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Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen - mit ROOFCOLLECT® baustellengerecht abgeholt und recycelt

Das Flachdach ist im Trend: ob Flughafen, Kulturzentrum, Museum oder Bürogebäude – die moderne Architektur liebt das flache Dach. Doch das stellt hohe Anforderungen an das Material. Bei jedem Wetter muss die Dichtigkeit gewährleistet sein, es muss gut aussehen und muss sich leicht rückbauen lassen – es muss also recycelbar sein. Dies entspricht auch dem Gedanken einer Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit: Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen aus PVC haben ein ausgeprägtes Langzeitverhalten.

Selbst am Ende der "Gebrauchstauglichkeit" kann bei PVC durch ein effizientes Recycling das Leben noch verlängert werden. Zur Erreichung dieses Ziels existiert mit ROOFCOLLECT® ein bestens im Markt eingeführtes Sammel- und Recyclingangebot der führenden Hersteller von Kunststoff-Dachbahnen, das einfache Handhabung mit wirtschaftlichen Preisen verbindet. ROOFCOLLECT® ist Partner der Initiative VinylPlus der europäischen PVC-Industrie. Diese hat ein erneut ein 10-Jahresprogramm beschlossen, um das Prinzip der Nachhaltigkeit und Verwertung noch stärker zu verankern.

Die wesentlichen Ziele sind die substanzielle Erhöhung der Recycling-Mengen auf Basis neuer Verwertungstechnologien, die Steigerung der Verwendung von erneuerbaren Energien und Rohstoffen in der PVC-Produktion sowie die Konzentration auf Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. Die Dachbahnen-Hersteller haben sich mit VinylPlus freiwillig verpflichtet, gebrauchte Dachbahnen einzusammeln und einer Verwertung zuzuführen.

Der Umwelt verpflichtet – europaweit

Die Europäische Kommission hat ihren "Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa" vergangene Woche veröffentlicht. Der Fahrplan enthält als ein Etappenziel für das Jahr 2020, recyclingfähige Materialien als Ressource zu bewirtschaften und ein hochwertiges Recycling sicherzustellen.
  ROOFCOLLECT® ist als eingeführtes Sammelsystem bestens aufgestellt, den Anforderungen zu begegnen. Es basiert auf einer bundesweiten Logistik für das Sammeln und Transportieren. Als baustellenerprobter Partner bietet INTERSEROH die Präsenz und Kompetenz für eine schnelle und reibungslose Abwicklung. Ein Anmelde- und Abholfax genügt, um den Abtransport in Gang zu setzen. Der Verwaltungsaufwand wurde bewusst schlank gestaltet, die Vorlaufzeit zum Abholtermin beträgt in der Regel vier Tage.
  Die Einführung in Deutschland verlief so erfolgreich, dass inzwischen die meisten europäischen Nachbarländer an dem System teilnehmen. Europaweit erfolgreich von der Brüsseler Interessenvertretung ESWA (European Single ply Waterproofing Association) der Hersteller von Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen koordiniert und geführt, haben sich die Benelux-Länder, Frankreich, Italien, Österreich und die Schweiz sowie Skandinavien der Initiative ROOFCOLLECT® angeschlossen.

Getrennt sammeln je nach Materialtyp

Recycelt werden inzwischen alle Sorten Kunststoff-Bahnen, wobei der Hauptanteil auf die PVC-Dachbahn fällt. Auch Schwimmbad- und Teichfolien verzeichnen Zuwachsraten.

Abholung

  • In Big Bags: PVC- und PVC-haltige Bahnen, Kennzeichnung der Bahnen mit einem Etikettanhänger, besenrein gereinigt ohne Bitumenreste.
  • Größere Renovierungsbaustellen werden zweckmäßigerweise im Containerverfahren logistisch abgewickelt – das erleichtert dem Verleger die Arbeit und die komplette LKW-Verfrachtung ist kostengünstiger als der Abtransport in kleineren Mengen.
  • Dachbahnen aus anderen Kunststoffen müssen im Vorfeld bei der ROOFCOLLECT® Geschäftsstelle entsprechend angemeldet und gekennzeichnet werden und werden kostenpflichtig nur von Baustellen der ESWA Mitglieder angenommen.

Die Schritte des Rückbaus

Bei der Vorbereitung des Recyclings ist die Oberfläche der auszubauenden Bahnen gründlich abzukehren. Dann sind die Befestigungselemente (Schrauben, Teller) zu entfernen. Die Bahnen werden in ca. ein Meter breite Streifen geschnitten (bei Containertransporten bis zu 2 Meter) und möglichst eng aufgerollt, um Transportvolumen zu sparen.

Für den Abtransport gibt es zwei Möglichkeiten: in Big Bags oder Containern.
Big Bags sind Säcke aus PE mit einem maximalen Beladungsvolumen von einer Tonne. Pro Bag können circa 250 bis 400 Quadratmeter Dachbahnen eingefüllt werden. Vorteil für die Abholung in Big Bags: Sie können platzsparend bevorratet werden, sind sehr robust und dennoch leichtgewichtig und krantauglich.
Speziell für verklebte Systeme, die sich nicht rollen lassen, sollten Container angefordert werden. Bei größeren Sanierungsobjekten helfen Container, Arbeitskraft und Transportkosten sparen. In diesem Fall sollte der Dachdecker von ROOFCOLLECT® unbedingt ein Angebot einholen.

Logistik und Abtransport

Die Abwicklung der Abtransporte erfolgt über die INTERSEROH-Zentrale in Köln. Baustellenadresse sowie die abzuholenden Dachbahnen werden spätestens vier Tage vor dem gewünschten Abholtermin an INTERSEROH gemeldet. Dazu gibt es entsprechende Fax- oder E-Mailformulare. Diese können von den Homepages von INTERSEROH oder ROOFCOLLECT® heruntergeladen werden. Hat INTERSEROH den Auftrag erhalten, beauftragt sie einen regionalen Partner, der die Abholung durchführt und das Bedachungsunternehmen benachrichtigt. Für die Abrechnung werden die Mengen in Köln erfasst und monatlich fakturiert. Teilnehmen an ROOFCOLLECT® kann jeder, der gebrauchte Bahnen auf einer Sanierungsbaustelle ausbaut. Der Transportpreis pro Tonne richtet sich nach der zu entsorgenden Menge; je größer die Menge, desto günstiger wird der Preis pro Tonne. Gegebenenfalls lohnt es sich, kleinere Mengen zu sammeln.

Fazit

Mit ROOFCOLLECT® bieten die führenden Hersteller von Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen alwitra, FlachdachTechnogie (FDT), Flag, Protan, Renolit, Sika und WOLFIN Bautechnik ein im Markt erprobtes, baustellentaugliches Sammel- und Recyclingangebot, das Komfort mit wirtschaftlichen Preisen verbindet.

Autor: Dipl.-Dolm. Karin Arz ist Projektleiterin des europäischen Rücknahme- und Recyclingsystems ROOFCOLLECT®

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    4136
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    16.02.2017