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Die Flutmulde bekommt einen Bodenbelag

Am neuen Bypass des Rheins bei Rees hat die Sicherung der Sohle und Böschung mit Matten und Steinen begonnen. An der schmalsten Stelle der Flutmulde ist die Strömung sehr hoch, weshalb sie besonders mit Matten und Steinen befestigt werden muss.

Die geotextilen Filtermatten sehen aus wie riesige Teppichrollen, sprengen aber mit 5 m Breite und 50 m Länge jeden Rahmen für die Gestaltung von Innenräumen. Mit den geotextilen Filtermatten werden Sohle und Böschung der Flutmulde Rees ausgelegt. Sie werden anschließend mit Wasserbausteinen gesichert. Damit wurde der Übergang von der bisherigen reinen Nassbaggerung zur Sohl- und Böschungssicherung eingeleitet. Die Durchströmung der Flutmulde – verursacht durch hohe Wasserstände – würde Sohle und Böschung gefährden und die Mulde angreifen. Deshalb ist die Sicherung notwendig. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Bereich um den neuen Fähranleger. Die Strömung ist an der schmalsten Stelle der Flutmulde sehr hoch, deshalb muss sie besonders mit Matten und Steinen befestigt werden. Die 10 mm dicken Gewebematten aus einem verrottungsbeständigen Kunstgewebe sind mit Quarzsand gefüllt. Sie werden gleichmäßig und passgenau verlegt. Taucher überprüfen die Lage der Matten. Der Grund der Flutmulde ist feinkörnig, er muss sozusagen festgehalten werden. Die Matten halten 30 Jahre, danach hat der Boden ausreichend Festigkeit und Struktur. Sind die Matten verlegt, kommt auf das geotextile Material eine ca. 70 cm hohe Schicht aus Wasserbausteinen. Diese werden auf Böschung und Sohle verteilt. Die Technik für den Wassereinbau ist ausgeklügelt: Auf einem schwimmenden Ponton werden die Steine mit einem Bagger auf eine stählerne Form gelegt, deren Boden aus Lamellen besteht. Werden diese Lamellen geöffnet, rutschen die Steine durch und landen lagegenau auf der Sohle. Den passgenauen Einbau ermöglicht eine GPS-Technik, mit der der Bagger ausgerüstet ist. An der Flutmulde wird Naturkalkstein von der Maas in Belgien verarbeitet. 375000 t verschieden große Steine werden verlegt. Der erste Bypass am Niederrhein bleibt auch bei diesem Bauabschnitt seinem Ruf als besonderes Bauprojekt treu.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3354
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016