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Mehr Sicherheit durch Schneewaage für die Schneelastmessung für Dächer

Sommer Mess-Systemtechnik hat, basierend auf langjähriger Erfahrung im Bereich "Schnee", eine Schneewaage speziell für die Messung von Schneelasten auf Flachdächern entwickelt. Hintergrund sind die seit dem schneereichen Winter 2006 geänderten Normen des Eurocodes betreffend der Schnee- und Eislasten.

Gerade ältere Gebäude entsprechen nicht den neuen Normen. Auf Grund der neuen Regelungen zur Dachlastbemessung müssen viele Tragwerke mit höheren Schneelasten als bisher berechnet werden. Dazu werden neue Messsysteme nötig. Die Schneewaage hat sich in Tests gegenüber herkömmlichen Messsystemen wie das Schneekissen durchgesetzt. Das Schneekissen ist am Markt zwar etabliert, aber auf Grund des hohen Eigengewichts durch das Frostschutzmittel und den aufwendigen Vorbereitungen der Dächer haben sich die Vorteile der Schneewaage klar abgezeichnet- u.a. das sehr geringe Gewicht, die einfache Handhabung und die leichte Integration ins vorhandene Gebäude-Leitsystem. Zusätzlich kann die Schneewaage auch geringe Schneemengen in hoher Auflösung abbilden. Das Messsystem bietet die Möglichkeit zur direkten und kontinuierlichen Überwachung der aktuellen Schnee-Dachlast und dient somit dem Verantwortlichen als nützliche Entscheidungshilfe im Lastfall und leistet damit einen großen Beitrag zur Gebäudesicherheit.

Das Gewicht von Schnee hängt stark vom Alter der Schneedecke und vom Wassergehalt ab. Frischer, trockener Schnee wiegt pro Kubikmeter lediglich 100 kg. Schnee verfestigt und verdichtet sich nach einer gewissen Zeit, das kann dann zu einer Gewichtszunahme von bis zu 300 kg führen. Je mehr Wasser sich in der Schneedecke befindet, umso schwerer ist sie. Daraus resultiert, dass die Schneehöhe kein Indikator für die Schneelast ist. Schnee verfügt über die Eigenschaft, immer eine möglichst kleine Oberfläche einzunehmen, d.h. dass Schnee an Volumen verliert. Im Gegenzug steigt die Dichte der Schneedecke. Umso höhere die Temperaturen sind, umso schneller findet diese Umwandlung statt. Speziell bei Temperaturen um 0° C spielen Schmelzvorgänge eine wichtige Rolle. Während dieser Prozesse füllen sich die Poren des Schnees mit Wasser und machen ihn noch schwerer. Bei sinkenden Temperaturen v erharscht der Schnee. Es bildet sich eine harte Kruste an der Oberfläche oder Eislinsen/ -brücken im Schnee. Bei der Entwicklung der Schneewaage wurde aufgrund der jahrelangen Erfahrung von Sommer auf diese Besonderheiten Rücksicht genommen. Damit Eislinsen und –brücken das Messergebnis nicht beeinflussen, wurden unterschiedliche Zonen entwickelt, um diesem Prozess entgegenzuwirken. Zusätzlich ermöglichen die perforierten Aluminiumplatten dem Schmelzwasser abzufließen, ohne eine Wasserstau auf dem Dach zu bilden. Durch die große Fläche wird eine höhere Repräsentanz der Messwerte erreicht. Die Zuverlässigkeit der Messung steigt dadurch erheblich. Durch das geringe Eigengewicht ist der Einsatz auf Dächern mit geringer Traglast möglich. Das Messprinzip der Schneewaage beruht auf Wägezellen, die Ausgab der Daten erfolgt in kg/m³. Die Schneewaage kann einfach und ohne die Dachoberfläche zu beeinflussen oder zu beschädigen installiert werden. Die sieben Aluminiumplatten werden auf die mitgelieferten Stahlstangen geschraubt. Der Blitzschutz ist bereits integriert. Der analoge Ausgang der Schneewaage erlaubt eine einfache Integration in bestehende Leitsysteme.

Zusätzlich zur Schneewaage bietet Sommer auch modulare Alarmierungs- und Datenaufzeichnungssysteme an, mit den Kundenspezifischen Lösungen praxisgerecht realisiert werden können. Das System reicht von einfachen akustischen und optischen Alarmgebern bei Grenzwertüberschreitung bis hin zu komplexen online-Datenservices mit Alarmierung per SMS, E-Mail und Anruf. Die Alarmierung kann in zwei Stufen mit Voralarm und Hauptalarm erfolgen. Nicht unwesentlich ist die Möglichkeit der Speicherung der Daten im Schadensfall. In Murnau/ Deutschland wurde auf dem Dach eine Kindergartens eine Schneewaage zur Schnee-Dachlastmessung installiert. Der Schaltschrank mit der GSM-Meldeeinheit befindet sich im Inneren des Gebäudes. Das Telenotgerät zur Alarmierung lässt sich einfach per USB-Kabel anschließen. Der Ethernet-Anschluss ermöglicht zusätzlich eine Fernabfrage und Fernparametrierung, welche auch über das GSM-Modul möglich ist. Bei Überschreitung des Grenzwertes wird automatisch eine Alarmierung ausgelöst. Es werden eine SMS und eine Sprachnachricht an die verantwortliche Person gesendet. Zusätzlich wird an das Bauamt Murnau eine E-Mail versandt.
In Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden von Sommer bereits hunderte von Schneedachlastmessungen umgesetzt. Für die Lufthansa wurde am Flughafen Frankfurt/M. eine Schneedachlastüberwachung für den Hangar der Boeing 747 umgesetzt. Das bekannteste Projekt ist sicherlich in Bad Reichenhall, wo Sommer nach dem Unglück mit der Schneedachlastüberwachung betraut wurde.

Eigenschaften und Vorteile:

  • Kontinuierliche und automatische Messung der Schnee-Dachlast
  • Individuelle Alarmierungsmöglichkeiten
  • Erhöhung der Gebäudesicherheit
  • Einfach Montage, Inbetriebnahme und Systemintegration
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Geringes Eigengewicht ( 110 kg ? 16,5 kg/m² Messfläche)
  • 3 Messbereiche verfügbar und an maximale Dachlaste anpassbar
  • Kein Wasserstau durch perforierte Platten
  • Große Steifigkeit durch Aluplatten
  • Optimale Anpassung an die Dachfläche durch flaches Design

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    4299
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    05.05.2015