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Erweiterung einer Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude

Ein Erdbeerfeld musste weichen, als das Josef Singler Bauunternehmen (Hofstetten) eine Erweiterung einer Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude in Haslach im Kinzigtal (Kreis Offenburg) errichtete. Auftraggeber war die Benz Werkzeugsysteme GmbH (Haslach), eine Tochter der Zimmer Group (Rheinau), die u. a. Präzisionswerkzeuge für CNC-Anlagen herstellt.

Die Hallenerweiterungen (Projektplanung: ACE Ingenieurconsult, Karlsruhe) belegen eine Grundfläche von 3500 m². Zunächst wurden die Streifenfundamente gelegt, danach die Wände errichtet und darüber das Flachdach aufgespannt. Die den Untergrund bildende Bodenplatte aus 1000 m³ C25-30 WU-Beton wurde erst danach eingebaut. Nach der Beschichtung mit einem Industriebelag war die Halle nach nur vier Monaten Bauzeit sofort übergabefertig. Vor allem aufgrund der Sichtseiten im Süden und Westen aus Wandscheiben und Glas wirkt die Halle sehr imposant.

Schalaufgaben

Hallenwände, Treppenhaus und Aufzugsschächte sind 8,35 m hoch und 20 bis 25 cm dick, wobei der angrenzende 800-m²-Bürotrakt zweistöckig ausgebaut ist. Diese Höhe wurde komplett eingeschalt und in einem Guss betoniert. Der Architekt hatte auf der Halleninnenseite Sichtbetonoptik vorgesehen; die Hallenaußenseite wurde mit einer 12 cm dicken Dämmung versehen, welche direkt auf die Systemschalung aufgebracht wurde und nach dem Aushärten auf dem Beton verblieb. Die nach Süden zeigende Ansichts- bzw. Straßenseite wurde teilverglast; die gegeneinander versetzten Tragsäulen mit sieben Versätzen und sechs Nischen sowie einem aussteifenden Deckenstreifen in 6,80 m Höhe verkomplizierten die Schalungsarbeiten deutlich. Insgesamt wurden 250 t Bewehrungsstahl verwendet. 17 jeweils 6,90 m hohe 300-mm-Papprundstützen sollten die Dachlasten aufnehmen. Doch bei einer Betonage in einem Guss, wie sie geplant war, wäre der zulässige Frischbetondruck jedoch erheblich zu groß und die Tuben reihenweise geplatzt.

Schaltechnische Lösungen

Ein Schalungssatz bestand aus drei übereinander liegenden 2,70 m hohen Logo.3-Elementen sowie einem 60-cm-Aufstockelement, sodass sich eine Schalungshöhe von 8,70 m ergab. Aufgrund der Mauerversätze mussten zwei Halbsätze Wandschalung als Vorhaltungen bereit stehen. Wegen der optimalen Taktplanung konnte die Fläche der Schalungselemente auf sparsame 400 m² beschränkt bleiben. Die Logo.3 sowie alle anderen Schalungen lieferte das PASCHAL-Werk G. Maier GmbH aus Steinach. Die Deckenlast während der Bauzeit wurde u. a. mit dem Großen Aluminium-Unterstützungssystem GASS aufgefangen. Für die Rundsäulen wurden drei Pilo-Stahlrundstützen eingesetzt. Sie umschlossen die Papprundstützen sicher, und so konnten auch diese in der Reihe in kürzester Zeit erstellt werden. Die Fundamente sowie kleinräumige Betonierbereiche wurden vom Bauunternehmen Josef Singler mit der firmeneigenen Raster-Universalschalung erstellt.

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  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016