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Akzente im Berliner "Labels 2" durch Brandschutztüren

Mit dem "Labels 1" sollte in Berlin ein Modezentrum entstehen. Das Konzept, zahlreiche verschiedene Modemarken an einem Ort zu vereinen, erwies sich als äußerst erfolgreiche Strategie. Die acht Showrooms des ersten Gebäudes, für das ein Lager aus dem Jahr 1913 aufwändig saniert wurde, waren rasch an namhafte Modelabels vermietet. Auf fünf Geschossen stehen nun im "Labels 2" weitere 8500 m² für neue Showrooms zur Verfügung.

Gestalterisches Grundelement von "Labels 2" sind Sinusformen, die sich am augenfälligsten an der Fassade finden. Die vor die thermische Fassade gehängten Betonfertigteile nehmen die äußere Form des benachbarten "Labels 1" auf. Auf diese Weise zitieren HHF Architects aus der Schweiz die Form des benachbarten Bestands und stellen eine Verbindung zum städtischen Umfeld her. Das Thema wird auch an der Treppe in der Verteilerzone fortgesetzt. Im Grundriss weist auch die Wendeltreppe sinusförmige Aussparungen auf. Auch die stumpf einschlagenden Feuerschutztüren von Hörmann setzen Akzente. Das untere der fünf Stockwerke fungiert als Plaza und beheimatet eine Veranstaltungshalle, ein Restaurant und eine Lounge. In den vier oberen Stockwerken finden zahlreiche kleinere Shops Platz. Der Raum wird durch die tragenden Sichtbetonwände strukturiert, die von den typischen Sinuskurven unterbrochen werden. Dem industriellen Charakter des Baus folgend, wählte HHF bewusst Sichtbeton und verzichtete auf eine Verschalung der Leitungen sowie der Be- und Entlüftung. Leichtbauwände teilen die Geschossflächen für die Mieter weiter individuell auf. Erschlossen werden die Geschosse durch eine Verteilerzone mit einem Aufzug und einer markanten schwarzen Wendeltreppe im nordöstlichen Gebäudeteil.

Türen mit eigener Formensprache

Für die Türen in den Verteilerzonen, die das Treppenhaus brandgeschützt absichern, fand HHF eine eigene Formensprache. Im Erdgeschoss gab die Brandschutzplanung eine Rauchgasdruckanlage vor, für die im Erdgeschoss ein quadratisches Lüftungsgitter vorgesehen werden musste. Dieses Quadrat wurde in die Gestaltung der Verteilerzonen jedes Geschosses einbezogen und mit den drei Türen zu Treppenhaus, Sanitärbereich und Fahrstuhl zu einem Ensemble von Quadraten und Rechtecken vereint. Hauptanforderung des Büros an die Türelemente war – neben ihrer Feuerbeständigkeit (T30) – die optische Durchgängigkeit. Daher fiel die Wahl der Architekten auf STS-Türen von Hörmann. Ihr Türblatt ist stumpf einschlagend, ergibt also mit der Zarge eine bündige, optisch durchgängige Fläche. Die in die Zarge integrierten Obentürschließer reduzieren die aufsitzenden Teile weiter. Für den Türdrücker kam ein Kurzschild aus poliertem Edelstahl zum Einsatz. Blockzarge und Türen wurden in der Öffnung im Sichtbeton montiert und bauseitig wie die Fahrstuhltür in Anthrazit lackiert. Mit Hilfe der STS-Türen ergeben die drei Rechtecke zum Sanitärbereich, zum Treppenhaus und zum Fahrstuhl ein harmonisches Gesamtbild.

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Berlin-Friedrichshain, Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin, Deutschland (2010)

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3614
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016