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Kindertagesstätte in Saargemünd

Allgemeine Informationen

Baubeginn: August 2009
Fertigstellung: Juni 2011
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Funktion / Nutzung: Kindertagesstätte
Baustoff: Betonbauwerk (Massivbauwerk)

Lage / Ort

Lage: , , ,
Adresse: Rue de l'Abbé Louis Verdet
Koordinaten: 49° 6' 14.15" N    7° 4' 59.10" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Bruttogeschossfläche (BGF) 1 350 m²

Kosten

Baukosten (ohne Steuern) Euro 2 438 017.82

Baustoffe

Fassade Ziegelstein
Wände Stahlbeton

"Die verzauberte Seifenblase" – Kindertagesstätte in Saargemünd, Frankreich

Von der Körperzelle zum Mutterleib

Das Projekt ahmt in seiner Gestaltung eine Körperzelle nach, sodass die Kinderräume analog einem Zellkern in der Mitte des Gebäudes zu finden sind, umringt von den Gärten wie Zytoplasma und einer alles eingrenzenden Wand, die als Zellmembran fungiert.

Ein großer Außenspielplatz wird durch die in Bogenlinien verlaufenden Wand generiert, die die äußeren Grenzen der Kita beschreibt. Der Eingang ist durch ein aus der Außenwand herauswachsendes Betongewölbe überdacht und erinnert an den mütterlichen Leib. Besucher werden in einen runden, zentralen Raum geführt, der durch einen überdachten Innenhof beleuchtet wird. Alle Gruppenräume führen radial von diesem Kern nach außen. Dieses Konzept des Übergangsraumes mit zentripetalem Umgang vermeidet den Effekt eines Korridors bzw. des Anfangs und Endes einer Bewegung. Die Spielräume sind daher wie ein Fächer in idealer Anordnung nach Süden hin orientiert, wo sich dann im Außenbereich der eigene Spielplatz befindet. Die kurvigen Linien der Wände und Decken unterstreichen den organischen Charakter und das Konzept des Mutterleibes, welches das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit sowohl den Kindern als auch den Eltern vermitteln soll.

Doppelter Maßstab

In den umgebenden Spielräumen ist die Deckenhöhe auf 2,10 Meter reduziert, um eine komfortable Spielumgebung für Babies und Kinder zu erzeugen. Um die Aufmerksamkeit auf diese Bereiche zu fokussieren, variieren die Deckenhöhen der umgebenen Räume auf eine Höhe von bis zu 4,20 Metern, sodass verschiedenste Räume und Volumina generiert werden. Durch diesen kontrastierenden Effekt werden die Bereiche mit tiefen Decken wie Schutznischen empfunden. Zenithale Öffnungen beleuchten den Umgang und die Kinderbereiche, sodass diese hell und natürlich beleuchteten, hohen Räume mit den weniger hellen Bereichen kontrastieren, wo die Decken auch tiefer sind. Der Übergang zwischen den verschiedenen Deckenhöhen erfolgt über glatte, gekrümmte Flächen, die verschiedenste Lichtreflexionen auf den Decken erzeugen.

Fragmentiertes Gebäude

Im Anbetracht der kindlichen Wahrnehmung des Gebäudes wurde diese von den Architekten als eine Ansammlung verschieden großer Boxen geformt, die zwischen Bambusbüschen das Tageslicht einsammeln. Diese Idee hat nicht nur einen ästhetischen Grund: Durch den geworfenen Schatten, schützt der Bambus die Vorderfronten des Gebäudes vor Überhitzung während die hutförmigen Boxen die Energieaufnahme je nach Jahreszeit regulieren.

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Beteiligte

Relevante Webseiten

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  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20077051
  • Erstellt am
    19.03.2019
  • Geändert am
    20.03.2019