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Frische Luft für Klassenräume

Wenn viele Menschen auf wenigen Quadratmetern zusammenkommen, wird naturgemäß eine große Menge Luft verbraucht. Gerade in Klassenräumen ist es dann eine Herausforderung, ein gutes Raumklima zu erhalten. Aus diesem Grund wurde das Gebäude der Schule Eiderkaserne in Rendsburg bei seinem Umbau von Kaserne zur Lehranstalt mit Lüftungsgeräten ausgestattet. Die Anlagen der Rheinbacher Experten Airflow Lufttechnik GmbH sorgen nun für eine gute Belüftung und damit auch für klare Köpfe, gesunde Körper und angenehme Lernoasen.

Sauerstoffreiche Luft ist eine Lebensgrundlage, derer man schnell beraubt werden kann, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Das ist besonders in Klassenräumen eine Gefahr, denn: Wenn etwa 30 Schüler je 17 Atemzüge pro Minute tätigen, wird eine gewaltige Menge Luft im Raum verbraucht. "Für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Schüler sind ein regelmäßiger Luftaustausch und eine dauerhaft niedrige Kohlendioxid-Konzentration entscheidend", erklärt Werner Russ, Geschäftsführer des Unternehmens Airflow. Die Sanierung der Rendsbruger Schule zeigt beispielhaft, wie die CO2-Belastung auf ein vertretbares Maß reduziert werden kann.

Individuelle Lösung für die Schule Eiderkaserne

Die ehemalige Kaserne und jetzige Schule Eiderkaserne haben die Airflow-Experten gemäß individuell ausgearbeiteten Lüftungskonzepten energieeffizient saniert. 27 dezentrale Lüftungsgeräte des Typs DUPLEX Vent 800 wurden teilintegriert verbaut. Dabei wurden die Geräte unter der Decke montiert und erst danach die herabgesenkten Deckenverstrebungen angebracht. So verschwinden zwei Drittel des Systems samt Kabeln und Kanälen "in der Decke", nur der Lüftungsbereich ist zu sehen. Die Steuerung aller Geräte erfolgt über ein eigenes Netzwerk: Eine Master/Slave-Hierarchie, in der bis zu 20 Geräte miteinander verbunden sind, regelt die Anlagen über eine zentrale Bedieneinheit. Die CO2-Werte werden mittels Sensoren aus den jeweiligen Räumen an die Gebäudeleittechnik übermittelt und geloggt. Von dort wird das Spannungssignal für die jeweilige Leistungsstufe der Geräte zurückgegeben.

Trend bei Sanierungen: dezentrale Systeme

Bei Schulsanierungen entscheiden sich Bauherren gerne für dezentrale Lüftungssysteme. Aus guten Gründen: Die Vorhaben sind dadurch planerisch und bautechnisch einfach umzusetzen, die Immobilie wird aufgewertet, und der Umbau ist zeitlich flexibel erweiterbar. Sowohl die Schule als auch das ausführende Unternehmen profitieren. Denn der Einbau einer dezentralen Schullüftung lässt sich während des laufenden Betriebs durchführen. Binnen einem bis anderthalb Tagen können die Arbeiten pro Zimmer abgeschlossen werden. Darüber hinaus erlaubt das Nachrüstverfahren eine angepasste Renovierung – beispielsweise immer dann, wenn Geld für einen weiteren Raum zur Verfügung steht.

Coanda: ein Effekt, der es in sich hat

Die ideale Versorgung eines Raumes mit dezentraler Lüftung garantiert der Coanda-Effekt: Die einströmende Luft hält sich an der Decke, bevor sie langsam absinkt und sich in diesem Prozess mit der Raumluft vermischt. Dabei zieht sie die Raumluft mit sich, was eine effiziente Mischung der Frisch- und Raumluft sichert. So wird für eine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Fläche gesorgt und Zugerscheinungen vorgebeugt. Wenn der Luftstrom allerdings abreißt, geht der Effekt verloren. Deshalb müssen herabhängende Lampen, Streben oder Balken bei der Planung der Platzierung bedacht werden.

Zentrale Lüftungssysteme bei Neubauten

Im Gegensatz zu Sanierungen kommen bei Neubauprojekten eher zentrale Geräte zum Einsatz. Diese sind aufgrund des höheren Platzbedarfs und des größeren baulichen Aufwands durch ein verzweigtes Luftverteilsystem teurer. "Der größere Kostenaufwand von zentralen Lösungen in Neubauten gegenüber dezentralen ist allerdings ein untergeordneter Faktor, da dieser bei der Projektplanung bereits mitbudgetiert wird", erläutert Werner Russ. Sowohl bei dezentralen als auch bei zentralen Lüftungssystemen ist der Fassadeneingriff allerdings ein wichtiger Faktor – speziell bei denkmalgeschützten Gebäuden. Während bei zentralen Lösungen lediglich einmalig zwei Bohrungen in der Fassade vorgenommen werden müssen, erhält jedes dezentrale Gerät zwei Auslässe.

Energie und Kosten sparen

Alle Lüftungssysteme von Airflow funktionieren auf identische Art und Weise: Ein Ansaugstutzen saugt frische Luft von außen an, die dann in den Kreuz-Gegenstrom-Plattenwärmetauscher geleitet wird. Dort wird sie aufgewärmt und in den Raum geleitet. Die Erwärmung erfolgt über die nach außen strömende, warme verbrauchte Luft. Da die Ströme getrennt sind, entsteht keine Luftvermischung. "Durch diesen Wechselzyklus wird die angesaugte Außenluft durch nach draußen strömende warme Luft vorgewärmt und muss so nur noch gering oder gar nicht nacherhitzt werden", sagt Werner Russ. Das Resultat ist erfreulich: Energieeinsparungen in hohem Maße. Möglich macht es die gelungene Kombination aus hocheffizientem Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher und energiesparenden EC-Ventilatoren. Diese sorgen für eine hervorragende Druck-/Volumenstromkennlinie. Individuelle Einstellungsmöglichkeiten über eine digitale Steuerung gewährleisten eine automatische und anwenderfreundliche Regelung der Geräte. Effiziente Schutzfunktionen verhindern zudem das Vereisen des Wärmetauschers, leiten Kondensat ab und stoppen die Luftzufuhr bei Bedarf automatisch. Unnötige Schäden werden so vermieden.

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Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7048
  • Erstellt am
    21.01.2014
  • Geändert am
    03.09.2014