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Eisenbahnüberführung über den Aland

Allgemeine Informationen

Baubeginn: Mai 2008
Fertigstellung: Dezember 2008
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Lage / Ort

Lage: , , ,
Lagebeschreibung:

Die Brücke überführt die Bahnstrecke Stendal–Wittenberge (Streckennummer 6401) bei Streckenkilometer 45,909 über den Aland und Feldwege und liegt im Ortsteil Geestgottberg der Stadt Seehausen.

Koordinaten: 52° 56' 13.08" N    11° 44' 12.47" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Höhe ca. 4.7 m
Gesamtlänge 42.90 m
Spannweite 42.00 m
Überbaubreite 12.10 m
Horizontaler Krümmungsradius
Brückenfläche 508 m²
Längsneigung 0%
Kreuzungswinkel 100 gon (90°)
Fachwerkträger Höhe 5.10 m

Massen

Überbau Baustahl 330 t
Unterbauten Betonvolumen 500 m³
Betonstahl 50 t
Bewehrungsverhältnis 100 kg/m³

Lastannahmen

Entwurfsgeschwindigkeit 160 km/h
Verkehrslast Lastmodell 71
Bemessungsnorm DIN Fachbericht 101

Baustoffe

Fachwerkträger Stahl
Widerlager Stahlbeton

Zum Neubau der Eisenbahnüberführung über den Aland in Geestgottberg

Die Eisenbahnüberführung über den Aland befindet sich auf der zweigleisigen, elektrifizierten Strecke Stendal – Wittenberge zwischen dem Bahnhof Osterburg und der Abzweigstelle Geestgottberg. Die ehemaligen vierfeldrigen Blechträger-Brücken mussten aufgrund Ihres Zustandes durch einen Neubau ersetzt werden. Die Alandniederung ist zudem Bestandteil der Schutzgebiete Landschaftsschutzgebiet "Aland-Elbeniederung", dem Biosphärenreservat „Mittelelbe“ und des FFH-Gebiets „Aland-Elbeniederung nördlich Seehausen“. Dieses war bei der Umsetzung der Maßnahme zu berücksichtigen, so durfte auch der Durchflussquerschnitt des Aland nicht eingeschränkt werden.

Beschreibung des Bauwerks

Im Ergebnis einer Variantenuntersuchung wurde für den Ersatzneubau eine zweigleisige, einfeldrige Fachwerkbrücke entworfen. Die Fachwerkbrücke ergab sich als die günstigste Variante in Bezug auf die Kosten, Bauzeit, betriebliche Beeinflussung, Beeinträchtigung der Umwelt und Einordnung in die vorhandene Landschaft.

Der Überbau als besteht aus zwei parallelen Fachwerkscheiben in regelmäßigem Raster und mit einer Gesamthöhe von 5,10 m. Die Obergurte sind nicht quer verbunden. Zwischen den Untergurten des Fachwerks spannt eine stählerne Fahrbahnplatte, die aus einem 25 bis 35 mm dicken Fahrbahnblech und im Abstand von 70 cm angeordneten Stahlquerträgern besteht.

Ausführung

Die Unterbauten sind flach gegründet. Der darunter anstehende Baugrund wurde durch tiefreichende Bodenverbesserung ertüchtigt, für die eine Zustimmung im Einzelfall erwirkt werden musste. Durch den Wegfall der drei Stützen konnten die neuen Widerlager vor den vorhandenen Widerlagern bei Beibehaltung des erforderlichen Durchflussquerschnittes des Aland hergestellt werden. Die Herstellung der Widerlager erfolgte somit ohne Beeinflussung des laufenden Eisenbahnbetriebes unterhalb der vorhandenen Brücke.

Der Überbau wurde westlich des vorhandenen Bauwerks auf einer Montagehilfskonstruktion vormontiert und in einer Sperrpause in die endgültige Lage quer verschoben. Somit konnte die Behinderung des Bahnverkehrs auf ein Minimum reduziert werden.

 

Relevante Webseiten

Es sind derzeit keine relevanten Webseiten eingetragen.

Relevante Literatur

  • Janberg, Nicolas / Krontal, Ludolf (2014): Eisenbahnbrücken. Wilhelm Ernst & Sohn Verlag für Architektur & technische Wissenschaften GmbH & Co. KG, Berlin (Deutschland), ISBN 978-3-433-03097-4, S. 104.
  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20065941
  • Erstellt am
    04.02.2014
  • Geändert am
    03.03.2016
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