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Beton für Hochsicherheitslaborkomplex

Auf dem Gelände des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Ostseeinsel Riems steht die größte zivile Hochbaumaßnahme des Bundes in den neuen Ländern kurz vor der Fertigstellung. Dieser Neubau macht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zu einem der bedeutendsten Tiergesundheitsinstitute der Welt.

Auf der kleinen Insel Riems nördlich von Greifswald wird zurzeit auf einer Fläche von ca. 80000 m² ein Hochsicherheitskomplex für Tierkrankheitsforschung mit 89 Laboren und 163 Spezialtierställen eingerichtet, der die bestehenden Institutsgebäude ergänzt. Das neu hergestellte Raumvolumen beträgt 300000 m³. Die CEMEX Deutschland AG produzierte seit 2008 gemeinsam mit einem Lieferpartner für die Rohbauten der Labore und Stalleinheiten ca. 50000 m³ Transportbeton. Die zwei Hauptgebäude des Komplexes sind 230 und 210 m lang, haben ein bzw. zwei unterirdische und je drei oberirdische Geschosse.

Die konstruktive Besonderheit liegt darin, dass wir die Labore und Stallungen als ein Gesamtsicherheitssystem, ein Box-in-Box-Containment-System, aufbauen", erläutert Peter Lobsiger, Geschäftsführer des Generalplaners Insel Riems, einer Arge aus Itten+Brechbühl AG und Rauh-Damm-Stiller-Partner Planungsgesellschaft mbH. Da alle Räume innerhalb des Containments gasundurchlässig sein müssen, erhielten alle Betonflächen eine Epoxydharzbeschichtung. Auftraggeber der Transportbeton-Liefergemeinschaft war die Arge Rohbau FLI Insel Riems, besetzt mit der Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH NL Rostock, der Ed. Züblin AG Bereich Hamburg/MV und bsb Bau Malchin. Die CEMEX-Werke Greifswald und Groß Lüdershagen bei Stralsund produzierten die Hälfte des Liefervolumens. Zur Anwendung kamen Betone in Festigkeitsklassen bis C35/45. Einige der Wände in den Laborgebäuden führte die Arge aus gestalterischen Gründen als Sichtbeton aus.

Beide Lieferpartner verwendeten in ihren Rezepturen ausschließlich Zemente aus dem Werk Rüdersdorf der CEMEX Ost-Zement GmbH, überwiegend einen CEM III/A. Die Transportbeton-Arge übernahm auch die Betonförderung und stellte Autobetonpumpen mit Masthöhen von bis zu 52 Metern. Während der Gründungsarbeiten und bei größeren Deckenabschnitten forderte die Rohbau-Arge Stundenleistungen von 120 m³ – dann produzierten zwei Transportbetonwerke in Stralsund und zwei in Greifswald für die Großbaustelle auf dem Gelände des FLI. Friedhelm Meyer, kaufmännischer Geschäftsführer der Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH NL Rostock: "Die Bauüberwachung war bei diesem Objekt besonders strikt und umfangreich. Jede Bewehrungslage, jedes Einbauteil wurden von dem Betoneinbau geprüft. Der Rohbau muss wegen der späteren Funktion des Gebäudes höchste Standards erfüllen." Als Bundesforschungsinstitut und selbstständige Bundesoberbehörde gehört das Institut zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ab 2012 werden Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen auf Riems verschiedenste Tierkrankheiten erforschen, etwa das Nipah-Virus, das Hendra-Virus, das Krim-Kongo- Fieber, das West-Nil-Virus und die Vogelgrippe. Die Aufgabe des Friedrich-Loeffler-Instituts ist es zum einen, die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere zu verbessern, und zum anderen den Menschen vor Zoonosen zu schützen, d. h. von Tieren auf den Menschen übertragbaren Infektionen.

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    3390
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    13.12.2016