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Modularer Freivorbauwagen für anspruchsvollen Überbauquerschnitt

Ständige Hochwassergefahr bei kurzer Vorwarnzeit beherrscht den Bau der Eisenbahnbrücke in Mühldorf am Inn, bei dem es zum ersten Einsatz des neu entwickelten Freibauvorwagens von Doka auf deutschem Boden kam.

Der erste Einsatz war auch ein kurzer: zwei Mal fünf Takte à 5,00 m zuzüglich Schließtakt. Insgesamt 55 m der 160 m langen Brücke entstehen im Freivorbauverfahren. Allerdings: 55 m, die es in sich haben. Die neue Spannbeton-Hohlkastenbrücke verläuft im Abstand von nur 1,20 m neben der alten, im vollen Bahnbetrieb befindlichen Brücke. Ihr Querschnitt vermindert sich von 4,90 m Höhe auf 2,58 m in Brückenmitte. Dabei rückt die untere Platte von Takt zu Takt weiter an die obere Platte heran, bei gleichzeitiger Reduzierung der Dicke von 0,80 m auf 0,60 m. Zusammen mit den oben um 6° auswärts geneigten, konstant 0,70 m dicken Stegwänden, den nur 1,00 m kurzen Kragplatten und einer um 0,25 m auskragenden und 0,65 m hohen Sichtbetonlisene insgesamt ein wirklich komplizierter Verlauf des Überbauquerschnitts. In Zusammenarbeit zwischen Alpine und Doka entstand ein Technik- und Schalungskonzept, das die engen Terminvorgaben und Randbedingungen des Projekts zuverlässig einhält. Und es berücksichtigt alle Aspekte der Baustellenlogistik und des Arbeitsschutzes.

Weltweit erste komplette Systemlösung für Freivorbau

Der Doka-Freivorbauwagen ist modular aufgebaut. Er ist weltweit die erste komplette Systemlösung für den Freivorbau, so dass Wagen und Schalung aus einer Hand kommen. Die abgestimmte Kombination aus Freivorbauwagen und Trägerschalung Top 50 eliminiert die oftmals fehleranfällige Schnittstelle zwischen Wagen und Schalung. Die detaillierte Schnittstellenplanung vermeidet nachträgliche Kosten und trägt dazu bei, die Sicherheit auf der Baustelle zu erhöhen. Gesicherte Wege zu den Montage- und Justiereinrichtungen sind im Doka-Freivorbauwagen direkt integriert. Alle vertikalen Aufstiege zu den Bühnen sind als Leiter mit Rückenschutz ausgeführt. Die je nach Position der Vorspannkabel in der Brücke höhenverstellbaren mittleren Querbühnen gewährleisten auch hier optimale Arbeitssicherheit und Ergonomie. Statt die Schalungen an schwer zugänglichen Traversen abzuhängen, wird ein durchgehender Querträger mit einer Bühne und Geländern eingesetzt.

Maß halten einfach gemacht

In Ehring dient ein Bodenrost aus schweren Stahlträgern als Basis der Schalungslösung. Er hängt im Verfahr- und Einrichtzustand an vier Ankern 20,0 mm am Freivorbauwagen und lässt sich auf die jeweilige Neigung des Betonierabschnitts im Bogenverlauf einstellen. Hier liegt die Bodenschalung auf, die sich über die Takte zur Brückenmitte hin aufweitet. Für die ankerlose Schalung der Lisenen ist im Bodenrost ein Zugband integriert. Ein Spindelmechanismus führt die Steg- und Kragarmschalung und sorgt für einfaches Ein- und Ausschalen durch Anziehen und Lösen der Anker: Einmaliges Einstellen auf Maß passt für alle Takte.

Bautafel Eisenbahnübergang Ehring/Inn

Brückenlänge: 160 m
Brückenbreite: 10,43 m
Länge Freivorbau: 55 m
Freibautakte: 11
Montage Freivorbauwagen: April 2011
Fertigstellung aller 11 Abschnitte: August 2011
Schalungssystem: Freivorbauwagen CFT mit ca. 215 m² Trägerschalung Top 50
Bauausführung: ALPINE BAU DEUTSCHLAND AG, NL Halle Leipzig, Zöschen
Schalungsplanung: Doka-Anwendungstechnik AT1, Maisbach

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Mühldorf am Inn, Mühldorf am Inn (Kreis), Bayern, Deutschland (2011)

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  • Product-ID
    5981
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    12.01.2015