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Modulares, mobiles Hochwasserschutzsystem aus wasserbefüllten, hochfesten Kunststoffschläuchen

Analysen aus den sich häufenden Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, dass trotz neuerer infrastruktureller Einrichtungen ein immer größerer Bedarf an schnell zu errichtenden sicheren, mobilen Hochwasserschutzsystemen bei geringem Personaleinsatz besteht. Das moderne, innovative Hochwasserschutzsystem Floodtube der SSU Mobiler Hochwasserschutz GmbH wird dieser Anforderung gerecht. Hierbei wird Hochwasser mit wasserbefüllten Barrieren, Deichen aus zusammengesetzten, mobilen Schlauchelementen bekämpft, d. h. zurückgehalten.

Das System

Beim patentierten Floodtube-Hochwasserschutzsystem handelt es sich um einen Schutzdeich aus Schlauchelementen mit verschiedenen Durchmessern, welche sowohl aneinandergereiht als auch neben- und übereinander angeordnet, miteinander verbunden und mit Wasser befüllt einen massiven, aber auch flexiblen Deich beliebiger Länge mit wählbaren Stauhöhen von 0,60 m, 0,80 m, 1,20 m oder 1,50 m ergeben. Die i. d. R. verwendeten Standardelemente sind 15 m lang bei Durchmessern von 0,7 bzw. 0.9 m und werden je mit 6 m³ bzw. 10 m³ Wasser am Einsatzort befüllt. Das SSU-Hochwasserschutzsystem wurde von dem renommierten Ingenieurbüro Warm Engineering entwickelt.

Aufbau

Entscheidend für einen effektiven Hochwasserschutz bei Hochwasservorwarnzeiten von oftmals nur 6 Stunden ist die Geschwindigkeit, mit der ein Deich aufgebaut werden kann. Mit dem Floodtube-System kann ein Deich von z. B. 105 m Länge bei einer Höhe von 1,20 m bzw. 1,50 m von fünf Personen innerhalb von drei bis vier Stunden errichtet werden. Hierzu werden bereits auf speziellen Trommeln aufgerollte mit Manschetten ineinandergesteckte und über fixe Elemente verbundene Schlauchelemente mit einer Gesamtlänge von 105 m von kippbaren Transportwagen aufgenommen und innerhalb von wenigen Minuten auf dem für den Deich vorgesehenen Gelände durch Verfahren dieses Wagens unter Abrollen des verbundenen Gesamtschlauches von den Trommeln ausgelegt. Es ist keinerlei schweres Hebezeug erforderlich.

Zur Errichtung eines Deiches mit 1,20 m bzw. 1,50 m Höhe sind zwei sogenannte untere und ein oberes Floodtube-System erforderlich. Diese werden nach Auslegung und Ausrichtung mit Wasser aufgepumpt bzw. zur Anpassung auf z. B. unebenem Untergrund zuerst durch tragbare Gebläse mit Luft aufgeblasen und anschließend mit Wasser über Feuerwehrfahrzeugpumpen, transportable Pumpen oder Hydranten befüllt.

Das Aufblasen eines Elementes dauert ca. 3 Minuten; es können zeitgleich mehrere Elemente aufgeblasen werden. Das Befüllen mit Wasser kann für jedes Element einzeln oder für mehrere Elemente parallel bis zu einer gemeinsamen Beaufschlagung eines 105 m langen Deichschlauches vorgenommen werden. Durch das Gewicht von 125 t bzw. 210 t Wasser ist eine Verankerung am Boden nicht erforderlich.

An stark geneigten Uferböschungen kann der Deich mit Zurrgurten über angeschweißte Halteringe am Boden zusätzlich stabilisiert werden.

Abbau

Zum Abbau des Deiches werden die eingeschweißten Hochdruckreißverschlüsse geöffnet, wodurch das Entleeren von Wasser innerhalb einer halben Stunde erfolgt. Die aneinandergekoppelten Floodtubes in einer Reihe von jeweils sieben Elementen werden über die o. g. Trommeln und Trommelwagen aufgerollt, wobei das Wasser bis auf einen Rest von ca. 3 l/Element ausläuft. Zur Entleerung dieses Restwassers werden die einzelnen Floodtubes in die Schlauchtrockentürme der Feuerwehren zur kompletten Außen- und Innentrocknung mit Karabinerhaken aufgehängt.

Lagerung

Durch das komplette Trocknen des Innenraumes der Floodtube-Elemente kann eine lange Haltbarkeit auch bei häufigem Einsatz gewährleistet werden. Ein 10-facher Einsatz innerhalb von fünf Jahren ist problemlos möglich und wird von SSU garantiert. Neben der Lagerung auf den Trommeln können die Elemente auch von Hand aufgerollt bzw. gefaltet in Regalen gelagert werden.

Material

Das für die Floodtubes verwandete Folienmaterial besteht aus einem mit PVC beschichteten Polyestergewebe mit einer Reißfestigkeit von ca. 5.000 N/5 cm. Das PVC wird in Kalandern bei höheren Temperaturen aufgewalzt, enthält daher keine Lösungsmittel und die Floodtub-Deiche sind daher absolut dicht und über lange Zeiträume stabil. Die Herstellung der Floodtubes erfolgt ausschließlich mit Hochfrequenzschweißmaschinen. Das Material wird vor der Fertigung extremen Laboruntersuchungen unterworfen, z. B. einem 100.000-fachen Dauerknickverhalten.

Referenzen

Das Floodtube-Hochwasserschutzsystem wurde von Sachverständigen nach § 29 a BImSchG geprüft und zertifiziert. Es wird bereits in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt und hat sich beim letzten Elbehochwasser bewährt.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6048
  • Erstellt am
    02.10.2012
  • Geändert am
    12.01.2015