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Aufklappbare Hochwasserschutzwände

Die Fa. AquaFence mit Sitz in Düsseldorf bietet effektive und flexible Lösungen zum Hochwasserschutz mit erprobten und patentierten Technologien aus Norwegen. Die Technologie verbindet Sicherheit und Zuverlässigkeit mit technischem Selbstverständnis und Einfachheit. AquaFence nutzt die physischen Kräfte des Wassers zum Stabilisieren und Abdichten. Dabei werden die Hochwasserschutzelemente ohne Werkzeug durch Klemmvorrichtungen miteinander verbunden.

6 bis 8 Personen können innerhalb 1 Stunde ca. 100 m des "AquaFence SEMI" - semi-permanente aufklappbare 120 cm hohe Hochwasserschutzwände - aufbauen. Das System ist gleichfalls mobil und semi-mobil. Bei regelmäßig wiederkehrendem und lang andauerndem Hochwasser sowie bei zu weichem Untergrund für eine höhere Sicherheit empfiehlt sich AquaFence in der semi-mobilen Version.

Die Hochwasserschutzwände lassen sich bei Hochwassergefahr an einbetonierten Klemmschienen oder Haken befestigen. Die Befestigung, eine im Boden eingelassene Membran, sowie eine weitere Dichtung zwischen den Wänden und dem Fundament verhindern im Hochwasserfall Unterspülen und Verrutschen oder Kippen, z. B. durch Strömung, Wellen oder Wind. Das Hochwasser selbst stabilisiert letztendlich die Hochwasserschutzkonstruktion. Neu ist jetzt, dass das System in zwei Varianten mobil eingesetzt werden kann:

  1. Die AquaFence-Standardelemente können mit einer zusätzlichen austauschbaren Dichtung und besonderen Erdschrauben mobil auf weichem Untergrund eingesetzt werden.
  2. Bei festem Untergrund kann AquaFence ohne Fundament direkt mit dem Boden verschraubt werden. So eignet sich AquaFence als mobiles System auch im Katastrophenfall.

Seitenadapter und Eckelemente ermöglichen dichten Wandverschluss

AquaFence-Wände bestehen aus 15 mm dickem und querverleimten beschichteten Bootsbausperrholz. Dieses Material ist 100-prozentig wasserabweisend, findet Anwendung z. B. im Bauwesen und hat sich durch seine Robustheit, Temperaturresistenz und positiven Umwelteigenschaften bewiesen.

AquaFence ist bestrebt, das System sicher und einfach in der Handhabung zu gestalten. So sind alle notwendigen Komponenten, wie Dichtungen, Stabilisierungsstangen etc. immer mit den eingeklappten Elementen fest verbunden. Darüber hinaus ist das System selbsterklärend. Auch hinsichtlich der Logistik bietet es durchdachte Lösungen, die einen schnellen und sicheren Aufbau des Systems auch über längere Strecken sicherstellen. Hebewerkzeuge, Krananhänger und einen Untergrundschutz beim Befahren von weichem Untergrund (z. B. Deichkronen) sind Hilfsvorrichtungen, die den Einsatz sicher machen.

Aufgebaut wird AquaFence, indem die Elemente zusammengeklappt nebeneinander gelegt werden, die obere Wand aufgerichtet wird und die Elemente mit Aluminiumstützen in vorgesehene Aufnahmen eingerastet werden. Mit einem extrem reißfesten PVC-Material und Klemmleisten werden die Elemente miteinander verbunden und mit einer Klemmvorrichtung fixiert. Alle Elemente lassen sich in einem Radius von bis zu 5° miteinander verbinden, sodass größere Kurven ohne spezielle Kurven- oder Eckelemente aufgebaut werden können.

Gegen Schwimmgut wird bei Bedarf ein Schild aus reißfester PVC-Folie in die Elemente vor die Aluminiumstützen gespannt. Dieser Schild nutzt das dahinter befindliche Wasser als Stoßdämpfer und verhindert so, dass schwimmende Objekte die Elemente beschädigen. Ein Standardelement ersetzt 900 Sandsäcke und ist dabei sicher und dicht. Eine Weiterentwicklung des Systems bietet einen Hochwasserschutz von 1,80 m Höhe, z. B. zum Schließen von Toreinfahrten.

Vielseitig einsetzbares System

AquaFence lässt sich hierbei als mobiler Hochwasserschutz für regelmäßig wiederkehrende Hochwasser, aber auch als Objektschutz und Katastrophenschutzhilfsmittel bzw. Sandsackersatzsystem einsetzen. Ziel ist der Schutz von Leben und Werten. Das System ist vielseitig einsetzbar - sowohl in der unmittelbaren Hochwasserverteidigung als auch als 2. Verteidigungslinie oder Deicherhöhung. Kunden sind öffentliche Einrichtungen, Städte und Gemeinden, Kläranlagen, aber auch Industrie und Gewerbe zum Schutz von Produktions- und Lagergebäuden und private Kunden. Die Projekte reichen von wenigen Metern als Torverschluß bis zu mehreren Kilometern als Deicherhöhung oder entlang von Flüssen oder Seen. Da die technischen Halterungen des Systems auf der Wasserseite liegen, ist die Gefahr von Vandalismus nahezu ausgeschlossen. Das System verfügt über einen Sicherheitsfaktor von 3, d. h. das System hält dem dreifachen Wasserdruck eines Hochwassers stand. Die zusammengeklappten Elemente lassen sich z.B. in Containern einfach lagern und transportieren.

AquaFence hat Projekte in ganz Europa und den USA realisiert. Derzeit komplettiert AquaFence sein Distributions-Netzwerk in Deutschland und Europa. Die Produktionsstätte mit einer Kapazität von bis zu 72 km/Jahr und das Zentrum für Forschung und Entwicklung befinden sich in Rakkestadt (Südost-Norwegen). AquaFence arbeitet eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Norwegen und Deutschland zusammen, z. B. mit der TU Hamburg Harburg. Bei einer Vergleichsvorführung in den USA mit einem Pool aus Sandsäcken und vier integrierten AquaFence-Elementen zeigte sich, dass die von Experten aufgebauten Sandsäcke auch mit eingebauter Folie viel Wasser durchsickern ließen, während die integrierten AquaFence-Elemente dicht waren.

Neben Referenzen führt AquaFence das Hochwasserschutzsystem regelmäßig in einem Wildwasserfluss in Tees Barrage in Nordost-England vor. Der Fluss wird durch die Flut der Nordsee gespeist und als Wildwasserbahn für Kajaks genutzt. AquaFence schützt einen Bereich und dichtet zwei Inselgruppen ab. Das Wasser strömt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 13 m3/sec an den Hochwasserschutz. Eine weitere Demonstration findet direkt in der Strömung statt, wo die Hochwasserschutzelemente quer in die Eingangsströmung installiert wurden. Der Wasserdruck entspricht ca. 2 t.

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Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6359
  • Erstellt am
    24.06.2013
  • Geändert am
    24.09.2014