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Geschäftsviertel Maakri-Kvartal in Tallinn (Estland)

Sieben Bauwerke prägen das entstehende Viertel Maakri-Kvartal in Estlands Hauptstadt. Der Komplex aus neuen Hochhäusern und sanierten Architekturdenkmälern verbindet das historische Herz mit dem neueren Teil von Tallin. In besonders zentraler Lage wird Maakri-Kvartal nach Fertigstellung eine Gesamtfläche von 36.000 m² bieten.

Neben Büro- und Gewerbeflächen entstehen ein Konferenzzentrum sowie mehrere Restaurants mit entsprechenden Außenbereichen; letztere werden eine unschlagbare Aussicht auf die Stadt und das Meer bieten. Drei sehr modern anmutende, neu errichtete Hochhäuser mischen sich nach Fertigstellung unter vier Baudenkmäler aus dem frühen 20. Jahrhundert, die derzeit umfassend saniert und erweitert werden. Der ganze Komplex wird sich später zu einem harmonischen Gesamtbild fügen.

Das Maakri-Viertel

Bei der Planung des Maakri-Viertels hatte der renommierte Architekt Rasmus Tamme die Aufgabe übernommen, die neuen Gebäude nahtlos in das historische Umfeld zu integrieren. Die Neubauten sind gekennzeichnet von einer starken, klaren, minimalistischen Geometrie – der Architekt machte keinen Versuch, die Form der historischen Gebäude zu kopieren. Dennoch fügen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem einzigen Ganzen zusammen.

Das 110 m hohe Hochhaus bildet ein neues Wahrzeichen in Tallinn. Bisher prägten die Zwillingstürme vom Swissôtel und die Tornimäe 5 die Skyline der Stadt. Zukünftig wird der neue 30‑stöckige Turm diese Silhouette ergänzen. Offene Glasfronten, ein gestalteter Platz als Zugang zum neuen Maakri-Viertel und verbindende Innenhöfe machen aus dem Komplex einen besonders gelungenen Mix aus Alt und Neu.

110 m hohes Gebäude mit 30 Stockwerken

Das höchste der drei neuen Bauwerke innerhalb des Maakri-Komplexes erreicht 30 Stockwerke und damit über 100 m Höhe. Damit entsteht in Tallinn erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ein Hochhaus, das diese Höhengrenze übersteigt. Als neues Wahrzeichen der Stadt wird das Gebäude Tradition und Moderne verbinden.

Die größte Herausforderung für das Baustellenteam war es, den eng bemessenen Bauzeitenplan einzuhalten – bei gleichzeitig schwierigen Witterungsbedingungen und begrenzten Kran- und Lagerkapazitäten in dem eng bebauten, städtischen Gebiet. Gleichzeitig galt es, die hohen Qualitätsansprüche des Bauherrn an die Betonarbeiten zu erfüllen.

Für die Rohbauarbeiten erarbeiteten die PERI-Ingenieure gemeinsam mit dem Bauunternehmen ein umfassendes Gesamtkonzept. Zur Minimierung des Kraneinsatzes und zur Beschleunigung des Baufortschritts trug insbesondere die Kletterschalungslösung bei. Das Schienenklettersystem wurde mit einer Rahmenschalung zu entsprechenden Klettereinheiten kombiniert. Durch das schienengeführte Klettern waren diese Einheiten zu jedem Zeitpunkt fest mit dem Bauwerk verbunden; das machte den Klettervorgang auch bei starkem Wind schnell und sicher. Die Einheiten wurden mit der mobilen Kletterhydraulik in 50-cm-Schritten in den nächsten Abschnitt gehoben.

Die Wandschalung wurde dabei auf einem Fahrwagen positioniert und für die Bewehrungsarbeiten um bis zu 90 cm zurückgefahren. Außerdem wurde eine Variante der Schienenkletterschalung als Einhausung und Absturzsicherung zur lückenlosen Umschließung der Rohbaugeschosse eingesetzt.

Die Rahmenschalung kam nicht nur auf der Kletterschalung, sondern auch für verschiedene andere Wandbereiche zum Einsatz. Mit Elementhöhen bis zu 3,30 m und einseitig bedienbarer Ankertechnik konnte wertvolle Arbeitszeit eingespart werden. Die Gelenkmutter wurde dabei einmalig zu Beginn der Arbeiten an der Stellschalung fixiert; anschließend ließ sich der Anker durch die Schließschalung in die Gelenkmutter eindrehen – der Anker ließ sich dadurch bei jedem Schalungseinsatz durch eine Person und von einer Seite aus bedienen. Der konische Ankerstab benötigte dabei keine Distanzrohre und Konen.

Das Wandschalungssystem sorgte auch für ein sauberes Betonbild, ohne Abdrücke von nicht belegten Ankerstellen. Die mittig angeordneten Ankerstellen ergaben darüber hinaus sowohl horizontal als auch vertikal ein regelmäßiges Fugen- und Ankerbild. Auch der Einsatz einer Paneel-Deckenschalung unterstützte das ausführende Team dabei, die geforderten, hohen Sicherheitsstandards einzuhalten.

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    7524
  • Erstellt am
    22.10.2017
  • Geändert am
    22.10.2017