• DE
  • EN
  • FR
  • Internationale Datenbank und Galerie für Ingenieurbauwerke

Anzeige

Teilen

Folgen

Spenden

Innovatives 3-Liter-Haus

Auf maximale Energieausbeute setzt Bauingenieur Dr. Johannes Fritz beim Bau seines Einfamilienhauses in Bad Tölz. Das innovative Bauprojekt im Bauhausstil erfüllt dabei nicht nur in Hinblick auf die Energiebilanz hohe Ansprüche: Weit auskragende Balkone mit großen Tragweiten unterstreichen zudem einen hohen gestalterischen Anspruch des großzügigen Einfamilienhauses, das insgesamt eine Wohnfläche von 400 m² bietet

Um eine gute Energiebilanz zu gewährleisten, wurden die auskragenden Bauteile im Bereich des Flachdaches sowie die Balkonebene an der Südfassade mit dem Schöck Isokorb XT an das Gebäude angebracht. Das tragende Wärmedämmelement minimiert deutlich die Wärmebrücken und bietet statische Sicherheit. Die Balkonebene ist zudem auf Säulen aufgeständert. Statisch ergeben sich sehr großen Tragweiten. Über dem nach Süden anschließenden Freisitz wird eine freie Spannweite von über 9 m zu bewältigen sein. Das ist ein klassischer Fall für den Schöck Isokorb, der in der Ausführung XT verwendet wird."

Das Bauteil der Schöck Bauteile GmbH hat im Vergleich zum bisherigen Produktmodell einen von 80 mm auf 120 mm verstärkten Dämmkörper aus Neopor. Zusätzlich sorgt ein hochwertiger Edelstahl mit verbesserter Zugfestigkeit für einen geringeren Stabdurchmesser, so dass die wärmeleitende Querschnittsfläche bei gleicher Tragfähigkeit verringert wird. Als "Wärmebrückenarme Konstruktion" eignet sich das Bauteil besonders für Bauprojekte mit hohem energetischen Anspruch. Die zusätzliche Dämmleistung sorgt dafür, dass im Winter gegebenenfalls 20 °C innen und –25 °C außen vernünftig thermisch getrennt werden kann. Durch den breiteren Korb werden die Isothermen im Mauerwerk geradliniger verlaufen. Insgesamt wurden bei dem 400 m² großen Einfamilienhaus rund 70 Wärmedämmelemente eingesetzt.

Für die Warmwasser- und Stromgewinnung des Einfamilienhauses sorgen Photovoltaik- und thermische Solaranlagen. Die Kollektoren auf dem Flachdach sind dabei auf ein drehbares Aluminium-Grundgerüst mit neigbaren Elementen aufgesetzt, um sie zusätzlich der Sonne nachführen zu können. Fossile Energien werden zukünftig teurer, und es muss in Hinblick auf unsere Natur und zukünftige Generationen oberstes Gebot sein, diese einzusparen. Am billigsten erhält man die Energie von der Sonne. Jede fossile Energie ist letztendlich zwischengespeicherte Sonnenenergie. Die Sonne ist bei dem Bauprojekt der eigentliche Energielieferant. Primär wird die gewonnene Energie für den aktuellen Gebrauch verwendet.

Überschüssiger Strom wird in neu entwickelten Batterien auf Polymerbasis mit minimalem Platzbedarf gespeichert. Der Rohbau wurde aus Mauerziegeln mit einer Wanddicke von 42,5 cm errichtet, die einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,20 W/(m²K) sowie eine Wärmeleitzahl von 0,09 W/(mK) aufweisen. Aufgrund der baubiologischen und bauphysikalischen Eigenschaften des Ziegels entschied sich der Planer gegen eine zusätzliche Dämmung der Außenwände.

Bautafel

Architekt Ingenieurbüro Dr.-Ing, Johannes Fritz, Bad Tölz
Tragwerksplaner: Ingenieurbüro Dr.-Ing. Johannes Fritz, Bad Tölz, Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Alexander Kaefer, Grafing
Energietechnische Planung: Ingenieurbüro Dr.-Ing. Johannes Fritz, Bad Tölz
Hochbau: Demmel Bau GmbH, Wackersberg bei Bad Tölz
Tiefbau: Thomas Hölzl GmbH, Wackersberg bei Bad Tölz
Bauzeit: 2008 bis 2009
Balkon-Anschluss: Schöck Isokorb XT

Weiterführende Informationen anfragen

Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden, um die Anfrage abschicken zu können.

Anzeige

Services
Angeboten von

Relevante Webseiten

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3893
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016
<