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Besichtigungswagen für die Rheinbrücke Leverkusen

Die Rheinbrücke Leverkusen wurde in der ersten Hälfte der 1960er Jahre errichtet. Sie ist 690 m lang und als Schrägseilbrücke mit zwei Pylonen konstruiert. Das Bauwerk trägt mit einer Nutzbreite von ca. 37 m die sechs Fahrspuren der Autobahn BAB 1 sowie beidseitig einen Rad- und Fußweg.

Inzwischen stößt die Leverkusener Rheinbrücke an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und weist in allen Bereichen erhebliche Schäden auf. Ende des Jahres 2012 musste das Bauwerk drei Monate lang für Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt werden, weil Risse an den Trägern festgestellt wurden. Nach der Entdeckung war zunächst unklar, ob die Schäden an dem stark frequentierten Brückenbauwerk überhaupt reparabel sind. Im Schutze der Sperrung wurden die schwerwiegendsten Schäden behoben. An mehreren ausgewählten Stellen wurden "Monitorsysteme" angebracht, die kleinste Veränderungen des Bauwerkes erfassen können. Darüber hinaus steht das Bauwerk unter permanenter Beobachtung durch Brückenfachleute. Seit Mai 2013 stehen auf der Rheinbrücke Leverkusen wieder sechs Fahrstreifen zur Verfügung. Das Tempo bleibt auf 60 km/h begrenzt; für den Schwerverkehr ab 44 t bleibt die Brücke gesperrt.

Brückenbesichtigungswagen Rheinbrücke Leverkusen

Die Firma Teupe erhielt den Auftrag für die Konstruktion von zwei Brückenbesichtigungswagen. Der Auftragsumfang umfasste alle Arbeiten von der Anfertigung der Ausführungszeichnungen im technischen Büro Teupe über die Erbringung aller geprüften statischen Nachweise einschließlich Baumusterprüfung bis hin zur Fertigung, Lieferung und Montage der beiden Brückenbesichtigungswagen. Für die Ausführung von Befundungs- und Wartungsarbeiten sind beide Besichtigungswagen an der kompletten Brückenunterseite horizontal und vertikal verfahrbar.

Ausführung Brückenbesichtigungswagen

Der Brückenbesichtigungswagen fährt über Schienen unter dem Hohlkasten der Brücke. Die Schienen nehmen die Lasten des Besichtigungswagens auf. Diese werden jeweils über zwei Fahrwerke an der oberen Fahrschiene und an der unteren Fahrschiene in die Schienen eingeleitet.

Die Fahrwerke für die obere Fahrschiene sind über eine Spindel mit der Fahrbühne verbunden. Dadurch wird die vorhandene Höhendifferenz zwischen der unteren und oberen Fahrschiene ausgeglichen.

Die Anlagen sind elektrisch steuerbar und über jeweils einen auf dem Brückenbesichtigungswagen installierten Stromerzeuger autark. Die untere Bühne hängt an vier Fahrwerken in der oberen Bühne. Zwei dieser Fahrwerke werden über eine Haspelkette bewegt. Die obere Schiebebühne kann von Hand verschoben werden und mit einem Klemmhebel arretiert werden. Dies gilt auch für das Podest auf der Hauptbühne. Die Brückenbesichtigungswagen haben jeweils vier Arbeitsebenen.

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Referenzen

Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa - Leverkusen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (1965)

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    Datenseite
  • Product-ID
    7225
  • Erstellt am
    03.12.2014
  • Geändert am
    09.03.2017