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Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Führungslager

Führungen aus MSM® (MAURER Sliding Material) gab es bisher nur bei Kalottenlagern. Die neue allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) Z-16.9-463 ermöglicht nun den Einsatz des modernen Gleitwerkstoffs in allen Führungslagern. Damit erhöht sich die Lebensdauer dieser Lager auf das Fünffache, sie sind flexibler einsetzbar und die Festhaltekonstruktionen von Verformungslagern werden damit wirtschaftlicher. Maurer Söhne, der technologische Weltmarktführer bei Bauwerkschutzsystemen, ist mit der Erteilung der nationalen Zulassung erneut Vorreiter auf dem Gebiet der Brückenlager.

Der Gleitwerkstoff MSM® wurde 2003 patentiert und für den Einsatz in Kalottenlagern inklusive deren Führungen zugelassen. Mit seinen herausragenden Eigenschaften konnte sich MSM® seitdem am Markt etablieren. Kennzeichnend sind die gegenüber PTFE doppelte Druckaufnahme, 5-fache Gleitwegsumme, 7,5-fache Verschiebegeschwindigkeit und der erweiterte Temperaturbereich. Mit der AbZ Z-16.9-463 können diese Vorzüge nun bei allen Führungslagern genutzt werden. Das Ü-Zeichen kennzeichnet optisch das hohe technische und qualitative Niveau. Die AbZ Z-16.9-463 behandelt die in EN1337-8 geregelten Führungslager bei Ersatz von PTFE durch das Gleitmaterial MSM®. Dies bringt Vorteile bei Lebensdauer, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

5-fache Lebensdauer erhöht Wirtschaftlichkeit

MSM® in Führungslagern nach der neuen AbZ hat eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren; das bedeutet eine Verfünffachung der 10 Jahre, die für PTFE angenommen werden. MSM® erspart also i. d. R. das Auswechseln der Lager während der üblichen Brückenlebensdauer. Abgesehen von der Korrosionsschutzpflege sind MSM®-Lager wartungsfrei. Die neue Zulassung enthält zudem eine genaue Nutzungsdauerberechnung. Das ermöglicht fundierte Aussagen für die Budgetplanung des Bauwerks über die gesamte Lebensdauer, inklusive Vorhersage, ob und wann die Führungslager ausgewechselt werden müssen.

Doppelte Pressung

Im Vergleich zu PTFE kann MSM® doppelt so hohe Pressungen aufnehmen. Deshalb können MSM®-Führungslager kompakter und flacher konstruiert werden, was wiederum Kippmomente stark reduziert. Vergleichbar ist die Druckfestigkeit von MSM® mit dem in EN1337-2 geregelten CM1. Allerdings reagiert das inkompressible CM1 sehr sensibel auf Kantenpressungen, was bei MSM® kein Problem ist, und CM1 kann keine Verdrehungen aufnehmen – MSM® dagegen sehr wohl. Zudem sind die Belastungen auf das Bauwerk bei MSM® gering, wegen der gegenüber CM1 bis zu 65 % kleineren Reibung. MSM® ist von –50° bis +70°C für alle Klimazonen der Erde einsetzbar, von Sibirien bis nahe an den Äquator. PTFE ist von –35° bis +48° C limitiert.

Festhaltekonstruktionen an Verformungslagern

Ein spezielles Thema sind in Deutschland die Führungen von Verformungslagern. Üblicherweise wird der Gleitwerkstoff CM1 verwendet, der zwar kostengünstig angebracht werden kann, allerdings wegen seiner Inkompressibilität nur Verdrehungen um eine Hauptachse zulässt. Da aber an einem Bauwerk auch geringe Verdrehungen um die beiden anderen Hauptachsen auftreten, käme es zu unverträglichen Randspannungen im CM1, was mit teuren konstruktiven Maßnahmen vermieden werden muss. MSM®-Führungslager ersparen diesen Aufwand.

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    3487
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    19.05.2017