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Neue Silos für die Qatar National Cement Company

Das 1965 in Katar gegründete Unternehmen Qatar National Cement Company (QNCC) ist ein großer Hersteller von Portlandzement, sulfatbeständigem Zement, Hydratkalk, kalziniertem Kalk, gewaschenem Sand und Klinker. QNCC will die jährliche Zementproduktion erhöhen, um die steigende Nachfrage für Bauprojekte im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft zu bedienen, die 2022 in Katar stattfinden wird.

Deshalb beauftragte QNCC das Unternehmen FIVES mit dem Bau einer fünften Produktionslinie im Ort Umm-Bab im Westen Katars. Nach Fertigstellung wird diese Produktionslinie eine Kapazität von 5.000 t Klinker pro Tag erreichen.

Für die neue Fertigungsanlage war u. a. der Bau von vier Silos erforderlich (ein Rohmehl-, ein Klinkersilo und zwei Zementsilos), die mit Ringspanngliedern vorgespannt wurden. DYWIDAG-Systems International GmbH, GBU schlug dem Planungsbüro Peter und Lochner folgende Sonderlösung vor: Die geplanten unterschiedlichen Spanngliedgrößen sollten auf einheitliche DYWIDAG-Litzenspannglieder mit SD-Plattenverankerungen und Spannsysteme mit MA-Verankerungen umgestellt werden. Durch die Reduzierung der Spanngliedgrößen konnte die Anzahl der erforderlichen Spannpressen reduziert werden. Die horizontalen Spannglieder wurden mit jeweils zwei Spannpressen simultan vorgespannt.

86 m hoher Rohmehlsilo

Für die zwei neuen, 72 m hohen Zementsilos mit einem Durchmesser von je 35 m produzierte und lieferte DSI Middle East je 162 Litzenspannglieder in Längen von je 39 m mit einer Litzentonnage von 102 t. In dem 86 m hohen Rohmehlsilo mit 32 m Durchmesser kamen 112 Litzenspannglieder, jeweils ca. 38 m lang, mit 57 t Litzentonnage zum Einsatz. In dem Klinkersilo mit 46 m Höhe und 51 m Durchmesser wurden insgesamt 128 Litzenspannglieder in Längen von je ca. 54 m und mit einer Litzentonnage von 81 t installiert.

Luftfracht-Lieferung sämtlicher einzubetonierender Teile

Der Einbau der Verankerungen für die beiden Zementsilos, die in Gleitbauweise erstellt wurden, musste schon kurz nach Auftragserteilung erfolgen. Dabei wurden sämtliche Teile, die einbetoniert werden mussten, per Luftfracht aus Deutschland geliefert. SD-Plattenverankerungen gemäß ETA 13/0815 hatten in diesem Fall einen großen Vorteil gegenüber MA-Verankerungen: bei den SD-Verankerungen muss lediglich eine leichte Kunststofftrompete vor dem Betonieren installiert werden, während die schwere Verankerungsscheibe aus Stahl bei MA-Verankerungen erst unmittelbar vor den Spannarbeiten erforderlich ist. Durch das geringe Gewicht der erforderlichen Kunststofftrompeten waren auch die zusätzlichen Kosten für die Luftfracht gering. Die Verankerungsscheiben aus Stahl wurden erst später benötigt und konnten per Seefracht aus dem DSI-Zentrallager in Langenfeld nach Katar geschickt werden.

Der Einbau der Litzenspannglieder inklusive Vorspannarbeiten wurde innerhalb von neun Monaten abgeschlossen.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7552
  • Erstellt am
    06.12.2017
  • Geändert am
    06.12.2017