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Komplettierte Produktpalette für flexible Deckensysteme im Parkhausbau

Arval, die Marke von ArcelorMittal für Bauelemente aus Stahlblech, bietet mit dem Globalfloor-Programm eine der umfangreichsten Produktpaletten im Bereich der Verbunddeckenbleche. Das neue Deckensystem Cofraplus 220 vervollständigt das Sortiment mit einem additiv zu bemessenden System für leichte und weitspannende Deckenkonstruktionen. Die kostengünstige Lösung beruht auf dem Ansatz der Durchlaufwirkung der Deckenplatte und überzeugt insbesondere durch ihre großen, unterstützungsfreien Spannweiten im Bau- und Endzustand. In Verbindung mit dem bestehenden Angebot und einer frei verfügbaren Software zur Vorbemessung entstehen so neue und flexible Lösungskonzepte für alle Bereiche im Parkhausbau.

Der Trend im Büro- und Verwaltungsbau, aber auch beim Parkhausbau, geht immer mehr in Richtung schlankere, leichtere und stützenfreie Konstruktionen. Diesen Anforderungen kann man unter bestimmten Voraussetzungen mit vorkonfektionierten und stark vereinfachten Komplett-Bausystemen begegnen. Oder sie werden durch individuell anpassbare Konzepte erfüllt, die auf der Basis von verschiedenen Verbunddeckenblechen eine größere Flexibilität aufweisen. Dazu gehört auch das neue Cofraplus 220-Deckensystem, welches auf einem 220 mm hohen Profilblech mit einer finalen Baubreite von 750 mm basiert. Die wählbare Blechdicke ist so fein abgestuft, dass das System in seiner Effizienz optimal an das vorgegebene Last-Spannweiten-Verhältnis angepasst werden kann. Das Profilblech wie auch die übrigen Verbunddeckenbleche werden aus bandbeschichtetem Stahlblech hergestellt, wo zwischen einer rein metallischen Beschichtung und einer zusätzlichen organischen Beschichtung gewählt werden kann. Neben den technischen Eigenschaften der Beschichtung ermöglicht die variantenreiche Farbauswahl beispielsweise eine helle Deckenuntersicht, die eine freundliche und sichere Umgebung vermittelt und mit farblichen Akzenten die horizontale und vertikale Orientierung der Gebäudenutzer erleichtert.

Wirtschaftliches und robustes Tragverhalten dank Durchlaufwirkung der Deckenplatte

Im Gegensatz zu den bisherigen Verbunddeckenblechen von Arval wird das Cofraplus 220-Deckensystem unter Berücksichtigung der additiven Tragwirkung bemessen. Die Tragfähigkeit der Decke ergibt sich hierbei aus der Addition der Tragfähigkeitsanteile des Betonquerschnitts und des Stahlblechs. Zudem erlaubt das System eine statisch ansetzbare Durchlaufwirkung über die Trägerachsen, welche als Zwischenauflager dienen. In Abhängigkeit der Last-Spannweiten-Verhältnisse und der geforderten Brandwiderstandsdauer kann daher meist auf eine Feldbewehrung in den Sicken verzichtet werden. Je nach Anforderungen der Rissbreitenbeschränkung muss über die Schwindbewehrung hinaus lediglich ein erhöhter Bewehrungsquerschnitt über die Träger vorgesehen werden. Die Auflagerung der profilierten Bleche erfolgt über sogenannte Flügel. Das sind an die Profilform angepasste Blechformteile mit einer Stärke von 3 mm, die werkseitig direkt an den Steg der Stahlverbundträger angeschweißt werden. Dadurch werden die Profilbleche wie auch die später ausbetonierten Rippen des Deckensystems beidseitig bis an den Steg herangeführt. Diese Konstruktion ermöglicht eine hohe Querkrafttragfähigkeit zwischen Träger und Blech ohne komplizierte Querkraftbewehrung.
Das ist eine Voraussetzung für Momentenumlagerungen und ermöglicht eine wirtschaftlichere Bemessung im Endzustand unter Berücksichtigung der Durchlaufwirkung. Komplexe Randbereiche aus gerundeten oder spiralförmigen Rampen oder variabel gestalteten Grundrissformen (s. Bild) können unter ergänzender Anwendung niedriger Verbunddeckenprofile kostengünstig realisiert werden. Hier verliert die maximale Spannweite als Kriterium an Bedeutung und die ansetzbare Verbundwirkung bringt weitere Vorteile mit sich.

Unterstützungsfreie Spannweiten von bis zu 6,3 m – selbst im Bauzustand

Maßgebend für die Auslegung weitspannender Deckenbleche sind für gewöhnlich die aus dem Bauzustand resultierenden Lasten, da hier lediglich das Blech zur Lastabtragung beiträgt. In Abhängigkeit vom Eigengewicht des Betons und der Deckenstärke über dem Blech stellt gerade der Betonierzustand eine kritische Belastung für alle Verbunddeckenprofile dar. Das Cofraplus 220-System erlaubt aufgrund seines hohen Trägheitsmoments auch im Bauzustand eine unterstützungsfreie Spannweite von bis zu 6,30 m. Das System ermöglicht schnelle und einfache Montage, da auf das zeitaufwändige Anbringen von komplexen Formteilen verzichtet werden kann. Es ist eine dichte Schalung für den Betoniervorgang. Der Spalt zwischen Stahlträgern und Deckenblech wird einfach mit einem kleinen, durchlaufenden Z-Profil geschlossen. Das geringe Gewicht von Verbunddeckenblechen erlaubt ein Verlegen von Hand innerhalb einer Geschossebene. Dies spart Zeit und Krankapazitäten ein. Die Konstruktion ohne Abstützung im Bauzustand macht ein Betonieren mehrerer Deckenebenen zur gleichen Zeit möglich, ohne dass auf das Abbinden des Betons gewartet werden muss.

Leistungsfähige Verbunddecken-Systeme als Bestandteil innovativer Lösungen

Mit der Einführung des Cofraplus 220-Deckensystems bietet ArcelorMittal Arval nun eine komplette Produktreihe im Bereich der Verbunddecken an, die es Architekten, Ingenieuren sowie Stahl- und Metallbauern ermöglicht, kostengünstige Parkhäuser nach den Wünschen der Kunden zu realisieren. Zu ihrer Unterstützung werden entsprechende Vorbemessungsprogramme zur Verfügung gestellt. Auch projektspezifische Beratungen bezüglich leichter und wirtschaftlicher Lösungen für weitgespannte Deckentragwerke im Geschossbau und speziell im Parkhausbau werden angeboten.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    4378
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    05.05.2015