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Stadtlagerhaus

Allgemeine Informationen

Baubeginn: 1998
Fertigstellung: 2001
Status: in Nutzung

Bauweise / Bautyp

Funktion / Nutzung: ursprüngliche Nutzung:
Lagerhalle
momentane Nutzung:
Mehrfamilienhaus
Bürogebäude

Lage / Ort

Lage: ,
Adresse: Grosse Elbstraße 27
Koordinaten: 53° 32' 39.80" N    9° 57' 0.65" E
Koordinaten auf einer Karte anzeigen

Technische Daten

Abmessungen

umbauter Raum 67 000 m³
Gesamtgeschoßfläche 18 000 m²

Kosten

Baukosten Deutsche Mark 40 000 000

Baustoffe

Verblendung TECU® Patina

Produkte, Services & Berichte

In einem speziell entwickelten mechanisch-chemisch-thermischen Verfahren werden Mit TECU® Patina entfällt die Wartezeit bis die geneigte Kupferober ...

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Chronologie

1994

Planungsbeginn.

Juli 1998

Baubeginn.

Mai 2001

Fertigstellung.

Bemerkungen

Die Rückkehr der Stadt an die Elbe bildet die zentrale Vision der gegenwärtigen Städtebau- und Architekturdiskussion in Hamburg. Der Umbau des Stadtlagerhauses an der Großen Elbstraße 27 ist in diesem Zusammenhang der Auftakt für die Umgestaltung der verwaisten Kaianlagen westlich des Fischmarktes zu einem innerstädtischen Raum. Die im Mai 2001 abgeschlossenen Baumaßnahmen sind unter der Leitung des britisch-hanseatischen Büros Alsop & Störmer durchgeführt worden, den Gewinnern des 1994 ausgelobten Investorenwettbewerbs.

Die Architekten Jan Störmer und William Alsop kooperierten über viele Jahre in gemeinschaftlichen Büros in London und Hamburg. Der Bau des als "big blue" bezeichneten Regierungssitzes in Marseille (1990 - 1996) ist ein bekanntes Ergebnis dieser erfolgreichen Zusammenarbeit, ein weiteres die am 8. März 2000 eröffnete Peckham Library in London, die im gleichen Jahr mit dem Sterling Price ausgezeichnet wurde. Den aufmerksamkeitsstarken Auftritt dieses neuen Medienzentrums im Stadtteil Peckham betonte William Alsop in seinem Entwurf durch die Wahl einer Fassadenbekleidung aus grün vorpatinierten Kupfertafeln der Marke TECU® - ein Werkstoff, der jetzt auch beim Umbau des Stadtlagerhauses in Hamburg zum Einsatz kam.

Jan Störmer hat in der Hansestadt mit seinen klaren, prägnanten Entwürfen, die ein besonderes Gespür für Material, Form, Farbe und Licht erkennen lassen, bereits einige Akzente gesetzt. Das Staatsarchiv, der Schümann-Flügel des Museums für Kunst und Gewerbe und das Side-Hotel - mit einer dreißig Meter hohen, von dem New Yorker Regisseur Robert Wilson ausgeleuchteten Halle - sind imposante Beispiele seiner Arbeit.

Der 1724 angelegte und nach seiner ursprünglichen Art der Befestigung benannte Holzhafen diente einst als Umschlagplatz für Fisch und Getreide. Den Charme dieser alten Hafenanlage mit dem Erlebnis des Wohnens und Arbeitens zu verknüpfen, war die reizvolle Aufgabe, mit der sich die Architekten um Jan Störmer erfolgreich auseinandersetzten. Sie formten das Gebäudeensemble, bestehend aus dem Rest einer alten Hafenmühle und einem Kornspeicher, durch eine gekonnte Aufstockung zu einer Landmarke der städtischen Hafensilhouette.

Ein zweigeschossiger Glaskubus schiebt sich als neue Haupterschließung zwischen beide Bauteile. Das Speichergebäude beherbergt im Sockelgeschoss ein Restaurant mit großer Uferterrasse. Die fünf darüber liegenden Geschosse präsentieren sich als Ateliers. Ein dreigeschossiges, vor die Nordfassade gestelltes Foyer mit Aufzug stellt die Repräsentanz zur Straße her. Analog zu den traditionellen Ladebalkonen der alten Speichergebäude wurden blau verglaste Stahlbalkone vor die Fassade montiert. Die nach außen nur als rahmenloses Glaslamellensystem wahrzunehmende viergeschossige Aufstockung mit 28 Wohnungen gehobenen Standards sitzt bündig auf der Gesimskante der alten roten Speichermauern. Die Westfassade und der nördliche Erschließungskern sind mit einem Fassadensystem aus TECU®-Patina-Kupfertafeln in horizontaler Doppelstehfalzdeckung bekleidet. Der Werkstoff verbindet hier in Form eines gebäudehohen, patinagrünen Elementes dank seiner klassischen Materialität in moderner Ausführung das alte Speichergebäude mit der neuen gläsernen Aufstockung zu einer homogenen Einheit. Dem alten Silogebäude wurden südseitig über neun Etagen Lofts "implantiert", der übrige Raum dient als Parkhaus für 134 Fahrzeuge auf 17 Ebenen, das über ein mechanisches Parksystem erschlossen wird. Ein neu aufgesetztes, 12 Meter hohes Satteldach interpretiert einen in historischen Unterlagen wiederzufindenen wasserseitigen Giebel. Die ebenfalls mit TECU-Patina®-Tafeln in Doppelstehfalzdeckung gestaltete Dachfläche stellt durch Form und Material einen Bezug zu den Gebäuden der Hamburger Speicherstadt her. In Geometrie und Farbe klassisch, wird sie aufgrund ihrer "patchworkartigen" Struktur aus geschlossenen und verglasten Flächen und der streng prismatischen Ausbildung zu einem Element moderner Architektur.

Die zukünftige Nutzungsvielfalt des von Jan Störmer Architekten umgestalteten Gebäudes entspricht gleichermaßen der historischen Nutzung durch Wohnen, Lagern und Arbeiten wie einer urbanen Typologie. In Form und Materialität ist das neue Stadtlagerhaus als lebhaft patinagrüne Landmarke identitätsstiftend für die ältesten Hafenanlagen Hamburgs.

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Beteiligte

Bauherr
Architektur
Tragwerksplanung
Generalauftragnehmer
Gebäudetechnik (Planung)
Kupfer am Bau

Relevante Webseiten

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Relevante Literatur

  • Über diese
    Datenseite
  • Structure-ID
    20007616
  • Erstellt am
    07.01.2003
  • Geändert am
    21.04.2016