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Konstanzer Z-Brücke für Fußgänger und Radfahrer

Der Bereich rund um den Konstanzer Bahnhof Petershausen erhielt mit dem Neubau von Wohnungen, Schulen und Sportstätten in den letzten Jahren ein modernes Gesicht. Dieses Jahr nun wird eine neue Brücke über die Gleise der Linie Konstanz-Singen die nördlichen und südlichen Quartiere enger miteinander vernetzen. Angebunden an den Bahnsteig des Konstanzer Ortsteils Petershausen, ist die für Fuß- und Radwegbrücke eine barrierefreie Verbindungsachse.

Die Konstanzer Brückenkonstruktion schwingt sich in einer Z-Form über die beiden Gleise beim Bahnhof Petershausen. Die eigentliche Überbrückung wird über zwei parallel zur Bahnstrecke geführte Rampenbauwerke erschlossen. Beide Rampen sind jeweils 6 m breit, über 100 m lang und 6 % geneigt. Die mit über 30 m Versatzmaß ausgebildete Anordnung beider Rampen reduziert die Länge der Gesamtkonstruktion auf insgesamt 170 m. Zusätzlich stehen den Passanten Aufzüge und Treppenhäuser zur Verfügung.

Brückenrohbau bei laufendem Bahnbetrieb

Die beiden Stahlbetonrampen ruhen auf Stahlstützen und weisen bis zu 20 m Einzelspannweiten auf. Die Herstellung der als massive Platten ausgeführten, geneigten Brückenüberbauten erfolgte in Ortbetonbauweise. Die Niederlassung Achern der Schleith GmbH Baugesellschaft aus Waldshut führte den Brückenrohbau innerhalb weniger Wochen unter laufendem Bahnbetrieb aus. Aus Termingründen wurden beide Rampenbauwerke nahezu zeitgleich geschalt und betoniert.

Das Baustellenteam setzte zur Herstellung der Ortbetonrampen ein flächenartiges Traggerüst ein. Die Stütztürme wurden mit 1,70 bis 6,00 m Höhe montiert und sowohl in Längs- als auch in Querrichtung mithilfe von Horizontalriegeln zu einem räumlichen, formgebenden Lehrgerüst verbunden. Die gesamte Lastabtragung der 50 bis 55 cm starken Rampenplatte erfolgte ausschließlich innerhalb der freistehenden Traggerüstkonstruktion. Dies stellte für die Bauausführung parallel zu den Bahngleisen und innerhalb der dicht angrenzenden Bebauung samt Verkehrswegen einen großen Vorteil dar. Mit der Systemlösung musste das Lehrgerüst oben nicht noch zusätzlich durch Richtstützen horizontal gehalten werden.

Traggerüst- und Schalungsmontage erfolgten äußerst sicher. Denn mit dem Montieren von Rahmen und Horizontalriegeln kletterten kontinuierlich auch die Arbeitsebenen Schritt für Schritt nach oben. Durch die Tatsache, dass sich die Beläge innerhalb der Stütztürme einfach und ohne zusätzliche Arbeitsschritte an den jeweils obersten Horizontalriegeln einhängen ließen, wurde konsequent im Schutz eines umlaufenden Geländers gearbeitet. Die Beläge dienten für die Schalungs- und Gerüstarbeiten als Arbeitsebene sowie Auf- und Abstiegshilfe zugleich.

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Konstanz, Konstanz (Kreis), Baden-Württemberg, Deutschland (2017)

  • Über diese
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  • Product-ID
    7525
  • Erstellt am
    13.09.2017
  • Geändert am
    13.09.2017