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Marathon für die längste Brücke der Welt

Über 42 km lang ist die längste Straßenbrücke der Welt, die Qingdao-Haiwan-Brücke in der chinesischen Provinz Shandong. Die Marathonbrücke verlangte Marathonleistungen von Maurer Söhne München. Nach den intensiven Vergabeverhandlungen war die Lieferung von 191 Dehnfugen der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte des Weltmarktführers – produziert in einer Rekordzeit von 5 Monaten am Stammsitz in München.

Weltmarktführer Maurer liefert 191 Dehnfugen nach China: Qualität und Leistungsfähigkeit der Fertigung gaben den Ausschlag

Die Qingdao-Haiwan-Brücke verbindet über eine Meeresbucht hinweg die Stadt Qingdao mit Huangdao und dem Flughafen Qingdao-Liuting. Qingdao war ehemals deutsche Kolonie (Tsingtau) und Austragungsort der Segelwettbewerbe bei den olympischen Spielen in Peking. Die längste Straßenbrücke der Welt wurde Ende Dezember fertiggestellt, offizielle Einweihung war am 1. Mai 2011.

Lebensdauer und Korrosionsschutz

Marathonleistungen werden in China von allen Lieferanten erwartet, wobei die Bedingungen je nach Provinz stark unterschiedlich sind: "Hier in Shandong forderte der Bauherr vor allem eine hohe Qualität für diese Differentialbrücke mit den vielen Dehnfugen. Das gab letztlich den Ausschlag, dass wir den Zuschlag bekamen", berichtet Projektleiter Wolfgang Fobo von Maurer Söhne. Maurer Söhne ist Weltmarktführer bei Dehnfugen, doch dieser Auftrag war auch für den Branchenprimus eine Herausforderung. Für das Prestigeobjekt duldete der Bauherr keine Kompromisse: eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren und hohe Korrosionsbeständigkeit waren die ausschlaggebenden Argumente bei der Auftragsvergabe.

Die eigentliche Herausforderung begann für Maurer Söhne aber erst mit dem Zuschlag: Die Produktionszeit war mit 8 Monaten schon reichlich knapp bemessen – und wurde gleich nochmal um 3 Monate verkürzt. So findet der Einweihungstermin der Brücke einen Monat früher statt, während sich der Vergabezeitpunkt aufgrund der außerordentlich herausfordernden Wettbewerbssituation um 2 Monaten nach hinten geschoben hatte.

Auf solche Unwägbarkeiten kundengerecht – und das heißt in China flexibel – reagieren zu können, ist unabdingbar im China-Geschäft, und ohne entsprechende Kapazitäten in der Fertigung sind solche Großaufträge kaum zu meistern.

"Dank einem Gewaltakt in unserer Produktion am Stammsitz in München haben wir diesen Großauftrag in nur 5 Monaten gestemmt", freut sich Projektleiter Fobo angesichts der offiziellen Einweihung der Brücke am 1. Mai.

3.359 m Dehnfugen

Die Qingdao-Haiwan-Brücke ist in Differentialbauweise erstellt und verfügt über insgesamt 3.359 m Dehnfugen. Das Gros sind drei- und vierprofilige Fahrbahnübergange für Dehnwege bis zur 320 mm. Im Bereich der zentralen Schrägseilbrücke wurden 10- und 14-profilige Fahrbahnübergänge eingebaut. Dort sind bis zu 1120 mm Dehnwege nötig, weil die Spannweiten größer sind, um die Durchfahrt der Schiffe zu ermöglichen.

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Referenzen

Qingdao, Shandong, China (2011)

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    5997
  • Erstellt am
    14.08.2012
  • Geändert am
    19.05.2017