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Drachenfels Königswinter: Gerüststellung für Felssicherung

Der Drachenfels über dem Rheintal bei Königswinter ist ein beliebtes Ausflugziel im Rheinland und daher hoch frequentiert. Risse im Felsmassiv bereiten aber immer wieder Problemen, sodass der kurvenreiche "Eselsweg" Anfang 2017 gesperrt wurde. Seitdem laufen umfangreiche Felssicherungsarbeiten.

Der Drachenfels im Siebengebirge erhebt sich mit 321 m Höhe über dem Rheintal zwischen Königswinter und Bad Honnef. Sein Trachytgestein war rheinabwärts insbesondere im Mittelalter ein viel verwendeter Baustein, z.B. beim Bau des Kölner Doms. Seit Jahrzehnten ist der sagenumwobene Drachenfels ein beliebtes Ausflugsziel im Rheinland und touristisch eine hoch frequentierte Sehenswürdigkeit.

Das bröckelige Gestein des Felsmassivs bereitet jedoch immer wieder Probleme. An einigen Stellen wurden in der Felswand tiefe Risse festgestellt. Deshalb musste der sogenannte Eselsweg, ein kurvenreicher Wanderweg, der von Königswinter aus zur Drachenfels-Ruine hochführt, aufgrund hoher Steinschlag-Gefahr Anfang des Jahres 2017 gesperrt werden.

Derzeit werden umfangreiche Felssicherungsarbeiten durchgeführt, um den Drachenfels für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.

Die Firma Bonner Gerüstbau Karl Breit NL der Teupe & Söhne Gerüstbau GmbH wurde vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Köln mit der Gerüststellung für die Durchführung der Sicherungsmaßnahmen beauftragt. Zur Wiederherstellung des statischen Tragsystems der Felsenanker und Begutachtung der Felsbeschaffenheit sowie zur Schließung der entstandenen Spalten am Drachenfels werden umfangreiche Arbeitsgerüste benötigt. Aufgrund der schwierigen Topographie müssen zudem sichere Zugänge als Treppenturmanlagen zu den zu bearbeitenden Flächen erstellt werden.

Die Gerüstgründung erfolgte auf dem zerklüfteten und unebenen Felsgrund. Für die Gerüstaufstandsfläche des Arbeitsgerüstes musste der Untergrund zunächst planiert und begradigt werden. Zur sicheren Lastabtragung sind aufwendige lastverteilende Maßnahmen erforderlich. Dies erfolgt über Gitterträger, Handschachtungen, Hilfsfundamente etc. Die Horizontalverankerung erfolgt über Dübelanker (7,5 kN) mit mehrfacher Setztiefe bis in den tragfähigen Untergrund. Die Gerüstkonstruktion musste so errichtet werden, dass alle Felsflächen zu bearbeiten sind. Insgesamt wurden ca. 120 Tonnen Gerüstmaterial verbaut. 

Da sich sowohl die Zuwegung als auch der Restaurantbetrieb im unmittelbaren Umfeld der Baumaßnahme befinden, sind sämtliche Materialtransporte während der gesamten Bauzeit ausschließlich außerhalb der Besuchszeiten möglich. Zudem befindet sich die Baustelle im Naturschutzgebiet Siebengebirge, so dass ein sensibler Umgang mit Natur und Umwelt erforderlich ist. Die aufwendigen Materialtransporte zum Drachenfels erfolgen mittels Teleskopstaplern und dem Einsatz von Spezial-LKWs über den für die Öffentlichkeit gesperrten Eselsweg.

Der Auftragsumfang der Firma Bonner Gerüstbau umfasst sämtliche Leistungen einschließlich der Ausführungsplanung, Konstruktion, Montage und Demontage der Gerüste und Treppenturmanlagen inklusive der technischen Bearbeitung sowie Erstellung der Ausführungszeichnungen im hauseigenen technischen Büro.

Die Felssicherungsarbeiten laufen seit Mai 2017 und werden voraussichtlich im Jahr 2018 abgeschlossen.

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    7585
  • Erstellt am
    22.03.2018
  • Geändert am
    22.03.2018