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Neue Faulbehälter für das Klärwerk Würzburg

Mit einem Einzugsgebiet von rund 269 km² ist das Klärwerk Würzburg einer der größten Entwässerungsbetriebe in Bayern. Die Weiterbehandlung der Schlämme erfolgte bisher in zwei eiförmigen Faulbehältern aus den 1960er-Jahren mit je 1.700 m³ Volumen.

Hier wurde der Schlamm unter Luftabschluss durch die Vergärung von Bakterien eingedickt und dadurch die Menge an Restschlamm deutlich reduziert. Pro Jahr entstanden in der Kläranlage Würzburg ca. 27.000 t entwässerten Klärschlamms. Aufgrund der beschränkten Kapazität der Anlage konnte nur knapp die Hälfte des entstehenden Klärschlamms ausgefault werden. Daher beschloss man den Bau zweier neuer Faulbehälter mit einem zusätzlichen Volumen von je 5.000 m³.

2.200.000 kWh mehr Energie pro Jahr

Dank der neuen Behälter kann künftig der gesamte Klärschlamm vollständig ausgefault werden und die Klärgasproduktion steigt um etwa 2.500-3.000 m³ pro Tag. Das Klärwerk wird somit künftig 2.200.000 kWh pro Jahr mehr Energie erzeugen als bisher.

Die beiden Faulbehälter wurden bei laufendem Betrieb erstellt. Die Gründung der Faulbehälter besteht aus Trichterwänden mit Sohlen aus Stahlbeton. Die Behälter wurden aus Ortbeton und Spannbeton hergestellt. Dabei kamen drei verschiedene Litzenspannsysteme zum Einsatz.

Drei verschiedene Litzenspannsysteme kamen zum Einsatz

In den relativ vertikalen Bereichen der Wände installierten Mitarbeiter der DSI Königsbrunn hauptsächlich Ringspannglieder und Loops. Je Faulbehälter wurden 70 Z-Spannglieder mit Verbund mit einer Litzentonnage von 32,6 t als Ringvorspannung eingesetzt. Als Loops verwendete man 18 Litzenspannglieder mit einer Tonnage von 9,6 t. In den eher horizontalen Bereichen im unteren Teil am Boden der eiförmigen Tanks wurden Kegelscharen zur Vorspannung eingesetzt. Dabei handelte es sich um 30 Litzenspannglieder mit einem Gewicht von 5,2 t. Alle gelieferten Spannglieder bestehen aus Litzen der Stahlgüte St 1660/1860.

Das Verlegen der Hüllrohre für die Spannglieder gestaltete sich aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse äußerst schwierig. Das Einstoßen des Spannstahls erfolgte nach dem Verlegen der Hüllrohre. Trotz des geringen Platzes in der Bewehrung erfolgte das Einstoßen der Loops erfolgreich innerhalb des vorgegebenen Zeitplans.

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Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7405
  • Erstellt am
    22.07.2016
  • Geändert am
    25.11.2016