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Innovatives Abdichtungssystem mit Bentonitmatten

Die Planung für die ehemalige Deponie Goppoltsried stand eigentlich schon fest: Die Bauschuttdeponie, die sich aus einer "wilden" Hausmülldeponie entwickelt hatte, sollte mit den geringsten Baukosten abgedichtet werden – ganz klassisch, gemäß dem Bayerischen Bauschuttmerkblatt. Eine Variantenuntersuchung mit Wasserbilanzen, diversen Abdichtungsvarianten und Kostenberechnungen ergab jedoch, dass die Menge des Sickerwassers durch den Einsatz von Geokunststoff-Tondichtungsbahnen (GTD) und einer Dränagematte drastisch gesenkt werden kann.

Das Sickerwasser, das auf dem stillgelegten Sammelplatz in Goppoltsried anfällt, muss wegen seiner Inhaltsstoffe aufgefangen und in einer Kläranlage entsorgt werden. Das aber kostet: Nicht nur die Einsatzstunden des Saugwagens, auch die angelieferten Sickerwässer müssen berechnet werden. Auch wenn die Menge des Sickerwassers vom jährlichen Niederschlag abhängt – die Kosten für den Landkreis Schwandorf lagen immer mindestens im fünfstelligen – im regenreichen Jahr 2002 sogar im sechsstelligen Bereich.

Kostensenkung durch NaBento®

Wenig verwunderlich also, dass der landkreiseigene Ausschuss dem Vorschlag der Ingenieurgesellschaft COPLAN AG, ansässig u.a. in Weiden i. d. OPf., zustimmte, die Möglichkeit einer gründlicheren Abdichtung mit GTD zu überdenken. Man gab eine Variantenuntersuchung mit Wasserbilanzen und verschiedenen Abdichtungsvarianten sowie dazugehörige Kostenberechnungen in Auftrag, deren Ergebnis eindeutig war: Die Menge des Sickerwassers kann durch den Einsatz der GTD und einer Dränagematte drastisch gesenkt werden. Mit dem Ziel, mittelfristig Kosten zu sparen, entschied man sich deshalb für die aufwendigere Abdichtung mittels GTD NaBento® Tondichtungsbahnen – ein sandwichartiger Verbundstoff mit Bentonitfüllung von HUESKER – sowie der Dränagematte Enkadrain® und erhöhter Rekultivierungsschicht (Wasserhaushaltsschicht).

Sickerwassermenge stark reduziert

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits während der Baumaßnahme sank die Sickerwassermenge, die im Regenjahr 2002 bei gut 5600 m³ gelegen hatte, auf etwas mehr als 2200 m³. Die dramatische Veränderung trat aber bereits in den darauf folgenden Jahren ein. Gerade einmal 204 m³ Sickerwasser im Jahre 2004 und 115 m³ Sickerwasser im Jahre 2005 mussten noch entsorgt werden. Die Kosten sanken drastisch – weniger als 5 % der Summe, die das Landratsamt Schwandorf noch zwei Jahre zuvor hatte aufwenden müssen. So ist es auch eine leichte Rechnung, wann sich die Mehrausgaben für die aufwendigere Abdichtung des Projekts amortisiert haben werden. Damit hat das Landratsamt Schwandorf maßgeblich dazu beigetragen, Steuergelder nicht im Boden von Goppoltsried versickern zu lassen.

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    3825
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016