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Beitrag zur Blickbeziehung

Ende 2012 soll sie nun für den Verkehr freigegeben werden, die Waldschlösschenbrücke. Ihr Namensgeber ist nicht nur das Brückenbauwerk, sondern ein ganzer Verkehrszug aus etwa 4,5 km vorhandenen, an die Stahlverbundkonstruktion anzubindenden Straßen. Ihre Gesamtlänge beträgt etwa 635 m. Zwei Stahlbögen sind das zentrale Gestaltungsmerkmal. Mit einer Spannweite von 148 m erheben sie sich ca. 26 m über die Elbe. Sie tragen den mittleren Teil der Brücke, deren eigentliche Länge die durch v-förmige Doppelfeiler markierten Vorlandbrücken ausmachen. Hier im Elbtal, unterhalb des Waldschlösschens, wird die Straßenbrücke den Osten und den Süden Dresdens mit dem Norden der Stadt verbinden. PERI plante und liefert die Schalung für den Überbau der Stahlverbundbrücke und überzeugt das Baustellenteam mit einer einfach anzuwendenden und vor allem wirtschaftlichen Lösung.

Die Brücke wurde bewusst so tief wie möglich geplant, um die Blickbeziehung zwischen Pavillon auf der Bautzner Straße und dem Stadtzentrum nicht zu stören. Zudem wurden Bogen sowie Bogenfüße besonders schlank geplant. Ihr Regelquerschnitt weist im Bogenbereich rund 28 m Gesamtbreite auf. Zwischen den beiden stählernen Bögen entstehen auf einer ca.14 m breiten Fahrbahnplatte vier Fahrspuren, außerhalb kragen Fuß- und Radwege jeweils 4,45 m weit aus.

Systembauteile

Die maßgeschneiderte Schalungslösung für den Überbau entwickelten die PERI Ingenieure auf Basis des Ingenieurbaukastens VARIOKIT. Mit den standardisierten, mietbaren Systembauteilen und baugerechten Verbindungsmitteln des Baukastens lassen sich Brückenbauten kostengünstig herstellen und den jeweiligen Baustellenerfordernissen optimal anpassen. Wesentliche Systembauteile für die in Dresden eingesetzte, am Stahlbau abgehängte Gespärrekonstruktion sind SRU Stahlriegel und SLS Schwerlastspindeln. Die Aufhängepunkte für die gebildeten Schalungseinheiten wurden vor der Fertigung des Stahlbaus geplant. Die bewährten, besonders tragfähigen und biegesteifen GT 24 Holzgitterträger leiten die Lasten in die Gespärre ab und erlauben große Spannweiten bei minimalen Durchbiegungen. Sämtliche für die Gespärreausbildung eingesetzten Systembauteile sind mietbar, sodass die projektspezifische Lösung sehr wirtschaftlich ist.

Zügiger Baufortschritt, hoher Einsatzgrad

Um Verformungen zu minimieren, wurden für die Fahrbahnplatte und die Auskragungen insgesamt 21 Betonierabschnitte festgelegt. Trotz der geometrischen Veränderung der Brückenkonstruktion kann mit nur zwei Regelgespärren geschalt werden: Die Länge der Einheiten wurde dazu derart geplant, dass diese für die Herstellung der Teilstücke einfach auf verschiedene Weise kombiniert werden. Die vor Ort von der ARGE Ingenieurbau Waldschlösschenbrücke montierten Gespärreeinheiten werden somit nahezu über den gesamten Brückenzug eingesetzt.

Durch den vielfachen Einsatz der Gespärreeinheiten und die Nutzung des Baukastensystems VARIOKIT geht es ohne Umbauarbeiten von einem Betonierabschnitt zum nächsten. Die Gespärre sind zudem relativ leicht, sie lassen sich schnell und unkompliziert bewegen und handhaben. Dank der einfachen und anwenderfreundlichen Konstruktion arbeitete sich das Baustellenteam sehr schnell in die Arbeitsabläufe ein. Der hohe Nutzungsgrad des Materials und die einfache Anwendung machen die Schalungslösung folglich sehr kosteneffizient.

Zubringertunnel Waldschlösschenbrücke

Auch die Schalungslösung für den Zubringertunnel zur Waldschlösschenbrücke basierte auf mietbaren VARIOKIT Systemteilen. Die Platzverhältnisse erforderten für den zweizelligen Haupt- sowie den einzelligen Nebentunnel mit gevoutetem Rechteckquerschnitt eine einhäuptige Schalungslösung, Wände und Decke wurden in einem Guss hergestellt. Eine horizontale Aussteifung mit HD 200 Schwerlaststützen diente dem Lastabtrag während des Betonierens.

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Dresden, Sachsen, Deutschland (2013)

Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6055
  • Erstellt am
    09.10.2012
  • Geändert am
    11.12.2014