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Energieeffizienz von Tageslichtsystemen – weit besser als von der EnEV gefordert

"Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ist der zentrale Schlüssel zur Modernisierung der Energieversorgung und zum Erreichen der Klimaschutzziele." Diese Aussage steht im Energiekonzept der Bundesregierung im Themenbereich "Energetische Gebäudesanierung und energieeffizientes Bauen". Noch stärker als in den vergangenen Jahren rücken daher hochwertige, energieeffiziente Bauteile für die Gebäudehülle in den Fokus.

Dies trifft auch für die Flachdachsanierung des Unternehmens Schneider Electric in Regensburg zu. Um die Sanierung der Tageslichtsysteme in mehreren Produktionshallen nach einem möglichst hohen energetischen Standard zu erreichen, griff man bereits in einem ersten Bauabschnitt auf 37 Lichtbänder des Tageslichtelemente-Herstellers LAMILUX zurück. Bei der Energieeffizienz gehen diese weit über die aktuellen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) hinaus, die wie im Wohnungsbau jetzt auch im Industrie- und Verwaltungsbau das Maß aller Dinge ist.
Mit der EnEV 2012 ruft die Bundesregierung das Ziel aus, bis zum Jahr 2020 das Niveau "klimaneutraler Gebäude" für Neubauten zu erreichen. Darüber hinaus ist ein "Sanierungsfahrplan" für Bestandsgebäude fixiert. Insgesamt wird für die Auflage der EnEV 2012 mit einer weiteren Absenkung des Primärenergiebedarfs von Nichtwohngebäuden um bis zu 30 % gerechnet – womit die EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt wird. Recht frei in ihrer Entscheidung, wie dieses Ziel erreicht werden kann, sind die Eigentümer: Sie können selbst bestimmen, ob sie die Gebäudehülle sanieren, die Heizungsanlage modernisieren oder auf den Einsatz regenerativer Energien setzen. Dabei bleibt ihnen auch die zeitliche Reihenfolge überlassen.

37 Lichtbänder mit 108 Einzel- und Doppelklappensystem

Schneider Electric, ein Konzern mit weltweit 110000 Mitarbeitern, der in seinen Regensburger Werken Mittelspannungs-Schaltanlagen produziert, setzte seinen Schwerpunkt zunächst auf die energetische Sanierung der Flachdächer. Im ersten Bauabschnitt sind – bei laufendem Betrieb – unter anderem die alten Oberlichter durch neue Tageslichtsysteme von LAMILUX ersetzt worden. Dabei übernahm LAMILUX auch die Demontage der alten Konstruktionen, den Abtransport vom Dach sowie die Entsorgung.

Als neue Tageslichtsysteme konstruierte und montierte LAMILUX 26 Lichtbänder (Typ LAMILUX CI-System Lichtband B) mit einer Länge von 15,20 Meter und einer Breite von 1,50 Meter sowie 11 Lichtbänder mit einer Länge von 10,20 Meter und einer Breite von 1,50 Meter. Die Tageslichtsysteme sind ausgestattet mit 108 Einzel- und Doppelklappen für den natürlichen Rauch- und Wärmeabzug (geprüft nach EN 12101-2) samt elektrischer Motoröffner. Für den optimalen Tageslichteinfall in das Halleninnere setzte LAMILUX mehrschalige Polycarbonat-Hohlkammerprofile als Verglasungen in die Konstruktionen ein. Aufgrund ihrer matt opalen Lichttransmission, die bei 37 % liegt, werden Blendwirkungen im Gebäudeinneren vermieden.

Energieeffizienz: Lichtbänder mit Uw-Wert von 1,7 W/(m²K)

Ein direkter Vergleich mit den alten Oberlichtern auf der Produktionshalle bringt die Energieeffizienzvorteile des LAMILUX CI-System Lichtband B an den Tag. Die 37 Lichtbänder weisen einen Uw-Wert für die Gesamtkonstruktion von 1,7 W/(m²K) auf. Im Vergleich zu den früheren Oberlichtern lässt sich durch die gute Wärmedämmung – bezogen auf die Fläche der Lichtbänder – 53 % an Heizenergie einsparen (entsprechend einer Heizölersparnis von 19557 Litern). Und auch gegenüber dem Uw-Wert der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009), der für Lichtbänder mit 3,1 W/(m²K) angegeben ist, fällt der Energiebedarf um 44 % geringer aus, was einer Heizölersparnis von 13352 Litern entspricht.

Den Nachweis als höchst energieeffiziente Tageslichtkonstruktion führt das LAMILUX CI-System Lichtband B über seine geprüften und zertifizierten Wärmedämmwerte. Im Gesamtsystem des Oberlichts sind – von der Unterkonstruktion über das Fußprofil bis hin zur Verglasung – keine Wärmebrücken vorhanden. Als Beleg hierfür verfügt das CI-System Lichtband B über die Europäisch Technische Zulassung (ETA-09/0347), in deren Zulassungsverfahren die Werte für den Wärmeschutz nachgeprüft wurden.

Wärmebrückenfreiheit durch thermisch getrenntes Fußprofil

LAMILUX hat für sein Lichtbandsystem ein thermisch getrenntes Fußprofil aus Kunststoff konstruiert. Das "Herzstück" für das Erreichen der guten Dämmwerte bildet der Isotherme Lastkonverter (ITL) – ein Bauteil, das die Traglast des Lichtbandes gezielt in die Unterkonstruktion einleitet. Durch die geringere Lasteinwirkung auf das Fußprofil ist es schließlich möglich, Kunststoffmaterialien mit guten Dämmeigenschaften einzusetzen. Dies wiederum sorgt für optimierte Isothermenverläufe. Das Resultat: Die Gefahr einer Kondensatbildung auf den Innenseiten der Konstruktion ist gegenüber herkömmlichen, thermisch nicht getrennten Konstruktionen um ein Vielfaches reduziert. Durch den ITL erreicht das Fußprofilsystem des Lichtbandes einen Uf-Wert von bis zu 1,3 W/(m²K).

LAMILUX CI-System Lichtband B – nachgewiesene Nachhaltigkeit

Das CI-System Lichtband B hat in zahlreichen, europaweit geltenden Prüfungen seine hohen Qualitäten als höchst stabiles und energieeffizientes System unter Beweis gestellt:

  • es erfüllt die Schnee- und Windlastnormen nach DIN EN 1055
  • die Wärmeschutzeigenschaften sind geprüft gemäß ETAG 010
  • die Wasserdichtheit ist geprüft gemäß ETAG 010
  • die Durchbrandsicherheit ist nachgewiesen nach DIN 18234-3
  • der Hagelschlag-Widerstand der Verglasung ist geprüft nach Richtlinien der VKF Bern
  • die Verglasung ist als "harte Bedachung" gemäß DIN 4102-7 geprüft
  • das Brandverhalten der Verglasung ist klassifiziert nach DIN 4102-2 sowie EN 13501-1
  • die Ausschmelzbarkeit der Verglasung ist nach DIN 18230-1 nachgewiesen
  • die RWA-Anlagen sind als Einzel- und Doppelklappe geprüft und klassifiziert gemäß EN 12101-2
  • der Anschlagpunkt für die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist geprüft gemäß EN 795

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  • Product-ID
    4050
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    01.03.2016