und Verbände an den Fugenstützen sorgen für die nötige Längs- bzw. Quersteifigkeit, sodass die Hochbahn trotz der größeren Stützenzahl ein Gefühl der Leichtigkeit vermittelt und die Durchsicht gut bleibt. Die Gesamtbreite der Teilbereiche II-IV liegt zwischen 32 m an den Anbindungsbereichen und 64 m am Bahnhofsgebäude.

Der sechsgleisige Brückenzug besteht bis auf die Anpassungsstücke aus zwei zweigleisigen Plattenbalkenbrücken und zwei eingleisigen Plattenbrücken, die durch Längsfugen voneinander getrennt sind. Er gliedert sich in sechs Teilabschnitte, die zur Vermeidung von Querversätzen am Gleis an jeder Abschnittsfuge mit Horizontalkraftkopplungen versehen sind.

Die Stege der Plattenbalkenbrücken sowie auch die sie tragenden Stahlrohrstützen folgen mittig den sich kontinuierlich zum Bahnhof hin aufweitenden Gleisachsen.

Alle Kragarme und die Flächen zwischen den Stegen sind korbbogenförmig ausgerundet, was zusammen mit der Grundrisskrümmung zwar eine anspruchsvolle Schaltechnik verlangte aber im Ergebnis eine sehr schön gestaltete Brückenuntersicht und -ansicht ergab.

Anzeige

Beteiligte

Auftraggeber
Entwurf
Tragwerksplanung
Beratung Architektur
Statische Prüfung
Bauausführung in ARGE
Stahlgußteile
Stahlhersteller

Relevante Webseiten

Es sind derzeit keine relevanten Webseiten eingetragen.

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20049143
  • Erstellt am
    26.11.2009
  • Geändert am
    11.04.2016