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Reichstagsgebäude

Allgemeine Informationen

Andere Namen: Reichstag
Baubeginn: 9. Juni 1884
Fertigstellung: 5. Dezember 1894
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Kuppel
Funktion / Nutzung: Parlamentsgebäude

Lage / Ort

Lage: , , ,
Adresse: Platz der Republik 1
Koordinaten: 52° 31' 7.03" N    13° 22' 34.27" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Bau
Kuppel Höhe bis zur Kuppelmitte 75 m
Umbau
Bruttogeschossfläche (BGF) 61 166 m²
Kuppel Durchmesser 40 m
Höhe 23.5 m
Höhe zur Aussichtsplattform 59 m
Höhe zur Aussichtsplattform 40.7 m
Verglaste Oberfläche 3 000 m²
Höhe bis zur Kuppelmitte 47 m
Plenarsaal Höhe 25 m
Sitzplätze 669
Bruttogeschossfläche (BGF) ca. 1 200 m²

Massen

Kuppel Baustahl 800 t

Baustoffe

Kuppel Stahl

Chronologie

1. Juli 1884

Kaiser Wilhelm I. legt in einer feierlichen Zeremonie den Grundstein.

5. Dezember 1894

Der letzte Stein wird in einer feierlichen Zeremonie von Kaiser Wilhelm II. gelegt.

Ende 1916

Nachdem der Kaiser seinen Widerstand aufgibt, erhält das Gebäude die Inschrift "Dem Deutsche Volke".

9. November 1918, 14:00

Vom Gesims eines Fensters der Westfassade ruft der sozialdemokratische Abgeordnete Philipp Scheidemann die erste demokratische, parlamentarische und gesamtdeutsche Republik.

1920

Nach der Gründung der Weimarer Republik kehrt das Parlament nach den Wahlen wieder nach Berlin zurück.

27. Februar 1933

Das Gebäude brennt bei einem Feuer aus. Der Niederländer Marinus van der Lubbe wird für den Brand verantwortlich gemacht und verhaftet.

28. Februar 1933

Adolf Hitler erwirkt bei Reichspräsident Hindenburg den Erlass der "Reichstagsbrand-Verordnung", die politische Rechte in Deutschland weitgehendst außer Kraft setzt.

5. März 1933

Neuwahl des Reichstages.

23. März 1933

Gezwungen in der nahe liegenden Kroll-Oper zu tagen nimmt sich der Reichstag selbst die Macht und überträgt sie an Adolf Hitler. Der Reichstag wird zu einem Schauparlament für den Führer.

2. Mai 1945

Sowjetische Truppen nehmen das Gebäude ein.

1954

Die ursprüngliche Kuppel wird aus Sicherheitsgründen gesprengt.

1955

Der Bundestag beschließt den Wiederaufbau des Gebäudes.

1961
- 1972

Wiederaufbau des Reichstages durch Paul Baumgarten.

13. Juni 1961

Der Bau der Mauer zeigt in aller Deutlichkeit, dass das Gebäude gleich neben der Grenze zu Ostberlin liegt.

3. September 1971

Das Vier-Mächte-Abkommen ändert den Status von West-Berlin und verbietet dem Bundestag Plenarsitzungen dort abzuhalten.

1972

Der Wiederaufbau des Reichstagsgebäudes ohne Kuppel durch Paul Baumgarten ist vollendet. Das Gebäude wird für die Ausstellung "Fragen an die Deutsche Geschichte" bis 1994 genutzt.

20. Juni 1991

Der Deutsche Bundestag beschliesst wie in der Verfassung vorgesehen, den Sitz nach Berlin zu verlegen.

1992

Auslobung eines internationalen Wettbewerbes zum Umbau des Reichstagsgebäudes.

Juni 1993

Die Jury legt dem Bundestag drei Entwürfe zur Auswahl. Santiago Calatravas Entwurf sieht den Neubau einer gotisierenden Kuppel vor. Der Entwurf von Pi de Bruijn den Neubau eines Plenarsaales ausserhalb des Altbaus. Norman Fosters Vorschlag sieht den Bau eines "Tankstellendaches" vor, das den Plenarsaal überspannt, und alle Bundestagfunktionen im Altbau unterbringt. Der Bundestag entscheidet sich für Norman Fosters Entwurf. Bei der ersten Überarbeitung wird das Dach jedoch wieder mit einer Kuppel ersetzt.

1995
- 1999

Umbau des Gebäudes mit einer neu gestalteten Kuppel.

Juni 1995

Das Gebäude wird von Christo verhüllt.

April 1999

Der Deutsche Bundestag eröffnet das umgebaute Gebäude in einer feierlichen Sitzung.

23. Mai 1999

Die Bundesversammlung tagt im Reichstag, um den neuen Bundespräsidenten zu wählen.

September 1999

Der Umzug des Bundestags in das neue Gebäude ist vollzogen.

Bemerkungen

Der im Plenarsaal aufgehängte Bundesadler (auch als "fette Henne" bezeichnet) wiegt 2.5 Tonnen, ist 8.50 Meter breit, 6.80 Meter hoch. Er ist aus Aluminium gefertigt.

Der Umbau des Reichstages durch Norman Foster kostete umgerechnet 310 Millionen Euro.

Die neu Kuppel besteht aus 24 gebogenen Stahlrippen, die eine Glasfläche von ca. 3 000 m² trägt. Im Inneren der Kuppel befindet sich ein Lichttrichter (Lichtumlenkelement) mit 360 Spiegeln. Über zwei spiralförmige Rampen im Innern der Kuppel können Besucher auf die Dachterasse gelangen. Diese sind jeweils 230 Meter lang bestehend aus 18 Betonfertigteilen im Tartanbelag.

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Beteiligte

Bau (1884-1894)
Architektur
Tragwerksplanung
Umbau (1995-1999)
Bauherr
Architektur
Tragwerksplanung
Beratende Ingenieure
Statische Prüfung
Bauausführung
Bauausführung in ARGE
Stahlbau
Massivbau
Glasbau
Projektsteuerung
Bauphysik
Brandschutzkonzept
Beleuchtung
Fachplanung
Raumbuch
Wiederaufbau (1961-1972)
Architektur

Relevante Webseiten

Relevante Literatur

Weitere Veröffentlichungen...
  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20000601
  • Erstellt am
    21.01.2000
  • Geändert am
    24.01.2018