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Neugestaltung des Schulauer Hafens, Wedel

Die Stadt Wedel ist durch das Willkomm-Höft international bekannt. Hier werden die Schiffe, die den Hamburger Hafen anlaufen, bereits 15 km vor Hamburg begrüßt. Der Schulauer Hafen in direkter Nachbarschaft zum Willkomm-Höft wurde ursprünglich vor über einem Jahrhundert als Fischerei- und Industriehafen gebaut. Heute ist er ein Hafen mit extensiver Nutzung durch private Segel- und Motorbootbesitzer bzw. durch lokal ansässige Wassersportvereine. Er weist konstruktionsbedingt große Verschlickungsprobleme auf und ist vergleichsweise unattraktiv.

Im Rahmen eines großzügig angelegten Stadtentwicklungsprojektes soll der Schulauer Hafen zu einem modernen Sportboothafen bevorzugt für Gast-, aber auch für Festlieger umgestaltet werden. Aufgrund seiner Lage zwischen dem angrenzenden Strandbad und dem Willkomm-Höft am Stadtrand von Wedel bietet die Umgestaltung optimale Voraussetzungen zur Schaffung eines attraktiven Sportboothafens in urbaner Lage. Die Planungen erfolgen auf Grundlage eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs. Das Hafenbecken wird im Wesentlichen im Bestand in seiner Form klarer strukturiert. Es wird um ca. 60 m verkürzt und um ca. 30 m verbreitert, um auf der einen Seite günstigere Proportionen für die Liegeplätze zu erhalten und auf der anderen Seite einen zentralen Hafenplatz zu schaffen, der die Verbindung zwischen dem Hafen und dem gepl. Hafenkopfgebäude herstellt. Durch die Rückverlegung der Hochwasserschutzlinie im östlichen Randbereich und den Bau von Hafenkasematten erfolgt eine Öffnung des Hafens zur Stadt hin. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Umgestaltung der Hafenzufahrt. Durch den Bau einer Quermole wird der Schlickeintrag reduziert und die Schwellsituation für die Hafenlieger verbessert. Darüber hinaus wurde aber auch die Zufahrt für Traditionsschiffe berücksichtigt.

Im Einzelnen sind folgende wesentliche Leistungen Bestandteil der Hafenumgestaltung:

  • Bagger- und Aufspülarbeiten zur Anpassung der Hafenform sowie der Hafentiefe
  • Neubau der nördlichen und östlichen Ufereinfassung in Spundwandbauweise
  • Konzeptionierung und Bau der Quermole
  • Planung der Hafenflächen
  • Neubau der schwimmenden Steganlagen
  • Erschließung der Steganlagen und der Kasematten
  • Planung einer beweglichen Brücke in der Hafenzufahrt
  • Berücksichtigung der angrenzenden Hochwasserschutzanlagen
  • Begleitung des Genehmigungsverfahrens und der Fördermittelbewirtschaftung

Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6101
  • Erstellt am
    10.12.2012
  • Geändert am
    17.01.2017