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Chenab-Brücke in Indien wird höchste Eisenbahnbrücke der Welt

Reisen war in der Gebirgsregion Jammu und Kashmir im Norden Indiens schon immer schwierig. Um die Reisezeiten erheblich zu verkürzen, beschloss die indische Regierung daher den Bau einer neuen, 345 km langen Eisenbahnstrecke von Jammu nach Baramulla. Zum Projekt gehört eine neue Eisenbahnbrücke über den Chenab-Fluss in der Nähe der Ortschaft Katra.

Die 1.315 m lange Brücke, deren 469 m lange Hauptspannweite eine Höhe von 359 m über dem Fluss erreichen wird, wird die höchste Eisenbahnbrücke der Welt sein. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant.

Chenab-Brücke für 120 Jahre Lebensdauer entworfen

Da die Chenab-Brücke für eine Lebensdauer von 120 Jahren konzipiert ist, benötigte der Generalunternehmer ein bewährtes, zuverlässiges System zur Stabilisierung der gewaltigen Hänge des Chenab-Tales, deren Neigungswinkel zwischen 43° und 77° liegen. Zudem musste das eingesetzte System erdbebensicher sein. DSI schlug ein doppelt korrosionsgeschütztes Stabankersystem aus Stäben der Güte WR vor.

Herstellung der Anker in einer Feldfabrik direkt vor Ort

Angesichts der Tatsache, dass die Baustelle in einem der schwierigsten und entlegensten Gebiete Indiens liegt, beschloss DSI zusammen mit ihren Partnern, die Anker in einer Feldfabrik direkt vor Ort zu produzieren, um höchstmögliche Qualität zu garantieren. So kann der dauerhafte Korrosionsschutz in unmittelbarer Nähe der Baustelle auf die Systeme aufgebracht werden und wird nicht während des langen Transports auf der Straße beschädigt.

Bisher wurden bereits über 10.000 lfm Stäbe geliefert. Alle Systeme wurden in verschiedenen Längen inklusive Ankerplatten, Ankerkappen, Muttern, Hüllrohrsystemen und Korrosionsschutzmasse geliefert. Zudem setzte man zur Lastüberwachung das DYNA Force®-System für die erste geotechnische Anwendung in Indien ein. Die Hangsicherung erfolgte in Lagen von 3 bis 5 m von oben nach unten. Nach dem Aushub der jeweiligen Abschnitte wurden die Bohrlöcher für die Felsanker erstellt. Die Anker wurden installiert und im Anschluss an die Spannarbeiten mit Zementmörtel injiziert. Zur zusätzlichen Stabilisierung der Hänge brachte man abschließend Spritzbeton mit Stahlfaserverstärkung auf.

Neben der Lieferung der Felsanker beinhalteten die Leistungen von DSI und dem indischen Partnerunternehmen auch die Überwachung der Produktion vor Ort, die Installation und die Spannarbeiten an den Stabankern.

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Referenzen

Jammu and Kashmir, Indien (2018)

Bauwerkskategorien

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7505
  • Erstellt am
    13.06.2017
  • Geändert am
    13.06.2017