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Hochwasserschutzanlagen in der Gemeinde Timmendorfer Strand

Küstenschutzministerin Dr. Juliane Rumpf hat am 10. Juni 2011 die Hochwasserschutzanlagen in der Gemeinde Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein eingeweiht. "Jetzt können auch schwere Ostseesturmfluten kommen, ohne dass die Menschen sich vor Überflutungen fürchten müssen", so die Ministerin.

ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH entwickelte in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin sowie der Roslauer Schiffswerft GmbH & Co das neue mobile Dammbalkensystem TKR-3 Hochwasserschutzsystem. Dieses neue System ist schnell aufgebaut, damit kann man jederzeit ohne Fachkenntnisse schnell vor Sturmfluten reagieren.

Durch die neuen Anlagen werden ca. 10 km² überflutungsgefährdetes Gemeindegebiet mit ca. 4.600 Einwohnern, fast 2.000 Arbeitsplätzen vor allem in Tourismusbetrieben sowie Sachwerte in Milliardenhöhe geschützt. Auf ca. 4,9 km Länge wurden in fünf Bauabschnitten die Hochwasserschutz- und Küstensicherungsanlagen fertig gestellt. Sie bestehen überwiegend aus Schüttsteindeckwerken und Schutzwänden, die z. T. im Herbst durch sogenannte Dammbalken auf die nötige Höhe von 4 m über dem normalen Wasserstand gebracht werden. TKR-3 Hochwasserschutzsysteme Die TKR-3 Hochwasserschutzsysteme sind unter allen Witterungsbedingungen zuverlässig, einfach und schnell ohne Spezialkenntnisse zu montieren. Maßgebliches Bauelement der mobilen Dammbalkenwand ist die neu entwickelte Mittelstütze. Dabei handelt es sich um ein System, bestehend aus: - Köcherunterteil (Einbauteil in einem Betonholm) mit Sandfang, Entwässerung, - ebenerdige Abdeckplatte des Köcherunterteils mit Anti-Rutschbeschichtung, - Köcheroberteil mit Spannkloben, Spannschrauben, - Stützenprofil mit Stützenkonsolen, einschl. Lippendichtung und oberer Abdeckung. Sämtliche zur Einbetonierung vorgesehenen Teile sind aus verzinktem Stahl gefertigt. Zwischen Stahl- und Aluminiumbaugruppen sind trennende EPDM-Gummilagen eingebaut. Im Einsatzfall wird zunächst die Abdeckplatte des Köcherunterteils mit einem Einsteckschlüssel geöffnet. Anschließend wird das Stützenprofil mit Köcheroberteil in das einbetonierte Köcherunterteil eingestellt und anhand von Markierungen exakt positioniert. Eine formschlüssige Verriegelung erfolgt durch Drehen des Stützenprofils um 90° ähnlich der eines Bajonettverschlusses an einer Kamera. Über eine Zwei-Stangen-Verspanneinrichtung, bestehend aus Gewindestangen, wird das Stützenprofil am Kopf mittels eines Knebels fest im Köcherunterteil arretiert. Die Vorteile: - herkömmliche Montage mit Schraubbolzen entfällt, - deutliche Verkürzung der Einbauzeit bis Betriebsbereitschaft, - kurze Einbauzeit: Ausgehend von einem Stützenabstand von 3 m, einer Schutzhöhe von 1 m und einem Personaleinsatz von 4 Personen, beträgt die Einbauzeit bis Betriebsbereitschaft für ein Wandsegment, bestehend aus einer Mittelstütze und 5 Dammbalken á 200 mm etwa 4,5 Minuten umgerechnet ca.1,5 min/lfdm. Wand. Unter Einsatz von 4 Personen konnte die mobile Dammbalkenwand in knapp 2 Stunden aufgebaut werden. Die Vorteile: - kein weiteres Werkzeug (Schraub-/Steckschlüssel) erforderlich - unempfindlich gegen Treibsand - geringer Wartungsaufwand - einfacher und schneller Abbau der Stützenprofile - diebstahlsicher - ästhetische Gestaltung in touristisch öffentlichen Bereichen.

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Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6052
  • Erstellt am
    02.10.2012
  • Geändert am
    12.01.2015