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Die Störbrücke bei Itzehoe

Die zügige Fahrt von Hamburg auf der BAB A23 Richtung Nordsee wird zwischen Itzehoe-Süd und Itzehoe-Nord durch den lediglich 3-spurigen übergang über die Stör gebremst. Die 1967 in Betrieb genommene alte Spannbetonbrücke weist seit Jahren einen sehr schlechten Zustand auf, der hohe Unterhaltskosten nach sich zog. Wegen der 1998 festgestellten geringen Restnutzungsdauer wurde beschlossen, die alte Brücke durch einen Ersatzneubau zu ersetzen und danach mit einer zweiten Richtungsfahrbahn zu erweitern und so einen Lückenschluss auf der BAB A23 herzustellen.

Die Westküstenachse A 23 hat neben ihrer Bedeutung als Teil der internationalen Verkehrsader zwischen Dänemark und den südlich von Schleswig-Holstein gelegenen Bundesländern eine großräumige Verbindungsfunktion zwischen Hamburg und dem Mittelzentrum Heide in Dithmarschen. 2006 wurde vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, der Bau der Richtungsfahrbahn Heide Itzehoe (1. BA Richtungsfahrbahn Heide) ausgeschrieben. Das Bauwerk unterteilt sich in die südliche Vorlandbrücke (ca. 450 m), die Bogenbrücke über die Stör mit einer Stützweite von 120 m und die nördliche Vorlandbrücke (ca. 583 m). Die Trassierung verläuft im Grundriss von den Widerlagern her radial, geht dann in einen Klothoidenverlauf über, an den sich eine gerade Trassierung im Bereich der Bogenbrücke anschließt. Im Juli 2006 wurde der Auftrag auf den Ausschreibungsentwurf an die Arbeitsgemeinschaft Störbrücke Itzehoe, bestehend aus den Firmen Alpine Bau Deutschland und Eiffel Deutschland Stahltechnologie GmbH, erteilt.

Strombrücke

Die Strombrücke mit einer Stützweite von 120 m wird als geschweißte Stabbogenkonstruktion mit Verbundplatte ausgeführt. Die Breite zwischen den Geländern beträgt 15,00 m. Das Stichmaß des Bogens ist mit 20 m festgelegt, was einem Verhältnis L/H = 6 entspricht. Der Hängerabstand beträgt 10,50 m. Die Versteifungsträger sind luftdicht verschweißte Hohlkästen mit schrägen Stegen. Die schlaff bewehrte Verbundplatte ist mit den alle 3,50 m angeordneten Querträgern und in den Endbereichen angeordneten Schubblechen verdübelt. Die Stahlkonstruktion des Bogens wurde auf einem Vormontageplatz auf der Nordseite vormontiert, mittels Schwerlastrollern und Ponton längs verfahren. Mit Hilfe von Litzenhebern wurde der Überbau auf die endgültige Höhe angehoben und querverschoben. Nach der Herstellung der Fahrbahnplatte in mehreren Abschnitten wurde der endgültige Korrosionsschutz aufgebracht.

Vorlandbrücken

Die Vorlandbrücken sind Durchlaufträger mit trapezförmigen Stahlverbundquerschnitten. Um das optische Erscheinungsbild gegenüber der bestehenden Brücke zu optimieren, wurden die folgenden Stützweiten gewählt:

  • Vorlandbrücke Süd: 42/50/55/3 x 60/2 x 64 m
  • Vorlandbrücke Nord: 44/54/58/5 x 60/2 x 65 m

Die Breite zwischen den Geländern beträgt 15,00 m. Die Verbundkonstruktion ist 3,10 m hoch, was je nach Stützweite einem Verhältnis L/H = 13,5 bis 21 entspricht. Die im Werk vorgefertigten Schüsse wurden auf den Vormontageplätzen zusammengeschweißt und mit Großkranen montiert. Die Herstellung der Verbundplatten erfolgte mit jeweils zwei Schalwagen im Pilgerschritt-Verfahren. Anschließend wurde der Korrosionsschutz aufgebracht und die Bauwerke mit ihren Ausrüstungen versehen.

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Referenzen

Itzehoe, Steinburg (Kreis), Schleswig-Holstein, Deutschland, Europa - Heiligenstedten, Steinburg (Kreis), Schleswig-Holstein, Deutschland (2015)

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3485
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016