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Klemmsysteme für die Garmischer Olympiaschanze und die Winterberger Bobbahn

2008 fand das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zum ersten Mal auf der neuen Olympiaschanze statt. 50 m ragt der futuristisch anmutende Anlaufturm frei schwebend schräg nach oben. Die Konstruktion verlangte nach bewährten und zugleich individuell und flexibel anpassbaren Lösungen, z. B. bei der Montage der Verkleidung am Anlaufbauwerk und bei der Schienenbefestigung des Schrägaufzugs. Bei beiden kam das Klemmverbindungssystem von Lindapter zum Einsatz.

Für besondere optische Effekte sorgt die Verkleidung des Anlaufbauwerks: Nachts verwandelt die hinterleuchtete Fassade die Schanze in ein leuchtendes Wahrzeichen des Ortes. Die Verkleidung besteht aus 300 transluzenten Polycarbonatplatten, die eine Gesamtfläche von 2400 m² abdecken. Für die Montage der Unterkonstruktion entschied sich das Stahlbauunternehmen für den Einsatz der bewährten bauaufsichtlich zugelassenen Lindapter Klemmen vom Typ A/B. Zuschnitt und Montage der erforderlichen Zwischenplatten für die Kreuzverbindungen stellten den Hersteller der Platten vor besondere Herausforderungen. Da sämtliche Platten in unterschiedlichen Winkeln zum Tragwerk montiert werden mussten, hätte der Hersteller 300 verschiedene Platten fertigen müssen. In aufwändigen Berechnungen gelang es dem beauftragten Ingenieur von Lindapter, die Auswahl der passenden Lindapter-Klemmen so zu optimieren, dass nur 100 verschiedene Plattenvarianten erforderlich waren. Exakt abgestimmt auf das Berechnungsergebnis, lieferte Lindapter dazu die passenden Klemmverbinder. So ließ sich die Montage auf der Baustelle zeit- und kostensparend durchführen.

Neuer Schrägaufzug

Die neue Olympiaschanze gilt als eine der modernsten derWelt. Sportler, Betreuer und Presse finden hier optimale Bedingungen vor. Dazu zählt auch der neue Schrägaufzug im Basisgeschoss. Damit die Athleten während des Liftaufenthalts kurz vor dem Start nicht durch Vibrationen und Schall in ihrer Konzentration gestört werden, legte man bei der Konstruktion des Schrägaufzugs großen Wert auf Laufruhe. Auch hier war die Beratung und Unterstützung der Lindapter-Ingenieure gefragt: Die gemeinsam gefundene Lösung bestand darin, dass die Schiene durch eine Zwischenplatte getrennt wurde. Die obere Befestigung wurde mit einer Dämmplatte angeschraubt, die untere Verbindung wurde mit bauaufsichtlich zugelassenen Lindapter-Klemmen vom Typ A befestigt. Sie ließen sich vor Ort zeitsparend und kostengünstig montieren.

Gut bedacht – Bobbahn Winterberg

Anders als in Garmisch, zählt im Eiskanal der Bobbahn in Winterberg nicht so sehr die Weite, sondern das Tempo. Die Bauarbeiten wurden in der Rekordzeit von zweieinhalb Wochen abgeschlossen. 46 t Stahl wurden von der Siegmund Fenner GmbH aus Lünen-Brambauer verarbeitet. Die Gesamtlänge der überdachten Bobstrecke beträgt 242 m. Bei der Überdachung wurden über 2600 verschiedene Einzelteile verbaut und montiert. Sämtliche Stahlelemente wurden komplett im Betrieb vorgefertigt. Danach gelangten die Einzelteile mit Spezialtransportern nach Winterberg, wo sie vor Ort auf der Eisbahn montiert wurden.

In neuer Bestzeit gelang auch die Befestigung der Dachrahmen: Fenner setzte 1500 Stück bauaufsichtlich zugelassene Hohlprofilbefestigungen vom Typ Lindapter Hollobolt M10 und M12 in zwei verschiedenen Längen ein. Zunächst brachte das Stahlbauunternehmen gewinkelte Kragarmstiele an der Betonkonstruktion der Bobbahn an. An diese wurden anschließend Rahmen mit Kunststoff-Stegplatten montiert, die als transparente Bedachung der Kurvenbereiche dienen.

Vorteile der Lindapter-Klemmverbindungen:

  • Zulassungen vom Deutschen Institut für Bautechnik DIBt, RWTÜV, VdS, Lloyd’s Register, DNV
  • geringe Montagezeit und -kosten
  • kein Schweißen erforderlich
  • keine Bohrungen in den Bauteilen notwendig
  • einziges Montagewerkzeug: Drehmomentenschlüssel
  • Justierbarkeit während derMontage
  • schnelle Montage spart Zeit, d. h. Kosten
  • keine Verletzung bereits oberflächengeschützter Bauteile
  • abgestimmtes System mit Klemmen, die untereinander kombinierbar sind.

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Referenzen

Garmisch-Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen (Kreis), Bayern, Deutschland (2007)

Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6169
  • Erstellt am
    14.03.2013
  • Geändert am
    11.12.2014