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Großdrehbohrgerät im Kellybohreinsatz beim Brückenbau in Dingolfing-Landau

Der Landkreis Dingolfing-Landau, vertreten durch die Tiefbauverwaltung im Landratsamt Dingolfing, hat den Neubau der Isarbrücke Mamming im Zuge der Kreisstraße DGF 11 bei Mamming geplant und öffentlich ausgeschrieben. Der Neubau soll die bestehende Brücke aus dem Jahr 1954 ersetzen. Die Bauzeit ist von September 2010 bis August 2011 geplant. Die Gesamtkosten inklusive Rückbau des Altbestandes sind mit 3,30 Millionen € veranschlagt. Für die Herstellung von Spezialgründungen und Verbau wurde die Fa. STG Spezialtiefbau GmbH beauftragt, die bei der Erstellung der Großbohrpfähle auf das Liebherr Großdrehbohrgerät LB 24 setzt.

Der Brücken-Altbestand weist eine eingeschränkte Tragfähigkeit auf und es wäre eine unwirtschaftliche Generalsanierung notwendig gewesen. Um den öffentlichen Verkehr durchgehend aufrecht erhalten zu können, wurde der Neubau westlich des Bestandes errichtet und die Straßentrassierung auf eine Länge von ca. 500 m angepasst. Die neue Brücke wurde als Spannbetonbrücke mit einer Gesamtstützweite von 105 m und einer Breite zwischen den Geländern von 12,25 m geplant. An beiden Überbauenden werden kastenförmige Widerlager aus Beton auf einer Tiefgründung angeordnet. Die Gründung besteht aus insgesamt 13 Bohrpfählen Ø 90 cm, die teilweise mit einer Neigung von 10 : 1 hergestellt wurden. Die massiven Pfeiler gründen auf einer kombinierten Bohrpfahl-Stahlrohr-Konstruktion. Als Besonderheit wurde hier zur Herstellung im Flusslauf der Isar diese Bauweise gewählt. Bei der Herstellung vom Stelzenponton aus werden die Großbohrpfähle mit Ø 120 cm vom Liebherr Großdrehbohrgerät LB 24 verrohrt abgeteuft. Für die Arbeiten in Dingolfing kam eine Verrohrungsmaschine, die über die Bordhydraulik direkt vom Liebherr-Großdrehbohrgerät aus betrieben wird, zum Einsatz.

Bei diesem Bauprojekt erreichte das LB 24 eine Endtiefe von 20 m, mit der Einbringung von 10 m in den Boden. Somit kann der Pfahl bis über den Wasserspiegel betoniert und das Bohrrohr konventionell mit Hilfe der Verrohrungsmaschine gezogen werden. Das Liebherr Großdrehbohrgerät LB 24 hat je drei Pfähle an den vier Flusspfeilern hergestellt. Um im Endzustand die Bohrpfähle zu verdecken, wurde über die Pfahlköpfe ein Stahlbetonfertigteil gesetzt, das unter den Wasserspiegel reicht, und mit Ortbeton mit diesen verbunden. Somit entsteht eine Arbeitsplattform, die über dem Wasserspiegel liegt und der Bauweise der Pfeiler dient.

Die LB-Serie bildet eine ideale Ergänzung zur bestehenden Liebherr-Palette kombinierter Ramm- und Bohrgeräte, basiert auf der jahrelangen Erfahrung von Liebherr mit Spezialtiefbauanwendungen und berücksichtigt auch schwerste Anforderungen, die inzwischen an moderne Drehbohrgeräte gestellt werden. Die Geräte der LB-Serie sind für Kelly-, Endlosschnecken- und Doppelkopfbohreinsätze sowie Bodenmischen konzipiert. Das neue Drehbohrgerät LB 24 ist kompakt dimensioniert und somit für den Einsatz in beengten Umgebungen prädestiniert. Das Grundgerät und der Mäkler können in einem Stück transportiert werden. Mäklerkopf und Mäklerfuß sind klappbar. Seine minimale Durchfahrts- und Transportbreite beträgt lediglich 3,39 m. Damit sind ein schnelles und unkompliziertes Versetzen des Gerätes und ein flexibler Baustelleneinsatz möglich. Die Maschine ist für Bohrdurchmesser bis 1,9 m und Bohrtiefen bis 40 m ausgelegt.

Ein wesentlicher technischer Vorteil des LB 24 ist das Seilvorschubsystem mit 20 t Rückzugskraft. Damit verfügt der Anwender über ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, selbst unter schwersten Bodenverhältnissen und Einsatzbedingungen. Technisch einzigartig sind die stabile Mäkler-Ausführung des LB 24 sowie die äußerst robust gestaltete Kinematik mit großer Systembreite.

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    Datenseite
  • Product-ID
    3946
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    01.03.2016