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Dauerhafte Reparatur des Y Interchange in San Antonio (Texas)

Der Y Interchange ist eine Y-förmige Kreuzung des Highways I-35 aus nordöstlicher Richtung mit dem Highway I-10 aus nordwestlicher Richtung, die in Richtung Süden zusammen geführt werden. Die Viadukte der aufgeständerten Kreuzung in der Innenstadt von San Antonio, Texas (USA), wurden in den 80er-Jahren in Segmentbauweise aus Fertigteilsegmenten erstellt. Die 755 Segmente wurden anschließend mit Spanngliedern in Längs- und Querrichtung vorgespannt, wobei die Brücke eine Gesamtlänge von ca. 23 km hat.

Beim Bau der Kreuzung war noch nicht bekannt, wie wichtig eine vollständige Zementinjektion der Spannglieder ist, und die damals gültigen Industriestandards legten keinen großen Wert darauf. Da die Injektionsarbeiten nicht sorgfältig durchgeführt wurden, entstanden häufig Hohlräume, in denen eindringendes Wasser und Sauerstoff zu einer Korrosion der Litzen führen können.

Hohlräume, beschädigte Hüllrohre, fehlende Ankerkappen

Bei einer Inspektion des Y Interchange stellte der Auftraggeber TXDOT tatsächlich Hohlräume in einigen Spannglied-Hüllrohren fest. Zudem waren die Hüllrohre vieler Spannglieder beschädigt, und die meisten Verankerungen hatten keine Ankerkappen, die zum Schutz der Litzenenden und als zusätzlicher Korrosionsschutz wichtig sind.

DSI Construction USA wurde als Subunternehmer an diesem Abschnitt der aufgeständerten Highways damit beauftragt, alle Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Eine der größten Herausforderungen war die Durchführung einer korrekten Schätzung, wie viele der ursprünglich verbauten Spannglieder saniert werden mussten. Eine genaue Untersuchung war vorab nicht möglich.

Als Bestandteil des Instandsetzungsplans erstellte DSI alle Inspektions- und Reparaturprotokolle und untersuchte die Spannglieder mit Endoskopen, um den Zustand der Litzen innerhalb der Bereiche mit Hohlräumen festzustellen. In den Bereichen der Hohlräume wurden spezielle Vakuum-Injektionsmethoden angewandt, das Volumen der Hohlräume gemessen und die Hohlräume mit Zementmörtel verfüllt.

Ankerkappen nach Maß

Da der Y Interchange ursprünglich in mehreren Abschnitten und von verschiedenen Auftragnehmern realisiert wurde, wurden die Spannglieder von verschiedenen Unternehmen geliefert, was wiederum zu unterschiedlichen Ankertypen führte. Daher entwarf, produzierte und installierte DSI Ankerkappen nach Maß für alle Verankerungen. Für diejenigen Hüllrohre, die stark beschädigt waren und aufgeplatzte oder gerissene Stellen aufwiesen, entwickelte und installierte DSI zur dauerhaften Sanierung ein spezielles Hüllrohrsystem. Die bestehenden Hohlräume innerhalb der Spannglieder wurden mithilfe von Vakuuminjektion oder vakuumunterstützten Injektionsmethoden nachverfüllt.

Arbeitsbereiche nur schwer zugänglich

Eine der größten Herausforderungen bei diesem Projekt war die schwierige Zugänglichkeit der Arbeitsbereiche innerhalb der Fertigteilsegmente. Der Zugang erfolgte hauptsächlich unterhalb der Brückensegmente über integrierte Einstiegsluken, die sich häufig direkt über stark befahrenen Bereichen von Straßen und Parkplätzen befanden. Dies erforderte erhebliche Verkehrskontrollen mit Fahrbahnsperrungen, und ein großer Teil der Arbeiten musste nachts durchgeführt werden.

Trotz des großen Projektumfangs wurden alle Reparaturarbeiten innerhalb des Zeitplans in etwas mehr als zwei Jahren pünktlich ausgeführt. Die Teams von DSI arbeiteten mehr als 75.000 Mannstunden sicher auf dieser Baustelle.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7565
  • Erstellt am
    04.01.2018
  • Geändert am
    04.01.2018