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Hochfester Beton/Hochleistungsbeton – Prüfungen

Per Definition zeichnen sich hochfeste Betone als solche mit Druckfestigkeiten > 65 N/mm2 und Hochleistungsbetone als solche mit höherer Undurchlässigkeit, Widerstand gegen physikalische oder chemische Einwirkungen, Festigkeit und Selbstverdichtung aus.

Mit den praxisüblichen Ausgangsstoffen und Verarbeitungsverfahren sind Bauteile mit Druckfestigkeiten um 150 N/mm² bereits realisiert worden und Mörtel mit einer Festigkeit bis 800 N/mm² sind in der Entwicklung.

Typische Einsatzbereiche von Hochfesten Betonen und Hochleistungsbetonen bieten sich bei:

  • druckbeanspruchten Bauteilen, z.B: Stützen und Wände
  • biegebeanspruchten Bauteilen, z.B: Brückenträger und Balken
  • Bauteile mit hoher mechanischer und Umweltbelastung, z.B. Tunnel, Industriefußböden, Straßenbauteile und Offshore-Bauwerken
  • Chemisch hoch beanspruchte Bauteile, z.B: Kühltürme, landwirtschaftliche Bauteile mit Schutz gegen Gär- und Futtersäuren
  • Verbundkonstruktionen, z.B: stahlummantelte Stützen
  • Spezialkonstruktionen, z.B: Tresore, Schraubpfähle

Beide, hochfeste Betone und Hochleistungsbetone, stellen daher sowohl in der Herstellung und Verarbeitung, Überwachung und Qualitätssicherung insbesondere bei der Festigkeitsprüfung sehr hohe Anforderungen an Mensch und Maschine. Viele Besitzer von "alten" Druckprüfmaschinen, insbesondere mit Prüfrahmen aus Schweißkonstruktionen, 2-Säulen Prüfrahmen aber auch 4-Säulen-Prüfrahmen mit aufgeschraubten Muttern haben in der Vergangenheit mit Prüfungen an Probezylindern und -würfeln aus hochfesten Betonen Ihre Prüfrahmen stark beschädigt und zum Teil zerstört.

Bei der Prüfung werden Betonzylinder mit den Abmessungen dia. 150 × 300 mm bzw. Betonwürfel 150 × 150 mm nach Lagerung gemäß EN 12390-2 verwendet.

Die Probekörper müssen die Anforderungen EN 12390-1 erfüllen. Es sind aus verschiedenen Fahrmischern mindestens 3 Probekörper für höchstens 50 m³ je Betoniertag zu prüfen. Als Prüfvorrichtung sind Druckprüfmaschinen nach EN 12390-4 mindestens der Güteklasse 2 nach DIN 51220 – EN 7500-1 gefordert, es wird jedoch dringend empfohlen nur Prüfmaschinen der Güteklasse 1 zu verwenden.

Das Unternehmen "Form + Test Prüfsysteme" aus dem schwäbischen Riedlingen hat für die Prüfungen von hochfesten und Hochleistungsbetonen spezielle Druckprüfmaschinenrahmen bzw. Zusatz-Ausrüstungen entwickelt. Es handelt sich dabei um Prüfmaschinenrahmen, die in spezieller 4-Säulen-Konstruktion ausgelegt sind, dadurch über eine extrem hohe Verwindungssteifigkeit und eine kleinstmögliche Aufweitung unter Maximal-Last verfügen. Die untere Druckplatte wird mit dem Kolben verschraubt. Die Ausführungen der Pendelachse/Kalotte erfolgen zur Verstärkung in Spezialstahl. Dämmelemente sorgen für Schlagabsorbierung.

Die Schutztüre des Splitterschutzes wird über einen schließbaren Türendschalter verriegelt. Der Prüfzylinder als Plungerzylinder ist unten auf den Maschinenfuß eingebaut. Seine Funktionsweise ist einfach wirkend. Die Kraftmessung erfolgt durch Präzisions-Flüssigkeitsdruckaufnehmer mit Überlastungsschutz und Rücklaufdrossel. Damit die für präzise und reproduzierbare Messwerte notwendigen hohen Reaktionszeiten realisiert werden können, wird ein spezielles, besonders schnell reagierendes Servoventil verwendet. Derweiterentwickelte Digitalregler DIGIMaxx sorgt für eine ausreichende Messfrequenz. Zur Messwertaufzeichnung und -speicherung sowie Auswertung und Erstellung von Prüfprotokollen sind spezielle Software-Programme verfügbar. Als zusätzliche Erweiterungen sind Kolbenweg- bzw. Deformationsreglung möglich. Selbstverständlich können diesen Druckprüfanlagen auch für Prüfungen der Druck-festigkeit an Betonproben nach EN 12390-3 (Druckfestigkeit) und für den Elastizitätsmodul verwendet werden. Form + Test ist Mitglied im VDMA-Fachverband Prüfmaschinen, im Normenausschuss NMP - NA 062, im DKD –Kalibierdienst sowie im Deutschen Betonverein.

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  • Product-ID
    4365
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    05.05.2015