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Kabelkanäle aus Leichtbeton für die Donaustadtbrücke in Wien

Bis 2013 wird das Streckennetz der Wiener U-Bahnlinie U2 auf insgesamt 17 km erweitert. Die neue Strecke führt auch über die Donaustadtbrücke, die zurzeit für den Schienenverkehr umgebaut wird. Um die Brückenstatik an die neue Nutzung als U-Bahn-Trasse anzupassen, wurde für den Bau der entsprechenden Kabelkanäle Liapor-Leichtbeton verwendet. über die gesamte Brückenlänge von 711 m spart der leichte und stabile Baustoff ca. 400 t Gewicht ein.

Mit einer Gesamtlänge von 711 m zählt die Donaustadtbrücke zu den großen Brücken Wiens. Seit 2006 ist der Viadukt gesperrt und wird zur U-Bahn-Brücke umgebaut. Auf ihr sollen ab Oktober 2010 die Bahnen der U-Bahnlinie U2 verkehren, die damit von der jetzigen Endstation Stadion um 5,1 km und sechs neue Stationen bis zur Aspernstraße verlängert wird. Bereits während ihres Baus wurde die Donaustadtbrücke auf ihre spätere Nutzung als U-Bahn-Brücke ausgelegt, so dass alle Umbauarbeiten nur oberhalb der Fahrbahn bzw. seitlich am Tragwerk durchzuführen sind. Dazu gehören die Erhöhung der Brüstungselemente, der Einbau zusätzlicher Schrägkabel und der Abtrag der Straßenrampen. Neu gebaut werden müssen auch die entsprechenden U-Bahn-Rampen, auf der Brücke müssen die beiden Schienenstränge samt Gleisbetten und Kabelkanälen erstellt werden. Um die Brückenstatik an die neue Nutzung als U-Bahn-Trasse anzupassen, wurde ein besonders leichter Baustoff für die Unterbauten der Kabelkanäle gesucht. Die Lösung bot ein Leichtbeton mit Liapor-Blähtonkörnungen vom Typ HD 1-8 als Zuschlag, der für eine Gesamtgewichtseinsparung von ca. 400 t sorgt. Zum Einsatz kamen insgesamt ca. 650 m³ eines LC25/28 D2,0 XF2, der nach umfangreichen Vorversuchen und Prüfungen am Liapor-Werk in Fehring entwickelt und vom Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H. im benachbarten Unterpremstätten hergestellt wurde. Beim Umbau der Donaustadtbrücke für den U-Bahn-Betrieb wurden die Unterbauten für beide Kabelkanäle innerhalb von zwei Monaten auf der gesamten Brückenlänge von ca. 711 m realisiert. Die gesamte Verarbeitung und der Einbau des Liapor-Leichtbetons verliefen ohne Probleme. Durch die unmittelbare Nähe des Betonwerks zur Baustelle wurden nicht nur die Transportwege minimiert, sondern auch die Anlieferung konnte flexibel just in time je nach Baufortschritt erfolgen. Damit konnte dieser Teil der neuen U-Bahn-Strecke wie geplant erstellt werden und ist bereit für den öffentlichen Nahverkehr.

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Referenzen

Wien 2 (Leopoldstadt), Wien, Österreich, Europa - Wien 22 (Donaustadt), Wien, Österreich (1997)

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    Datenseite
  • Product-ID
    3603
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016
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