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Hybridturm für Windenergieanlagen

Hohe Nabenhöhen ermöglichen die Ausbeute von besseren Windkonditionen und somit höhere Energieerträge von bis zu 25 % (100 m zu 135 m). Allerdings machen große Turmdurchmesser in Bodennähe einen Transport auf Grund von z. B. Höhenbeschränkungen bei Brückendurchfahrten unmöglich.

Daher besteht der von ATS patentierte Hybridturm für Windenergieanlagen (WEA) aus einem segmentierten Turm aus Fertigbeton mit röhrenförmigen Stahlturmteilen am oberen Ende. Die unteren Turmteile, für die ein Durchmesser über der Transportgrenze von 4,3 m erforderlich ist, sind vertikal in drei oder mehr Segmente aus hochwertigem Fertigbeton unterteilt. Die Segmente sind lang und schlank und können daher mit herkömmlichen LKW transportiert werden. Die höheren Aufwendungen für die Errichtung des Turms sind bereits nach wenigen Jahren wieder ausgeglichen. Zudem fallen im Betonturm keine Wartungskosten an, da keine offenen Verbindungen existieren. Daraus resultieren über die langjährige Projektdauer gegenüber den heute marktüblichen Systemen deutlich geringere Stromerzeugungskosten. Das spielt insbesondere an Binnenlandstandorten mit geringeren Windgeschwindigkeiten eine Rolle. Die Betonfertigteile werden auf das Fundament aufgestellt. Lediglich über Wandschuhe und das im Fundament verankerte Spannsystem werden die Elemente mit dem Fundament verbunden. Ca. 70 % des Betonturms wird auf dem Flachfundament vorab erstellt. Hierzu werden bestimmte Teile und Abschnitte miteinander verbunden und dann erst in einem Durchgang in die Höhe errichtet. Die Betonfertigteile sind im Verhältnis mindestens doppelt so hoch wie breit. Die Verbindung von Beton- und Stahlturm wird über den Adapterring ermöglicht. Hier liegt auch die obere Verankerung der Spannkabel. Der Hybridturm ist für die gesamte Windbranche – u. a. Anlagenhersteller und Projektentwickler – interessant, da das Konzept von ATS herstellerunabhängig ist. Jede Anlage kann auf den ATS-Turm gestellt werden, nachdem das Gesamtsystem zertifiziert wurde. Vom Hersteller werden die obersten beiden Stahlturmteile verwendet werden, ohne neue Bauteile erstellen zu müssen. Nach dem erfolgreichen Aufbau einer Siemens SWT 2.3, 93 mit 133 m Nabenhöhe wurden für den Auftraggeber juwi aus Wörrstadt die nächsten ATS-Türme mit der Kenersys K100, 2.5 MW in Dannstadt errichtet.

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Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3415
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    18.01.2017
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