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Gute Akustik für die neue Firmenzentrale

Der Konzern Unilever, der weltweit bekannte Marken für Nahrung, Körperpflege und Textilpflege steuert, hat eine neue Firmenzentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz in Hamburg. Die Größe des Atriums und die verwendeten Materialien – viel Glas – setzten eine besondere Akustiklösung voraus.

Das Architektenteam von Behnisch Architekten entschied sich für Akustiklösungen aus Holzwolle von Heradesign. Damit bewiesen die Architekten, dass Akustiklösungen aus Holzwolle nicht nur für die Decke reserviert sind, sondern auch als Dekoelemente attraktiv sind. Martin Haas, Behnisch Architekten: "Das Atrium ist das Zentrum des Gebäudes, und wenn man es betritt, fühlt man sich beinahe wie unter freiem Himmel. Das gläserne Dach und die transparenten Seitenfassaden lassen so viel Licht hereinfluten, dass der gesamte Innenraum taghell erleuchtet wird. Er ist ganz in helle und freundliche Farben getaucht, und seine Gelb-, Orange- und Grüntöne lassen ihn wie einen sommerlichen Außenraum wirken. Um diese Wirkung zu erreichen, brauchten wir für die Balustradenverkleidung ein Material, das gut durchfärbbar und vielseitig ist, einfach zu bearbeiten und außerdem noch akustisch wirksam. Diese Vorzüge fanden wir bei den Heradesign-Produkten, die einfach wunderbar zum informellen Charakter des Unilever-Hauses passen."

Neue Unilever-Zentrale spiegelt maritimes Flair

Das neue Unileverhaus befindet sich direkt an der Elbe, an prominenter Stelle in Hamburgs HafenCity, am Strandkai eins, in unmittelbarer Nähe zum Kreuzfahrtterminal. Der Hafen mit seinem maritimen Flair prägt hier das gesamte Umfeld. Die neue Firmenzentrale fügt sich in diese besondere Umgebung ein. Das Gebäude erinnert von außen an ein Schiff, aber auch im Innenraum finden sich maritime Zitate. Die Stege mit ihren leichten Geländern könnten von einem Kreuzfahrtschiff stammen, und oben sitzen die Dachschrägen wie Segel im gläsernen Gewölbe. Das Haus öffnet sich dynamisch nach außen und nach innen. Es gibt keine Barrieren, dank kurzer Wege, sofortiger Erreichbarkeit und einer Vielfalt an Übergängen.

Das Atrium: ein Netzwerk für nachbarschaftliche Kommunikation

Die neue Unilever-Zentrale lädt ein zur Promenade quer durch das lichtdurchflutete Atrium. Über sechs Ebenen gleitet der Blick nach oben durch die großen Glasflächen des Daches in den Himmel – und man stellt fest, dass kaum etwas an ein herkömmliches Bürohaus erinnert. Das gesamte Erdgeschoss funktioniert als öffentlicher Treffpunkt, als Raum für Kommunikation, der die unkomplizierte Begegnung von Besuchern und Unilever-Mitarbeitern ermöglicht. Der Raum ist offen und einladend, bezieht die Öffentlichkeit ein und gibt ihr Gelegenheit, das Unternehmen kennenzulernen – z. B. in dem Dove Spa und dem Unilever Shop links vom Haupteingang. Ein paar Schritte weiter befindet sich das Langnese Eiscafé, von dem aus man den Blick weit über die Elbe schweifen lassen kann. Das Atrium ist gleichzeitig der zentrale Ort der Begegnung und des Austausches. Die neue Unilever-Zentrale lebt durch ihr Netzwerk – und das ganz wörtlich. Brücken, Treppen und Stege verbinden die einzelnen Ebenen und ziehen sich als Wegegeflecht durch das Gebäude. So ist das Unileverhaus kein dekorativ leerer Raum, sondern voller horizontaler und vertikaler Nachbarschaften. Spielerisch werden so die auf den Ebenen zwei bis sechs liegenden Bürobereiche miteinander vernetzt.

Entspannende Meeting Points

Damit interfunktionale Teams miteinander arbeiten können, brauchen sie jedoch nicht nur schnelle Wege, sondern auch Plätze, um sich zu treffen. Auf allen Ebenen befinden sich deshalb Meeting Points, die auch als Besprechungsort genutzt werden. Die Arrangements von Küchen, Holztischen, Sesseln und Sofas wirken entspannt und einladend und bilden eine Plattform für anregende Treffs. Hier liegt die Post bereit, bereitet man sich einen Kaffee zu oder zieht eine Kopie, und dabei stößt man immer wieder auf Kollegen, mit denen man sich unterhält. Denn es sind diese spontanen Begegnungen, die zufälligen Impulse, die bei der Lösung eines Problems oft die entscheidende Wendung einleiten können.

Bautafel Firmenzentrale Unilever Deutschland, Österreich, Schweiz

Bauherr: Strandkai 1 Projekt GmbH
Architekt: Behnisch Architekten, Stuttgart
Projektleitung:
  • Peter Schlaier (Projektleiter)
  • Stephan Zemmrich (Projektarchitekt)
Wettbewerb: 2006, 1. Preis
Planungsbeginn: Januar 2007
Baubeginn: 2007
Fertigstellung: September 2009
Nutzung des Gebäudes:
  • Büroräume
  • Mitarbeiterrestaurant
  • Konferenzsäle
  • öffentliches Restaurant und Geschäfte
Flächen: 38000 m², Nutzfläche 24000 m², Höhe: 26 m
Anzahl der Arbeitsplätze: 1200
Anzahl Geschosse: 9 (7 oberirdisch, 2 unterirdisch)
Preise:
  • BEX Award 2009
  • World Architecture Festival Barcelona Award 2009 - Category Offices
  • RIBA International Award 2010
  • HafenCity Eco Label in Gold 2009

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Hamburg-HafenCity, Hamburg, Deutschland (2009)

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3249
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    06.12.2016
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