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City-Tunnel Leipzig: Schalung für die Treppenhäuser

Das wohl umfangreichste innerstädtische Infrastrukturprojekt Deutschlands geht kontinuierlich und mit Hochdruck seiner Vollendung und Inbetriebnahme im Jahr 2013 entgegen. Dann wird der ca. 4 km lange City-Tunnel fertig gestellt sein und die Stationen Bayerischer Bahnhof im Süden und Hauptbahnhof im Norden Leipzigs verbinden. Damit schließt sich die ärgerliche Lücke im Schienennetz, der Verkehr wird entlastet und eine günstigere, regionale Anbindung entsteht.

Die Treppenhausanlagen Süd und Nord am Bayerischen Bahnhof wurden inzwischen im Rohbau fertiggestellt. Die Ausführungsplanung der 22,9 m langen, 9,9 m breiten und 21,2 m hohen Treppenhäuser oblag dem Architekturbüro Prof. Peter Kulka. Es schrieb für die exponierten Wand- und Seitenbereiche "homogene, planebene, strukturlose und porenfreie Oberflächen mit geordneten Stößen" aus. Mit der Anforderungsklasse GB S für sichtbar bleibende, geschalte Betonflächen, der Schalungsklasse SchK 03 für erhöhte Schalungsanforderungen, jedoch ohne zulässige Rahmenabdrücke, stellten Planer und Architekten allerhöchste Sichtbeton-Ansprüche. Mit den Planern, Betontechnologen und den Schalungsfachleuten suchte die Arge Citytunnel nach der optimalen Lösung, erarbeitete detaillierte Sichtbeton-, Schalungs- und Zuschnittspläne und ließ im Vorfeld die zur Festlegung der Betonqualitäten notwendigen Musterflächen im Maßstab 1:1 (mock ups) erstellen. Dabei kam die von dem Westag-Fachberater in den Entscheidungsprozess eingebrachte Schalhaut Phenox NFO zur Anwendung. Der überwiegende Teil der Bauteile entstand mit Sonderschalung wie beispielsweise der Top 50-Trägerschalung, belegt mit den von hinten verschraubten NFO-Schalungsplatten der Westag für die Sichtbetonbereiche. Bei der Deutschen Doka, Niederlassung Leipzig, wurden die Schaltafeln der Treppenhauswände mit den Abmessungen 0,83 m ∞ 1,98 m bis 1,40 m ∞ 2,9 m vorgefertigt, wobei schlussendlich auf diesen als Schalhaut die Phenox zum Einsatz kam. Eine neuartige Filmbeschichtung bildet die Oberfläche der NFO-Holzwerkstoffplatte und ergibt den beabsichtigten Nano-Effekt, der es ermöglicht, ohne Schalöl bzw. Trennmittel zu betonieren.

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  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016