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Megaprojekt Hauptbahnhof Wien

Mit dem neuen Hauptbahnhof entsteht in Wien ein multimodaler Knotenpunkt im transeuropäischen Schienennetz. Der herausragenden Bedeutung des Projekts entspricht auch seine Architektur: Highlight ist die signifikante, partiell transluzente Dachkonstruktion, die alle Bahnsteige überspannen wird und im Inneren eine natürliche Belichtung schafft – und damit eine Atmosphäre des Wohlbefindens, die Millionen Reisende als bleibenden Eindruck in die ganze Welt mitnehmen. Ein imposantes Konzept und zugleich eine Herausforderung für den konstruktiven Stahlbau, angenommen von den Spezialisten der Unger Steel Group.

Er wird bereits als einer der größten Bahnhöfe Europas gehandelt: der neue Wiener Hauptbahnhof, ein verkehrspolitisch bedeutender und architektonisch anspruchsvoller Bau, der seit Anfang des heurigen Jahres auf dem Gelände zwischen ehemaligen Südbahnhof und Südtiroler Platz entsteht. Für den Bauherrn, die ÖBB-Infrastruktur AG, geht es dabei um ein entscheidendes Projekt: Erstmals in der Bundeshauptstadt werden Züge aus allen Richtungen unkompliziert in alle Richtungen verbunden. Der neue Durchgangsbahnhof ist damit das bedeutendste Projekt des größten Investitionsprogramms der ÖBB aller Zeiten. Federführend für die Entwicklung und Planung der Dachkonstruktion ist das "Wiener Team", eine Arbeitsgemeinschaft von Architektur-, Planungs- und Ziviltechnikerbüros. Die Unger Steel Group wurde als verlässlicher und erfahrener Partner in verantwortungsvoller Funktion in das Megaprojekt eingebunden.

Nachhaltige Materialien und offene Architektur

Der Bauherr, die ÖBB Infrastruktur AG, legt großen Wert auf eine umweltbewusste Bauweise unter Verwendung von Materialien, die zur Nachhaltigkeit beitragen – ein Anspruch, dem der Baustoff Stahl perfekt entspricht. Im Bereich des konstruktiven Stahlbaus entschied man sich für die Kompetenz und langjährige Erfahrung der Unger Gruppe: Die sprichwörtliche Qualität, die das Unternehmen auszeichnet, sowie seine Schnelligkeit und Präzision in der Ausführung kommen nun dem logistischen Großprojekt zugute. Großzügigkeit, Offenheit und Transparenz bestimmen den neuen Wiener Bahnhof von der Bahnhofshalle über die 20000 m² Geschäftszonen bis hin zu den Bahnsteigen. Der klaren Formgebung entspricht die übersichtliche Zuordnung der Funktionsbereiche; geräumige und helle Passagen sorgen für Wohlbefinden bei den Reisenden. Absoluter Blickfang ist das signifikante Rautendach, das die insgesamt fünf Bahnsteige überspannt. Für diese aufwändige Dachkonstruktion zeichnet die Unger Steel Group verantwortlich: Sowohl Stahlbau als auch Schlosser-, Glas- und Spenglerarbeiten wurden damit einem einzigen Partner anvertraut. Bernd Mühl, Geschäftsbereichsleiter Stahlbau: "Wir konnten damit dem Wunsch des Bauherrn nach einem Gesamtpaket aus einer Hand nachkommen. So tragen wir durch eine integrierte, maßgeschneiderte Lösung entscheidend zum Erfolg unseres Kunden bei."

Fast 40000 m² aufwändige Dachkonstruktion

Über der Bahnsteigebene schwebt ein gefaltetes, rautenförmiges Dach; integrierte Glaselemente machen es lichtdurchlässig. Die 14 Rauten, jeweils 76 m lang, werden in Bahnsteigrichtung alle 38 m mit einer Zwillingsstütze abgestützt. Im Zentrum öffnet sich die Konstruktion und gibt ein Oberlicht (ca. 6 m ∞ 30 m) frei. Mit der Breite von ca. 120 m und einer Länge von 210 m misst das Rautendach insgesamt ca. 25000 m² und erhebt sich bis zu 15 m über Bahnsteigniveau. Auf der Ostseite schließlich wird die dynamische Rautenstruktur in ein System aus Einzelbahnsteigdächern überführt, das weitere 11000 m² Fläche bedeckt. Und auch der Vorplatz Süd wird mit einem Vordach geschützt. Das architektonische Konzept stellt große Herausforderungen an die Ausführenden und generiert später einzig artige Lichteffekte: Dank der transparenten Konstruktion des Bahnsteigdachs ist das Gebäudeinnere bei jedem Wetter von Licht durchflutet, in der Nacht zeigt sich die Halle als hell erleuchtetes Faltwerk. Ein grandioses Schauspiel, dessen eindrucksvolle Bilder in Zukunft Millionen Reisende von ihrem Besuch am Hauptbahnhof Wien in die ganze Welt mitnehmen werden – und die Unger Steel Group trägt mit maßgeschneiderten Lösungen zur gelungenen Realisierung bei.

Bautafel

Dachkonstruktion der Verkehrsstation und Anlage Ost des Hauptbahnhofs Wien

Bauherr:

ÖBB Infrastruktur AG

Architekten:

ARGE "Wiener Team" (Werner Consult, ISP, STOIK, TECTON, PISTECKY) mit dem Architektenteam Hotz/Hoffmann-Wimmer  
Bauzeit 2011–2014
Montage in Etappen 1.6.2011 bis 25.2.2014
Leistungen
Unger Steel Group – Stahlbau
Stützen, Dachkonstruktion, Rohrfachwerkmaste, Fahrleitungskomponenten, Instandhaltungsstege innerhalb der Rautendächer, Schlosser-, Glas- und Spenglerarbeiten
Fläche ca. 40000 m² Dachfläche sowie Untersichten
Verarbeiteter Stahl 4700 t

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Wien 10 (Favoriten), Wien, Österreich (2015)

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3532
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016