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Dachsanierung mit Zusatznutzen

Bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft eG in Rüsselsheim stehen Substanzerhaltung und Qualitätsverbesserung im Fokus der Aktivitäten, die um Projekte wie z. B. zum betreuten Wohnen ergänzt werden. Zur Substanzverbesserung tragen auch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen bei, die in zwei Bauabschnitten an zwei Wohnungsbauten der Gemeinnützigen Baugenossenschaft eG in der Thüringer Straße in Rüsselsheim durchgeführt wurden.

Im Rahmen der energetischen Sanierung wurden vor allem die Fassaden gedämmt und die obersten Geschossdecken den gestiegenen Anforderungen an den konstruktiven Wärmeschutz der Energieeinsparverordnung (EnEV) angepasst. Zum ökologischen Gesamtkonzept gehört auch die Neueindeckung der Dachflächen mit der Frankfurter Pfanne Titano/x von Braas. Zur Erhöhung der Regensicherheit der Dachdeckung kam eine Unterspannung mit der Braas Divoroll Pro zum Einsatz. Diese bewährte wirtschaftliche Unterdeckbahn kann als Unterspannung und auf formstabiler Dämmung eingesetzt werden. Hochdiffusionsoffen und 3-lagig, hat sich diese Bahn seit mehreren Jahren in Deutschland etabliert. Sie entspricht den Produktdatenblättern des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) in Klasse UDB-B bzw. USB-A mit Eignung für Behelfsdeckungen. So ist die neue Wärmedämmung auf der obersten Geschossdecke bis zur Fertigstellung der Dacharbeiten geschützt. Im Dachsystem kamen auch Elemente zur sicheren Dachbegehung zum Einsatz. Alle Kamine müssen zur Wartung durch den Schornsteinfeger mit sicheren Zuwegen und Arbeitsplätzen ausgestattet sein. Im Vordergrund der Anforderungsprofile stand aber die nachhaltige und anerkannte Lebensdauer von Dachbaustoffen. Dabei ge¬hört das Dach zu den Bauteilen mit den größten Beanspruchungen durch Wind und Wetter. Langfristige Funktionssicherheit ist gefordert. Eine Entscheidung für die Frankfurter Pfanne Titano/x wurde von den Beteiligten nicht nur aus Gründen der Wirtschaftlichkeit getroffen, entscheidend war auch, dass diese Dachpfanne sich durch hervorragende Langlebigkeit, eine gute Ökobilanz sowie weitestgehende Wartungsfreiheit auszeichnet.

Ökobilanzieller Vergleich

In einem ökobilanziellen Vergleich hat das Öko-Institut in Freiburg im Auftrag von Braas Dachsteine aus Beton und Dachziegel aus Ton verglichen. Es wurden die Umweltbelastungen über den gesamten Entstehungsweg der Produkte in Bezug auf alle wichtigen potenziellen Schadwirkungen in Luft, Wasser und Boden zwischen Dachsteinen und Dachziegeln erfasst, analysiert und bewertet. Im Ergebnis der einzelnen Wirkungskategorien liegen die meisten Werte für Dachsteine bei nur 45 % im Vergleich zu Dachziegeln. Insgesamt kann aus Sicht des Öko-Instituts der Schluss gezogen werden, dass Dachsteine aus Umweltsicht Dachziegeln vorzuziehen seien.

Hohe Lebensdauer

Die hervorragende Qualität der Dachbaustoffe erkennen Bauherren auch an den garantierten Eigenschaften. Seit über 50 Jahren hat der führende Hersteller Braas Erfahrung mit Dach-Steinen und gewährt seither auf seine Dachsteine eine 30-jährige Materialgarantie sowie eine Zusatzgarantie auf Frostbeständigkeit gemäß Urkunde, denn es hat sich gezeigt, dass viele Dächer, die mit Dachsteinen aus der ersten Generation der Nachkriegszeit in den unterschiedlichsten Klimaregionen gedeckt sind, auch heute noch ihre volle Schutzfunktion unter Beweis stellen. Dachsteine haben sich bewährt und werden noch besser: Seit An¬fang 2009 achtet Braas verstärkt darauf, dass die Festigkeit noch um 25 % höher ist als die DINplus-Anforderungen, die bereits über den Mindestanforderungen der DIN liegen. Somit liegt die zu erwartende Mindestlebensdauer von Dachsteinen bei 80 bis 100 Jahren. Dieser Wert kann auch für sogenannte Lebenszyklusbetrachtungen im Rahmen von Bewertungen der Wirtschaftlichkeit sowie der Ökobilanz einer Immobilie verwendet werden. Dabei haben moderne Dach-Steine mit den alten "Zementziegeln", die auch heute noch vielfach ihren Dienst leisten, nichts mehr zu tun. Neben den Verbesserungen zur Festigkeit wurden auch die Oberflächen optimiert.

Umweltaktive Oberflächen

Bei der Beratung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft hat sich das beauftragte Dachdeckerunternehmen, die Fa. Schmidt GmbH Dachdeckerfachbetrieb, für eine innovative Dachstein-Oberfläche mit umweltaktiven Eigenschaften entschieden. Diese Dachstein-Oberfläche wirkt photokatalytisch und kann gefährliche Stickoxide abbauen und so einen Beitrag zur Luftreinhaltung leisten. Die Technik beruht auf den besonderen Eigenschaften des Minerals Titandioxid, welches mit Hilfe von Sonnenstrahlen schädliche Stickoxide aus der Luft reduziert. Dabei wirkt Titandioxid als Katalysator, d. h. es nutzt sich nicht ab. Das Titandioxid ist in eine mineralische Matrix eingebunden und hat neben den photokatalytischen Wirkungen auch selbstreinigende Effekte. So werden organische Substanze wie Algen und Flechten, die häufig auf Dachflächen anzutreffen sind, zersetzt und ihre Bestandteile mit dem Regen abgewaschen. Die neuen Dachflächen haben eine Größe von ca. 1200 m². Wie Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Stuttgart ergeben haben, ist diese Dachgröße geeignet, jedes Jahr die Menge Stickoxide zu zersetzen, die sechs PKW (Euro 4-Einstufung) durchschnittlich auf 17000 km erzeugen. Somit leisten die neuen Dachflächen der Wohnungsbauten einen wesentlichen Beitrag zur Luftreinhaltung.

Nachhaltigkeitsstrategie

Gerade im Wohnungsbau werden bei Neubau und Sanierung nachhaltige Konzepte nachgefragt. Baustoffe, die sich seit Generationen bewähren und unter modernen Produktionsbedingungen hergestellt werden, stehen durch ihre Akzeptanz, die erwiesene Langlebigkeit sowie die ökologisch günstigen Eigenschaften bereit. Mit neuen Eigenschaften leisten auch innovative Oberflächen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit.

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  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    18.01.2017