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Fugendruckschalung als Alternative für einfaches Vergießen anstelle von thixotropem Verpressen

Die Fugendruckschalung FDS funktioniert mit einfachem Luftdruck von bis zu 2,5 Bar. Das Befüllen der Fugendruckschalung FDS kann mit jedem handelsüblichen Kompressor mit einem Reifenfüller mit Druckanzeige geschehen. Selbst eine Fußpumpe erlaubt das Befüllen.

Die bauaufsichtlichen Zulassungen im Seilschlaufensystem, bei der Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH in Memmingen "VS®-System" genannt, zeigen für den Bemessungswiderstand kleine Unterschiede zwischen dem Verguss und dem plastischen Mörtel, der in die VS®-Fugen eingepresst wird. Aufgrund der Anfälligkeit, die Fugen nicht vollständig mit dem plastischen Mörtel verfüllen zu können, ist der zu erwartende Widerstand hier kleiner ausgefallen (s. Bild 2). Bei konkurrierenden Systemen ist eine noch größere Differenz aufgetreten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das zähe Material des plastischen oder thixotropen Mörtels – vergleichbar mit der Konsistenz von Zahnpasta – Ecken und Hohlräume nicht vollständig ausfüllen kann, d. h. es bleiben ungefüllte Bereiche, die die Last nicht vollständig übertragen.

Aus diesem Grunde hat Pfeifer bis heute die bauaufsichtliche Zulassung nur für die VS®-Schienen erworben und darauf verzichtet, VS®-Verbindungen zuzulassen, die durch eine starke Verzahnung, wie bei der VS®-Slim-box oder VS®-Plus-box, wirken. Diese Verzahnungen, Hinterschneidungen und Hohlräume lassen sich mit dem plastischen Material nicht vollständig füllen und es bleiben immer Zwickel ungefüllt. Deswegen stellt hier der Verguss die einzig technische Lösung dar, die ein sauberes Ausfüllen dieser Ecken und Zwickel gewährleistet.

Das Vergießen von Fugen darf nur mit dem VS®-Pagel®-Verguss erfolgen, da dies das einzige Material ist, das folgende Anforderungen erfüllt:
– hochfließfähig, um alle Winkel auszufüllen
– niedriger WZ-Wert, um Schwinden zu minimieren
– gleichzeitig schwindkompensiert, um bei Austrocknung ein Entstehen von Rissen zu vermeiden
– selbstverdichtend, da in der hohen Fuge keine Verdichtung möglich ist
– hochfest, um die großen Kräfte im Endzustand aufnehmen zu können
– schnell härtend, weil für den weiteren Montageablauf bereits nach einem Tag 40 % der Festigkeit erreicht sein sollte
– das Vergussergebnis mit minimaler Körnung und gleichbleibend hohem Qualitätsniveau
– abgepackt in 25-kg-Säcken, die auf der Baustelle einfach gehandhabt werden können
– geringe Streuungen in den Versuchsergebnissen
– geprüfte Erfüllung der Bedingungen für die Zulassungen VS®.

Der einzige von den Experten bei Pfeifer zu empfehlende Mörtel, der diese Bedingungen für das Pfeifer-VS®-System erfüllt, ist der VS®-Pagel®-Verguss. Das Besondere an diesem Mörtel ist, dass er bei kräftigem Anrühren in einem Zwangsmischer bei Zugabe von wenig Wasser von erdfeucht auf quasi wasserflüssig umschwenkt und damit hohe Anforderungen an die Abdichtung einer Fugenschalung stellt.

Das Schalen einer vertikalen Fuge mit 3,5 m Höhe bereitete den Anwendern aufgrund des Innendrucks des Mörtels erhebliche Probleme. Daher hat Pfeifer nun eine perfekte technische Lösung für die 3D-Zulassungen entwickelt – die PFEIFER-Fugendruckschalung FDS (Bild 1). Das FDS besteht aus druckbeaufschlagbaren Schläuchen, die im schlaffen Zustand in die Fugen seitlich eingedrückt und dann aufgepumpt werden. Damit presst sich die FDS aufgrund des Innendruckes fest und unverschieblich an die Fugenflanken an (Bild 3). Der hohe Mörtelschalungsdruck aus der gesamten Höhe der Fuge von 3,54 m wird über Reibung aufgenommen. Die FDS behält den Druck ohne Verlust sehr lange Zeit, sodass nicht zu befürchten ist, dass das Teil vorzeitig erschlafft (Bild 4 Mitte). Erst nach dem Erhärten des Mörtels lässt man über das Blitzventil den Druck ab, zieht die FDS heraus, wischt sie mit dem Lappen ab und kann sie bereits wieder für den nächsten Einsatz verwenden.

Die FDS funktioniert mit einfachem Luftdruck von bis zu 2,5 Bar. Neben dem Ventil sitzt ein Überdruckventil, das bei 3,0 bar abbläst, sodass ein Platzen durch Überdruck ausgeschlossen ist. Die Breite der Fuge zwischen Wänden und Wänden oder Wänden und Stützen beträgt als Sollmaß 20 mm. Es gibt jedoch auch Kleinstfugen bis 10 mm sowie Größtfugen bis 40 mm. Um diesen Rechnung zu tragen, ist die FDS ebenfalls in drei Größen – FD-Minus, FD-Regel und FD-Plus erhältlich. Die Außendurchmesser der aufgepumpten Schläuche entsprechen dann diesen unterschiedlich breiten Fugen und schließen sie zuverlässig.

Die Verwendung der FDS führt insbesondere zu einer äußerst glatten, innen leicht gewölbten Fuge des Vergussmaterials (Bild 4 rechts), sodass eine Dauerversiegelung oder auch das Belassen der Fuge einfach möglich sind. Selbst das nachträgliche Verschließen mit einem Zementmörtel zur Herstellung besonders hoher Feuerwiderstandsdauer ist dann kein Problem und mit jeder Kelle zu erledigen.

Auch beim Verpressen der Fugen mit plastischem Mörtel ist die rückseitige Fugenöffnung laut Zulassung zu schließen, damit der Mörtel einen Gegendruck aufbauen kann. Dies geschieht besonders einfach und schnell mit der FDS (Bild 5). Mit den Vorteilen der Fugendruckschalung FDS von Pfeifer wird ein Verguss zum "Kinderspiel" – ohne Komplikationen, mit saubersten Arbeitsergebnissen. Die Gesamtinfomation zum Fugendruckschlauch in der 3D-VS®-System-Broschüre (S. 26–29) können schnell und einfach im Internet herunterladen werden unter www.pfeifer.de/Bautechnik/Bewehrungstechnik.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3769
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016
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