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Kaeng Krachan Elefantenpark, Zürich – von Ulrich Finsterwalder beeinflusst

Am 7. Juni 2014 wurde im Zoo Zürich der Kaeng Krachan Elefantenpark eröffnet. Der Park umfasst neben dem imposanten Elefantenhaus auch einen großzügigen Außenbereich für die Tiere und ist ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden.

Das Dach des Elefantenhauses besteht aus einer innovativen, freitragenden Holzdachkonstruktion mit einem Durchmesser von 85 m, in der 271 Lichtöffnungen geometrisch unterschiedlich angeordnet sind. Das Schalentragwerk aus Brettsperrholz verfügt über einen umlaufenden Ringbalken aus Spannbeton, der die wenigen lokalen Widerlager miteinander verbindet. Auf diese Weise nimmt der vorgespannte Ringbalken die Kräfte aus der Schale auf und leitet sie in die Gründung ein.

Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis für weitgespannte Kuppel

Das Ingenieurbüro Walt + Galmarini erhielt für die innovative, weitgespannte Kuppel den 14. Ingenieurbaupreis/Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2015. Diese wichtige Auszeichnung wird alle zwei Jahre an ein Bauvorhaben verliehen, das sich durch besondere Ingenieurleistungen auszeichnet. Die Auszeichnung ist einem der hervorragenden Ingenieure des zwanzigsten Jahrhunderts gewidmet, der als leitender Angestellter von Dyckerhoff & Widmann wichtige Entwicklungen im Bereich Spannbeton realisierte.

Aus 46 Projekten wählte die Jury einstimmig den Elefantenpark als Siegerprojekt aus, weil er auf eindrucksvolle Weise sämtliche Kriterien für den Preis erfüllte. Als Vorbilder für die neuartige Holzkonstruktion gelten Werke von Ulrich Finsterwalder wie das Zeiss-Planetarium in Jena, das 1926 mit der ersten Stahlbetonkuppel der Welt realisiert wurde, sowie die Basler Großmarkthalle von 1929, die 2012 durch das Ingenieurbüro Walt + Galmarini instandgesetzt wurde. Auch die Mikropfähle, die das Elefantenhaus im Boden verankern, gehen auf eine Erfindung Finsterwalders zurück.

Für die Gründung des spektakulären Kuppelbaus lieferte der DSI-Lizenznehmer SpannStahl AG vorinjizierte GEWI® Plus-Mikropfähle mit doppeltem Korrosionsschutz der Stahlgüte S670.

Mikropfähle verhindern Senkungen der Wasserbecken

Die Mikropfähle wurden insbesondere für das Fundament der Wasserbecken verwendet, damit diese aufgrund der hohen Lasten keine Senkungen erfahren. Die Lieferung umfasste 21 Mikropfähle mit einer Länge von je 12 m inklusive der entsprechenden Zubehörteile. Die Bohr- und Versetzarbeiten der GEWI® Plus-Mikropfähle wurden durch die Firma Greuter AG in Hochfelden, Schweiz ausgeführt.

Im Vergleich zur alten Anlage bietet der neue Elefantenpark den Elefanten mehr Raum und den Besuchern mehr Nähe zu den Tieren. Eine zentrale Rolle spielen die verschiedenen Wasserstellen und Wasserbecken, wobei die Besucher die badenden und tauchenden Elefanten im Innenbereich durch eine Glasscheibe beobachten können.

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Referenzen

Zürich, Zürich, Schweiz (2014)

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7323
  • Erstellt am
    24.02.2016
  • Geändert am
    03.03.2016