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Sitterviadukt

Allgemeine Informationen

Baubeginn: 1908
Fertigstellung: 1910
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Konstruktion: Vorlandbrücken:
Kreisbogenbrücke
Hauptöffnung:
Fachwerkbrücke mit obenliegender Fahrbahn
Funktion / Nutzung: Eisenbahnbrücke
Baustoff: Vorlandbrücken:
Mauerwerksbrücke
Hauptöffnung:
Stahlbrücke

Lage / Ort

Lage: , ,
, ,
Überquert:
  • Sitter
Koordinaten: 47° 24' 2.00" N    9° 19' 30.00" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

Hauptspannweite 120 m
Höhe 99 m
Länge ca. 380 m
Feldweiten 4 × 25 m - 120 m - 2 × 25 m - 5 × 12 m
Längsneigung 1.6 %
Fachwerkträger Tiefe 5.15 - 12.3 m

Massen

Baustahl 920 t
Pfeiler IV Naturstein 7 250 m³

Lastannahmen

Eigengewicht 8 t/m
Verkehrslast (Biegung) 4.2 t/m
Verkehrslast (Schub) 4.7 t/m
Bremslast (% der Verkehrslast) 1/6
Windlast (belastet) 100 kg/m²
Windlast (unbelastet) 150 kg/m²

Baustoffe

Bögen Mauerwerk

Chronologie

15. Juli 1910

Probebelastung der Brücke mit vier B 3/4 Lokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen mit einem Gewicht von je 87,7 Tonnen und einer Länge von 15,935 Metern. Es finden 21 Probefahrten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h statt. Auf dem 100 Meter hohen Steinpfeiler werden gleichzeitig die Schwingungen mithilfe eines Fränkelschen Schwingungszeichners gemessen. Dabei wurden Schwingungen quer zur Gleisachse von 1,5 mm und 2,5 mm längs dazu gemessen. Auch in Feldmitte des Hauptträgers betragen die Schwingungen maximal 2.5 mm bei 60 km/h. Die berechnete vertikale Verschiebung des Hauptträgers von 43,3 mm wird mit tatsächlichen 36 mm weit unterschritten und verschwindet bei Entlastung vollständig, sodass die Belastung rein elastisch erfolgt. Spannungsmessungen an verschiedenen Stellen ergeben gute Übereinstimmung zwischen theoretischen und tatsächlichen Werten.

1. Oktober 1910

Eröffnung der Bodensee-Toggenburgbahn als direkte Verbindung zwischen Romanshorn, am Übergang des Eisenbahnverkehrs nach Deutschland, und Sankt Gallen.

Bemerkungen

Der Sitterviadukt liegt nicht in einer Geraden. Auf der Seite Herisau schliesst an den eisernen Zwischenträger eine Kurve mit 350 m Radius an. Auf diser Seite schließen sich an den Mttelträger zwei steinerne Bögen zu 25 m und fünf Bögen zu 12 m an. Auf der Seite Haggen (St. Gallen) sind es in einem Radius von 1.000 m vier Bögen à 25 m. Der ganze 380 m lange und 99 m hohe Viadukt liegt in einer Steigung von 16 Promille. Alle Pfeilerfundamente konnten auf gewachsenem Fels abgesetzt werden. Der Sitterviadukt bei St.Gallen zählt zu den höchsten Normalspurbahnen in Europa.

Aufgrund der Höhe der Pfeiler IV und V wurden die anschließenden Gewölbe als dreigelenkige Bögen mit Granitgelenken ausgeführt. Ungewöhnlich ist in erster Linie der Montagevorgang des Hauptträgers, da dieser auf einem Hilfspfeiler von Feldmitte aus errichtet wurde. Dafür wurde ein 97 m hoher Gerüstturm aus Holz errichtet. So konnte der Hauptträger von der Mitte aus auskragend errichtet werden während gleichzeitig die angrenzenden Pfeiler und Gewölbe errichtet wurden.

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Beteiligte

Derzeit sind keine Informationen zu beteiligten Firmen oder Personen verfügbar.

Relevante Webseiten

Es sind derzeit keine relevanten Webseiten eingetragen.

Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20015919
  • Erstellt am
    01.04.2005
  • Geändert am
    27.11.2018